Wagner rettet die Löwen

Erster Heimsieg für den EHC Waldkraiburg in der Oberliga-Saison 2017/ 2018: Am Freitagabend gewann die Mannschaft von Trainer Sergej Hatkevitch am siebten Spieltag gegen den TEV Miesbach mit 5:3. Die Tore in der Raiffeisen-Arena erzielten Brent Norris und Ken Neil, die Wiederauferstehung namens Lukas Wagner erzielte drei Treffer, darunter den entscheidenden zum 4:3 durch den die Löwen die Partie gegen den TEV letztendlich drehten.

In der ersten Reihe nichts zu suchen, zu langsam, keine Durchschlagskraft mehr, am besten verkaufen- über Löwen-Stürmer Lukas Wagner wurde in den letzten Woche nicht gerade positiv geurteilt. Am Freitagabend jedoch stand er wieder auf aus der Versenkung und es wäre dem 25-Jährigen zu wünschen, dass die harten Wochen jetzt hinter ihm liegen. Denn mit seinen drei Toren sorgte er fast im Alleingang für den Sieg gegen den TEV Miesbach, der den Löwen lange Zeit Paroli bot und an den Rand einer Niederlage gebracht hatte.

Ken Neil und Thomas Rott hatten ihre Verletzungen auskuriert und so konnte EHC-Coach Hatkevitch gegen Miesbach in Bestbesetzung antreten. Und der Auftakt in die Partie gegen den einzigen Gegner, gegen den man im bisherigen Saisonverlauf gewinnen konnte, war mehr als verheißungsvoll: Nach 45 Sekunden bekamen die Hausherren das erste Powerplay zugesprochen und bereits nach zehn Sekunden war Wagner erstmals in Erscheinung getreten, als er einen Schuss von Ludwig Synowiec unhaltbar abfälschte (00:55).

Wenig später verzog Top-Torjäger Brent Norris auf Zuspiel von Neal, und Anian Geratsdorfer im TEV-Tor musste sich nicht weiter bemühen. In Sachen Überzahl zeigte unmittelbar darauf der TEV Miesbach aber auch seine Kaltschnäuzigkeit und Stefano Rizzo durfte sich in die Torschützenliste eintragen (04:34). In der Folge gaben wieder die Löwen den Ton an, hatten Chancen trotz Unterzahl, zudem parierte Geratsdorfer einen Schuss von Neil nach tollen Pass von Christian Ettwein. Nach einer Viertelstunde gingen die Löwen dann erneut in Führung und erneut war es Wagner, der einen Rebound von Michael Trox zum 2:1 verwerten konnte (14:49).

Im mittleren Drittel verloren die Löwen dann aber aus nicht weiter erklärlichen Gründen den Faden und luden die Gäste somit freundlich ein, wieder ins Spiel zu finden. Zunächst traf der US-Amerikaner Christopher Stemke in Überzahl zum 2:2-Ausgleich (27:01), in der Schlussminute des zweiten Drittels wurde es dann kurios. EHC-Verteidiger Florian Ullmann tankte sich erst durch, wurde zu Fall gebracht und die Löwen erhielten einen Penalty. Ullmann aber vergab und fünf Sekunden vor Ende des Drittels erhielten dann auch die Miesbacher einen Penalty zugesprochen.  Anders als Ullmann war der angetretene Miesbacher James Hall aber Stürmer und so war der Tabellenletzte mit einem mal mit 3:2 in Führung (39:55).

Im Schlussabschnitt musste somit wieder eine deutliche Steigerung der Löwen her, doch anfangs zeigten sie sich noch mächtig zahnlos. Keiner wollte in Überzahl einen Schuss riskieren, keiner traute sich etwas zu und so fürchteten viele Fans schon, dass es eine Niederlage setzen würde. Doch mit ihren starken Fans im Rücken, die 60 Minuten tolle Stimmung machten und denen Coach Hatkevitch am Ende auch den Sieg widmen sollte, kamen die Löwen und besonders Lukas Wagner nochmals zurück. Zunächst gewann Brent Norris das Bully während die Fans im Hintergrund „Löwen geben niemals auf“ sangen; die Scheibe fand den Weg zu Ken Neil und mit seinem zweiten Saisontor stellte der Kanadier auf 3:3 (52:05).

Nur 69 Sekunden später hieß es abermals Überzahl für den EHC Waldkraiburg und jetzt war wieder Wagner an der Reihe. Zum dritten Mal in dieser Partie stand er goldrichtig und zum dritten Mal durfte er jubeln (53:14). Den Schlusspunkt unter die Partie, die am Ende noch etwas hektisch wurde, setzte allerdings Brent Norris: Auf der Torlinie stehend schoss er genau auf den Schlittschuh von Keeper Geratsdorfer und von dort ging die Scheibe unmittelbar ins Tor zum 5:3-Endstand (57:54). Mann des Spiels wurde aber Lukas Wagner mit seinen drei Treffern und die Löwen-Fans hoffen, dass diese Wiederauferstehung keine einmalige Erscheinung war. GM

 

Eishockey Oberliga Süd 2017/ 2018, 7.Spieltag. EHC Waldkraiburg – TEV Miesbach 5:3 (2:1/ 0:2/ 3:0). Tore: 1:0 00:55 Wagner L. (Synowiec L., Ullmann F. PP1), 1:1 04:34 Rizzo S. (Lidl M., Krisitc M. PP1), 2:1 14:49 Wagner L. (Synowiec L., Trox M.), 2:2 27:01 Stemke C. (Fissekis A., Hall J. PP1), 2:3 39:55 Hall J. (Penalty), 3:3 52:05 Neil K. (Norris B.), 4:3 53:14 Wagner L. (Ullmann F., Synowiec L. PP1), 5:3 57:54 Norris B. Strafen: EHC Waldkraiburg 12 Strafminuten, TEV Miesbach 16 Strafminuten. Zuschauer: 695.




Von der A-Klasse bis zur Bezirksliga

Die Hinrunde der Fußballsaison 2017/18 ist für die meisten Mannschaften des Altlandkreises erledigt. Die Herbstmeister stehen fest. Wie schlagen sich heimischen Mannschaften in den jeweiligen Ligen und was steht noch vor der Winterpause auf dem Programm? Diese Fragen beantwortet unser Überblick:

Bis gestern überraschte der goldene Oktober noch mit sommerlichen Temperaturen, doch schon morgen soll es zum Temperatursturz kommen und der Winter steht in den Startlöchern. Trotzdem müssen die heimischen Vereine noch einige Ligaspiele über die Bühne bringen, bevor es in die verdiente Winterpause geht. Unsere Zusammenfassung:

Bezirksliga Ost:

Der TSV 1880 Wasserburg führt nach einer unglaublichen Hinrunde mit zehn Punkte Vorsprung auf die Verfolger souverän die Tabelle an. Nachdem sich Trainer Leo Haas zu Beginn noch zu keinem Saisonziel äußern wollte, dürfte die Zielsetzung nun klar definiert sein. Wie schnell so ein Polster allerdings schmelzen kann, wissen die Wasserburger aus eigener Erfahrung, hatte man doch letztes Jahr einen ähnlichen Vorsprung noch verspielt. Abteilungsleiter Kevin Klammer wünscht sich aus den noch ausstehenden vier Partien, „dass man das Punkteplus bis zur Winterpause aufrecht erhalten kann.“ Auf dem Restprogramm stehen für die Löwen noch Spiele in Haidhausen (am Sonntag), gegen Ebersberg, in Waldkraiburg und daheim gegen Ampfing.

Die einzige Niederlage mussten die Wasserburger Löwen übrigens erst letzte Woche einstecken – ausgerechnet gegen die Mannschaft aus Reichertsheim/Ramsau.

Die Reichertsheimer auf der anderen Seite stecken mitten im Abstiegskampf. Mit dem gestrigen 1:0-Sieg beim Rückrunden-Auftakt in Ebersberg konnte sich die SGRR ein wenig Luft schaffen. Trotzdem steht die Elf um Kapitän Andy Hundschell mit 17 Punkten aus bisher 15 Spielen auf dem 12. Tabellenplatz – einem Relegationsplatz. Allerdings steht bei Reichertsheim noch ein Nachholspiel (Mittwoch, 25. Oktober, in Kirchheim) aus, bevor die Hinrunde auch für sie komplett ist.

Ende August kam es in Reichertsheim zu einem Trainerwechsel. Aufstiegstrainer Klaus Michel musste aus privaten Gründen passen, für ihn wurde der erfahrene Michael Ostermaier verpflichtet, der jetzt zusammen mit Co-Trainer Elvis Nurikic das Training leitet. Für das Trainergespann kommt es noch zu folgenden Pflichtspielen: Auswärts in Kirchheim (Nachholspiel), daheim gegen Waldkraiburg, auswärts im Ampfing und daheim gegen den SV Saaldorf.


(Quelle: Bayerischer Fußball Verband)

Kreisliga 1:

In der Kreisliga 1 spielen mit dem DJK-SV Edling, dem SV Amerang und dem FC Grünthal drei Mannschaften der Region. Alle drei Vereine finden sich allerdings in der unteren Tabellenhälfte wieder.

Nach fünf sieglosen Spielen in Folge musste Trainer Tom Kurzinger seine Sachen beim DJK-SV Edling packen. Für ihn übernahm wieder einmal Stefan Eck als „Interims-Trainer“. Dass die Edlinger gut kicken können, belegen zehn Punkte aus den letzten fünf Spielen. Kapitän Freddy Schramme möchte den positiven Trend fortsetzen und weist darauf hin, dass man letztes Jahr auch erst zur Rückrunde so richtig in Fahrt gekommen sei. Für die Edlinger stehen noch drei Heimspiele gegen Großholzhausen, Seeon-Seebruck und Westerndorf, sowie das Derby in Amerang am 28. Oktober auf dem Spielplan. Auch im Kreis-Pokal sind die Ebrach-Kicker noch vertreten. Im nächsten Frühjahr trifft man im Finale auf den Sieger der Partie Kiefersfelden gegen Waldkraiburg.

Die Jungs vom FC Grünthal stehen mit 20 Punkten einen Platz vor den Edlingern im Mittelfeld der Tabelle. Am heutigen Samstag müssen sie gegen den Tabellennachbarn aus Bad Endorf antreten. FCG-Coach Hermann Reiter will an die erfolgreichen Spiele der letzten Wochen anknüpfen. Mit weiteren Spielen gegen Peterskirchen, Ostermünchen und dem SB DJK Rosenheim II haben die Grünthaler kein leichtes Restprogramm.

Schlechter schaut es beim SV Amerang aus. Die Ameranger mussten vor der Saison bittere Abgänge vermelden. Trainer Thomas Kasperetti folgten auch Torwart Thomas Süßmaier und Michael Pfeilstetter zum Liga-Konkurrenten Bad Endorf. Mit nur sieben Punkten aus 13 Spielen steht die Mannschaft von Trainer Walter Edbauer auf dem zwölften – und damit auf einem Relegations-Platz. Gestern Abend musste man eine bittere Niederlage gegen das Schlusslicht vom Sportbund Rosenheim II, die ihren ersten Dreier feiern konnten, einstecken. Mit den folgenden Spielen gegen Edling, Raubling, Großholzhausen und dem Nachholspiel in Riedering wird man versuchen, den Rückstand auf die rettenden Plätze zu verkürzen.

Zum aktuellen Spieltag geht’s hier.


(Quelle: Bayerischer Fußball Verband)

Kreisklasse 2:

Das Team der Stunde in der Kreisklasse 2 in der Gruppe Inn/Salzach ist auf jeden Fall der SV Ramerberg. Seit acht Spielen ist die Truppe um Kapitän Peter Maier ohne Punktverlust! Dass das trotzdem nicht für Tabellenplatz 1 reicht, liegt daran, dass man den Start in die Saison 2017/18 total verschlafen hat. Nach vier Spieltagen wies das Konto der Ramerberger immer noch null Punkte auf. Dann wurde der Schalter umgelegt. Mit Basti Möll (zehn Tore) hat das Team von Trainer Georg Schmeicher zudem einen der besten Stürmer der Liga in den eigenen Reihen.

Der SV Vogtareuth unter Leitung von Trainer Harry Mandel steht mit zwei Unentschieden mehr – und damit zwei Punkten mehr – auf dem zweiten Platz hinter dem TSV Emmering.

Der ASV Rott, der DJK SV Griesstätt und der TSV Babensham folgen den Ramerbergern dicht auf den Plätzen vier bis sechs.

Etwas abgeschlagen finden sich die Eiselfinger Kicker im Mittelfeld der Kreisklasse wieder. Die Truppe von Coach Thomas Kölbl wird am Samstag versuchen, mit einem Sieg gegen Kellerkind Söchtenau den Anschluss zu finden.

Auch für das Team aus Rechtmehring und die Reserve aus Grünthal wären Punkte im Abstiegskampf äußerst wertvoll, wobei für Grünthal der Gang zum Spitzenreiter nach Emmering sicher kein Spaziergang werden wird.

Hier der Spieltag im Überblick.


(Quelle: Bayerischer Fußball Verband)

Kreisklasse 4: (Kreis Donau/Isar)

Mit dem TSV St. Wolfgang spielt eine Mannschaft aus dem Altlandkreis in der Kreisklasse 4 des Kreises Donau/Isar. Allerdings müssen die Kicker aus St. Wolfgang ordentlich zulegen, wenn sie den Klassenerhalt schaffen wollen. Mit nur sechs Punkten aus elf Spielen halten sie die rote Laterne der Kreisklasse 4.

A-Klasse 3:

In der A-Klasse 3 spielen mit dem SV Albaching, TSV Eiselfing, SV Forsting-Pfaffing, FC Maithenbeth, TSV Schnaitsee, TSV Soyen und den Bezirksliga-Reserven vom TSV 1880 Wasserburg und der SG Reichertsheim/Ramsau gleich acht Mannschaften aus der Region.

Aktuell am stärksten sind dabei wohl die Spieler vom TSV Schnaitsee, die in den letzten sechs Spielen sechs Siege einfahren konnten. Ähnlich wie für Ramerberg in der Kreisklasse hat die Saison für die Schnaitseer aber wohl zu früh begonnen, so dass man momentan „nur“ auf dem dritten Tabellenplatz rangiert.

Auf Platz zwei steht die Mannschaft aus Maithenbeth. Die Truppe von der B12 spielte eine grundsolide Vorrunde und ist sogar punktgleich mit dem Tabellenführer vom SC Danubius Waldkraiburg. Grund dafür ist vor allem die gute Defensiv-Arbeit der Maithenbether. Mit nur neun Gegentreffer stellen sie zumindest statistisch die mit Abstand beste Abwehrreihe der Liga.

Der TSV Soyen, der zwischenzeitlich sogar kurz die Tabelle angeführt hat, findet sich nur noch auf dem fünften Platz, allerdings mit einem Spiel weniger.

Die Bezirksliga-Reserve aus Wasserburg liegt als Aufsteiger mit 17 Punkten aus zwölf Spielen im Tabellen-Mittelfeld.

Das Forstinger Team liegt derzeit punktgleich mit Reichertsheim II, die ihren Rückrunden-Auftakt gestern Abend gegen die Reserve aus Waldkraiburg mit 0:1 verloren, auf dem neunten Tabellenplatz.

Schlechter schaut’s für die Mannschaften aus Albaching und Eiselfing II aus, die in den kommenden Spielen dringend punkten müssen, um sich aus dem Tabellenkeller zu verabschieden.

Infos zum aktuellen Spieltag gibt’s hier.


(Quelle: Bayerischer Fußball Verband)

STÜ




Große Freude um Stefan Sperr

Zahlreiche Reichertsheimer Fans hatten sich auf den Weg nach Ebersberg gemacht am heutigen Abend – und es hat sich gelohnt: Die Freude war groß, als der Schlusspfiff vor 250 Zuschauern ertönte! Mit 1:0 besiegten die Männer um das Trainer-Team Ostermaier / Nurikic den unmittelbaren Konkurrenten in der Keller-Region. Das Golden Goal gelang Stefan Sperr per Kopf schon in der 23. Minute (unser Foto). Danach war ein heißer Kampf um diesen so wertvollen Dreier angesagt …

Unser Spielbericht:

Der TSV Ebersberg begann als Heimmannschaft etwas offensiver, hatte mehr Ballbesitz, konnte sich aber nicht zwingend durchsetzen. So sorgte schließlich ein Standard für die erste Ebersberger Chance. Ein 20-Meter-Freistoß aus zentraler Position von Konrad Voglsinger konnte SG-Keeper Matthias Löw im Nachfassen klären (10). Dann zielte Alexander Robeis aus 14 Meter über den Kasten. (16).

Den Freistoß von Konrad Voglsinger wurde von SG-Keeper Matthias Löw entschäft
Die SG RR brauchte etwas, um ins Spiel zu kommen und die Anspiele nach vorne waren nicht präzise genug. Doch praktisch mit ihrer ersten Möglichkeit gingen sie nach einem ruhenden Ball in Führung.

Eine Freistoßflanke von Alex Baumgartner aus halbrechter Position fälschte Stefan Sperr (Foto) aus zehn Metern per Kopf ab und der Ball landete zum 1:0 für die Gäste im Ebersberger Kasten.

Das Spiel wurde nun etwas lebendiger, aber auch hektischer und der TSV Ebersberg, der vor dem Pausenpfiff noch den Ausgleich erzielen wollte, agierte dabei doch zu überhastet und mehr als zwei Halbchancen sprangen dabei nicht heraus.

Im zweiten Durchgang war die SG RR gleich von Anfang an voll da, attackierte früher und war gut im Spiel. Die erste Chance hatte jedoch der TSV Ebersberg als Christoph Lechner aus 20 Meter abzog, aber Ball wurde eine sichere Beute von SG-Keeper Matthias Löw (59).

In der 67. Minute wäre Markus Eisenauer nach einem Gassenpass von Stefan Sperr alleine auf das Tor zugesteuert, wurde aber vom Schiedsrichter wegen einer angeblichen Abseitsstellung zurückgepfiffen. Der TSV Ebersberg wurde nun wieder etwas stärker, biss sich aber am Reichertsheim-Ramsauer Abwehrverbund die Zähne aus, lediglich ein Schuss von Alexander Robeis aus 16 Meter sorgte für Gefahr, verfehlte knapp sein Ziel (77).

Markus Eisenauer wäre zweimal durch gewesen. Einmal entschied der Schiedsrichter auf Abseits, beim zweiten Mal wurde er im letzten Augenblick unfair gestoppt.
Auf der Gegenseite wäre Markus Eisenauer nach einem Solo wieder auf dem Weg Richtung Ebersberger Kasten gewesen, wurde aber vom Ebersberger Verteidiger Christoph Ametsbichler am Trikot festgehalten, der für diese Aktion mit gelb noch gut bedient war (89).

In der 93. Minute stockte den zahlreichen Reichertsheim-Ramsauer Fans der Atem, als der Ball nach einem Schuss von TSV-Stürmer Christoph Lechner im Tor lag. Die gehobene Fahne des Mannes an der Seitenlinie ließ sie wieder durchschnaufen, denn der Schiedsrichter entschied danach zurecht auf Abseits und kurz darauf erfolgte der Schlusspfiff.

Alexander Boschner, der Torwart der Ebersberger, beleidigte nach dem Abpfiff wegen des nicht gegebenen Tores noch auf dem Spielfeld den Schiedsrichter und bekam dafür  die rote Karte.

 
Zufrieden zeigt sich das SG RR-Trainerduo Elvis Nurikic und Michael Ostermaier nach dem Spiel: „Wir haben kaum etwas zugelassen, das war die Basis des Erfolgs und wir haben endlich auch einmal nach einem Standard gewonnen. Die Mannschaft hat sehr diszipliniert gespielt und dabei viel Engagement gezeigt“, so Trainer Michael Ostermaier.

Jede Menge Reichertsheim-Ramsauer Fans waren unter den 250 Zuschauern in Ebersberg. Das Team bedankt sich auf diesem Weg noch einmal recht herzlich für die grandiose Unterstützung.
 

Für die SG RR geht es bereits am kommenden Mittwoch, 25. November, um 20 Uhr im Nachholspiel beim Kircheimer SC weiter.

ws

So haben sie am Abend gespielt (links Ebersberg – rechts Reichertsheim):

keeper Alexander Boschner 1 1 Matthias Loew keeper
player yellow card Christoph Ametsbichler 5 2 Matthias Neumaier player
player Lukas Volkmann 6 3 Alex Baumgartner player
player yellow card Manuel Mayer 7 4 Christian Bauer captain
player substitution home Simon Eglseder 8 5 Thomas Schaberl player
player Christopher Lechner 9 6 Korbinian Klein player
player yellow card Konrad Voglsinger 12 7 Stefan Sperr goal player
player substitution home Benedikt Platzer 13 8 Peter Huber substition guest player
captain Michael Steppan 15 9 Markus Eisenauer substition guest player
player substitution home Anton Voglsinger 17 10 Sebastian Pichlmeier player
player Alexander Robeis 18 11 Felix Maier substition guestyellow card player
Ersatzbank
keeper Florian Keinholz 20 23 Lucas Vaas keeper
substitute substitution home Maurice Yacoub 4 12 Andreas Wieser substition guest substitute
substitute substitution home Michael Huber 10 13 Max Wieser substition guest substitute
substitute Bakary Touray 11 14 Christoph Unterauer substition guest substitute
substitute substitution home Stefan Niedermaier 14 15 Andreas Hundschell substitute
substitute Matthias Gockner 16
Trainer
Steppan, Manfred Ostermaier Michael / Nurikic Elvis



Da lang, Männer!

Kurzfristig abgesetzt wurde das Altlandkreis-Derby der Kreisklasse zwischen den Rottern und den Oberndorfern am heutigen Abend. Oberndorf hatte in der Woche im Nachholspiel gegen Vogtareuth eine knappe 1:2-Niederlage einstecken müssen. Zum Start in die Rückrunde wird es in Vogtareuth nun am morgigen Samstag so richtig spannend: Die Ramerberger (unser Foto) kommen, was so viel heißt wie der Zweitplazierte empfängt den Drittplazierten!

Die Eiselfinger wollen ihren Abrutsch in die Keller-Region morgen stoppen und bei den Söchtenauern, aktuell Vorletzter, endlich wieder einen Dreier in die Sporttasche packen.

Ob ausgerechnet die Kreisliga-Reserve aus Grünthal dem Spitzenreiter Emmering am Sonntag ein Bein stellen wird, bleibt eher zu bezweifeln – zu groß ist dort gerade die Euphorie im Nachbar-Landkreis Ebersberg.

Griesstätt will den Anschluss nach ganz oben nicht verpassen und reist am Sonntag zuversichtlich nach Schwindegg, dem Tabellenletzten.

Bleibt noch das Altlandkreis-interne Derby zwischen den Babenshamern und den Rechtmehringern am Sonntag: Nur drei Niederlagen bislang der Hausherren um das Brack-Team stehen sieben Niederlagen der Gäste gegenüber. Klar also, wer als Favorit der Partie zum Rückrunden-Start gilt …

So spielt die Kreisklasse am Wochenende:

   
Sa, 21.10.17 14:00 SV Söchtenau-Kr. TSV Eiselfing details
15:00 SV Vogtareuth SV Ramerberg details
So, 22.10.17 14:00 SV Schwindegg DJK SV Griesstätt details
15:00 TSV Babensham SC Rechtmehring details
15:00 TSV Emmering FC Grünthal II details
SV Schechen spielfrei



Kein leichtes Restprogramm

Zum Aufeinandertreffen zweier direkter Tabellennachbarn kommt es am kommenden Samstag um 14 Uhr in Bad Endorf, wenn der FC Grünthal seine Visitenkarte bei den Kurstädtern abgibt. Für die Grünthaler ist es das zweite Auswärtsspiel hintereinander und zugleich das erste Rückrundenspiel, nachdem man letzte Woche zum Vorrundenabschluss beim SV Riedering siegte.

Insgesamt drei Erfolge in Serie konnte die Truppe um FCG-Coach Hermann Reiter zuletzt einfahren und steht mit insgesamt 20 Punkte auf einem soliden Mittelfeldplatz.

Dieselbe Punkteausbeute steht auch bei den Endorfern zu Buche. Der Unterschied ist jedoch, dass im Gegensatz zum FCG (Saisonziel: einstelliger Tabellenplatz) die Kurstädter deutlich höhere Ziele verfolgen und klar den Aufstieg aussprachen. Dazu muss jedoch das Kasparetti-Team in der Rückrunde deutlich an Punkten zulegen um den Rückstand auf die ersten beiden Plätze noch aufzuholen.

Die Ränge dahinter sind jedoch dicht besiedelt und so können beide Teams im Falle eines Sieges einige Plätze gutmachen. Dass es ein Spiel auf Augenhöhe werden wird, zeigt nicht nur die Tabellenposition, sondern auch das Hinspiel. In einem sehr guten und intensiven Kreisligaspiel trennten sich beide Mannschaften mit einem Remis.

Die Grünthaler wollen an die zuletzt erfolgreichen Spiele anknüpfen und der Kasparetti-Elf auch in diesem Spiel alles abverlangen. Das Restprogramm vor dem Winter ist alles andere als leicht, dennoch will die Reiter-Elf den einen oder anderen Platz nach vorne noch gut machen. PS

 




Miesbach auf Abstand halten

Am Freitag kommt das Tabellenschlusslicht TEV Miesbach in die Raiffeisen-Arena. Ab 19.45 Uhr brennt das Eishockey-Team des EHC Waldkraiburg dann auf den zweiten Saisonsieg. Zwei Tage später reisen die Löwen zum EV Regensburg, um sich ab 18 Uhr gegen die Eisbären so gut wie möglich zu verkaufen und vielleicht eine Sensation zu schaffen. Der Modus meint es eben nicht gerade gut mit dem EHC in dieser Saison.

Bekanntlich spielen die zwölf Teams der Oberliga Süd in diesem Jahr wie in der Vorsaison auch eine eineinhalbfache Runde. Bedeutet, gegen jede Mannschaft tritt man einmal zuhause und einmal auswärts an. Außerdem ist die Liga in sich in zwei Sechsergruppen unterteilt- die Gruppen setzen sich nach einem bestimmten Schlüssel, abhängig vom Abschluss-Tabellenplatz des Vorjahres, zusammen und diese Teams spielen in ihren jeweiligen „Gruppen“ nochmals mit Hin- und Rückspiel gegeneinander. So kommen am Ende alle Teams auf ihre gewünschte Anzahl an Spielen, gleichzeitig kann man aber auch den berühmten und unerwünschten „Griff ins Klo“ dabei machen wie der EHC Waldkraiburg.

Die Gruppe der Löwen besteht nämlich aus Miesbach, Rosenheim, Peiting, Landshut und Regensburg und bisher spielte man „nur“ schon doppelt gegen Peiting (aktuell Tabellenführer) und Rosenheim (Tabellenzweiter), außerdem gegen Regensburg (Tabellenvierter) und Aufsteiger Miesbach. Dass gegen diese Gegner die Trauben für die Löwen hoch hängen, war zwar abzusehen, doch zuletzt kam etwas Kritik auf und darum muss gegen Miesbach am Freitag im eigenen Stadion ein Sieg her für Kapitän Max Kaltenhauser und Co.

Der TEV Miesbach, der im Vorjahr sensationell den Höchstadter EC im Playoff-Viertelfinale ausschaltete und damit nach dem Abstieg 2009 wieder in die Oberliga zurückkehrte, konnte bisher noch keine Punkte einfahren. Allerdings hatte es das Team von Markus Wieland bisher schon zweimal mit den Schwergewichten Peiting (2:6 & 2:6) und Regensburg (4:7 & 4:9) zu tun, einmal mit dem ambitionierten EV Landshut (4:9) und eben mit Waldkraiburg (1:7) bei denen die erste Reihe mit den Kanadiern Ken Neil  und Brent Norris, sowie Kaltenhauser Alarm machten.

Im Rahmen ihrer Möglichkeiten möchten die Miesbacher arbeiten und nach Möglichkeit den Klassenerhalt schaffen, so die sympathische und verständliche Devise im Oberland. Die Ergebnisse sprechen auf dem Papier bisher zwar eine deutliche Sprache, doch hat sich der TEV noch längst nicht aufgegeben und kämpft in jedem Spiel bis zum Schluss. Ein Zeichen für den starken Teamgeist de TEV und so sollten auch die Löwen auf der Hut sein. Noch dazu kooperieren die Miesbacher mit Zweitligist Bad Tölz und von daher kann es auch immer wieder sein, dass hochtalentierte Nachwuchsspieler im Kader stehen, die die arrivierten Kräfte entlasten.

Wenig Entlastung werden die Löwen, die an diesem Wochenende hoffen, in Bestbesetzung antreten zu können, am Sonntag wohl auch in Regensburg haben. Der Tabellenvierte kommt immer mehr in Schwung, musste sich bisher nur Rosenheim mit 1:4 und am letzten Wochenende Landshut knapp mit 3:4 geschlagen geben. Das Team von Trainer Peppi Heiß hat mit 30 Treffern die gefährlichsten Angriff der Liga und gewann schon den ersten Vergleich gegen die Löwen mit 7:3, obwohl Waldkraiburg nach 20 Minuten noch mit 3:1 geführt hatte.

Karten für das Heimspiel am Freitag gegen den TEV Miesbach gibt es wie gewohnt Online bis 24 Stunden vor Spielbeginn unter ehcwaldkraiburg.com sowie am Spieltag selbst an den Abendkassen ab 18.15 Uhr. Außerdem im Vorverkauf in der Geschäftsstelle der Raiffeisen-Arena am Donnerstag zwischen 18 und 20 Uhr.

 




Ramerberg ist Vizemeister der Vorrunde

Wie bitter für Griesstätt: Zum Ende der Vorrunde reichte es gestern bei dem aktuellen Kreisklassen-Herbstmeister Emmering (unser Foto) nicht, man verlor das Spitzenmatch 0:2 und Team Maier fiel sogar auf den fünften Platz zurück. Dagegen eroberte Ramerberg durch ein 2:0 gestern in Schechen Rang zwei mit dem achten Sieg in Folge durch Treffer von Basti Möll und Peter Maier. Auch Rott überholte Griesstätt durch einen Golden-Goal-Erfolg bei den Söchtenauern dank Tobi Ganslmeier und dank des besseren Torverhältnisses. Babensham wiederum sitzt (wie bereits berichtet) zudem den Griesstättern im Nacken.

Während die Oberndorfer morgen, Dienstag, im Nachholspiel bei den Vogtareuthern eine schwere Partie vor sich haben und am Freitag außerdem auch noch zum Derby bei den Rottern antreten, musste sich Eiselfing erneut mit einem Remis zufrieden geben: 1:1 hieß es gestern am Ende beim Liga-Schlusslicht Schwindegg, wodurch die Kölbl-Truppe plötzlich dem Keller näher ist, als der Spitzentruppe.

Rechtmehring konnte seinerseits nicht in Vogtareuth punkten und befindet sich am Ende der Vorrunde vier Punkte über dem leidigen Relegationsplatz im Kreisklassen-Erhaltungskampf.

Foto: TSV Emmering

So wurde gestern der Kreisklassen-Hit in Emmering gespielt (rechts Griesstätt):

keeper Andreas Kleinguetl 1 1 Anton Freiberger keeper
player Peter Mayr 2 2 Niklas Pauker substition guest player
player Marinus Riedl 3 3 Gerhard Hamberger player
player Michael Maier 4 4 Daniel Rafschneider substition guest player
player Maximilian Gressierer 5 6 Benjamin Lemhoefer player
captain Martin Breu 6 7 Josef Ott player
player substitution home Florian Huber 7 8 Johannes Thaller player
player Simon Riedl 8 9 Martin Stadler player
player goal Michael Tuscher 9 10 Christoph Inninger yellow card captain
player Dominik Lohmaier 10 12 Andreas Suess player
player yellow cardsubstitution home Christ. Kirchlechner 11 13 Christopher Wimmer player
Ersatzbank
keeper Johann Deinzer 16 5 Stefan Hamberger substitute
substitute Franz Tuscher 12 11 Dominik Stiller substition guest substitute
substitute substitution home Christoph Beil 13 14 Markus Duczek substition guest substitute
substitute substitution homegoal Christoph Niedermaier 14
substitute Christian Breu 15
Trainer
Kramlinger, Christian Maier, Michael



Traumtor von Irfan Selimovic

Die Vorrunde ist durch für die Grünthaler in der Kreisliga und man sitzt auf einem entspannten Mittelfeldplatz – dank eines erneuten Dreiers gestern bei den Riederingern. Hart erkämpft: Das einzige Tor des Tages markierte der stark aufspielende Irfan Selimovic (unser Foto). Ein Traumtor …

Zu Beginn des Spiels tasteten sich beide Mannschaften ab und so ergaben sich in den ersten 30 Minuten so gut wie keine Torchancen. Dem Heimteam merkte man die Unsicherheit der letzten negativen Spiele an.

Nachdem zunächst noch ein Schuss von Philipp Asenbeck auf der Linie von einem Abwehrspieler geklärt werden konnte, fischte Riederings Keeper Wittmann dann einen Fallrückzieher von Irfan Selimovic gerade noch aus dem Winkel und lenkte die Kugel an den Pfosten – Pech für Grünthal.

Riedering versuchte nun stärker dagegen zu halten und kam immer wieder in die Nähe des Strafraums der Gäste – jedoch war die gewohnt gut stehende FCG-Vierkette nicht zu bezwingen. Bislang gab es erst acht Gegentore – die wenigsten der ganzen Liga!

Nach dem Seitenwechsel verstärkte die Reiter-Elf den Druck nach vorne und setzte alles daran, in Führung zu gehen. Diese waren zu Beginn der zweiten Spielhälfte geprägt durch Distanzschüsse der Grünthaler. Nachdem Patrick Schmid noch zweimal daneben zielte, machte es Irfan Selimovic in der 69. Spielminute besser.

Aus rund 25 Metern drosch er den Ball aus halbrechter Position haargenau in den linken Winkel – Marke Traumtor.

Der FCG wirkte sichtlich gelöst von dem Führungstreffer und versuchte nun mit einem weiteren Tor den Deckel zuzumachen. Der Schuss von Philipp Asenbeck klatschte jedoch nur an den Pfosten (72. Minute).

Der SV Riedering versuchte gegen Ende nochmal irgendwie nach vorne zu kommen, doch während der gesamten Partie war der Gastgeber unterm Strich einfach zu harmlos. Trotzdem lebte das Spiel bis zur letzten Minute von der Spannung, da es die Reiter-Elf versäumte, einen zweiten Treffer nachzulegen. Es blieb bei dem knappen Auswärtssieg der Truppe um Coach Hermann Reiter und feiert nun schon den dritten Sieg in Folge.

Mit insgesamt acht Gegentreffern stellen die Grünthaler zudem weiter die beste Defensive der Liga. Dies war auch dieses Mal wieder ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg.

Am nächsten Wochenende bestreitet der FCG wieder ein Auswärtsspiel. Dies ist bereits das erste Spiel der Rückrunde und hier ist man zu Gast beim punktgleichen und ambitionierten TSV Bad Endorf.

ps

So haben sie gespielt (rechts Grünthal):

keeper Johannes Wittmann 1 1 Thomas Asenbeck keeper
player Julian Wilhelm 2 2 Simon Schatzeder player
player Sebastian Rupp 3 3 Raimund Asenbeck player
player yellow card Michael Harter 4 4 Denis Reiter yellow card player
player Martin Rupp 5 5 Manuel Freutsmiedl substition guest player
captain yellow card Maximilian Harter 6 6 Patrick Schmid player
player substitution home Balthasar Ellmaier 7 7 Philipp Asenbeck yellow card captain
player Andreas Hiltner 8 8 Mirza Smajlovic player
player Thomas Stuhlreiter 9 10 Matthias Bernhart substition guest player
player substitution home Michael Staudacher 10 11 Michael Hochrinner substition guest player
player Simon Perr 11 14 Irfan Selimovic goal player
Ersatzbank
substitute substitution home Florian Schindler 12 21 Dominik Strohmaier keeper
substitute Maximilian Bauer 13 9 Pirmin Hornig substition guest substitute
substitute substitution home Seppi Weinzierl 14 12 Tobias Eberl substition guest substitute
substitute Stephan Tafelmaier 15 13 Jakob Obermayr substition guest substitute
15 Anton Manhart substitute
Trainer
Winkler, Johannes Reiter, Hermann



Peiting überflügelt die Löwen

Nichts zu holen gab es für den EHC Waldkraiburg am Sonntag in der Raiffeisen-Arena gegen den EC Peiting. Mit 1:5 musste sich das Team von Trainer Sergej Hatkevitch dem neuen Tabellenführer der Oberliga Süd geschlagen geben. Ein Doppelschlag in doppelter Überzahl brach den Löwen im zweiten Drittel dabei das Genick. Den einzigen Treffer für die Industriestädter erzielte Daniel Hämmerle.

Ziemlich geknickt verließen die Zuschauer am Sonntag die Raiffeisen Arena und wie so oft in solchen Situationen kamen auch die üblichen Kritiker unter ihren Steinen hervorgekrochen. Und man muss sagen, obwohl sie sich in den letzten Jahren aus Mangel an Misserfolg ja eher zurückhalten mussten, hatten die in dieser Zeit modernen ewig Schimpfenden auch nichts verlernt: Einer ganzen Mannschaft sprachen sie einfach ihre Tauglichkeit ab.

Ganz so schlimm war es zwar auch wieder nicht, denn Peiting ist keine Laufkundschaft und steht mit den besten Quoten in Überzahl und Unterzahl nicht umsonst an der Tabellenspitze, aber die Löwen müssen in Zukunft gegen „ihre“ Gegner wieder mehr zusammenstehen und 60 Minuten hart arbeiten, sonst spielen sie die Arena tatsächlich leer. Vor dem Spiel war klar, dass man unbedingt von der Strafbank fernbleiben muss, denn Peiting hatte zwei Tage zuvor beim 6:2-Erfolg gegen Miesbach fünf Tore in Überzahl erzielt. Die Löwen waren gewarnt, doch so wirklich geklappt hat es am Ende nicht.

Bereits nach 26 Sekunden hatte Max Kaltenhauser das 1:0 auf dem Schläger, doch konnte er den starken Querpass von Brent Norris nicht im leeren Tor versenken. Gut acht Minuten später setzte Bastian Rosenkranz einen Schuss knapp am Kasten von Florian Hechenrieder vorbei. Wenig später ab die erlösende Führung: Daniel Hämmerle traf zum 1:0 (10:03) für die Löwen. Nico Vogl hätte zwei Minuten später dann erhöhen können, doch es fehlten wenige Zentimeter.

Die Gäste dagegen rannten vergeblich an, die Löwen verteidigten aber sehr hoch und ließen die Peitinger nicht zur Entfaltung kommen. Mit der Pausensirene klappte es dann aber doch und Anton Saal, Peitings Top-Torjäger der Vorsaison, durfte jubeln (20.).

 

Ab dem zweiten Durchgang aber drehte Peiting auf, gleichzeitig ließen die Löwen ihre Form der ersten 20 Minuten wohl in der Kabine und das Spiel fand seine Vorentscheidung. Zunächst wurde Florian Stauder vor dem EHC-Tor kläglich allein gelassen und stellte auf 2:1 für den ECP (23:42), anschließend verloren die Löwen komplett die Ordnung und kassierten innerhalb von 74 Sekunden den Nackenschlag in diesem Spiel. Ty Morris nutzte erst eine doppelte Überzahl für das 3:1 (28:16), dann war es erneut Stauder der Peiting abermals in Überzahl auf 4:1 in Führung schoss (29:30).

 

Im Schlussdrittel jagte Florian Ullmann dann noch einen Puck an den Peitinger Pfosten (42.) und Hämmerle (45.) und Michael Trox (47.) hatten Chancen für die Industriestädter, die nun wieder etwas besser auftraten. Doch Peiting machte es gut, besann sich darauf, die Löwen zu keinem weiteren Tor mehr kommen zu lassen und lauerte selbst auf den nächsten Konter.

In Sachen Gastfreundschaft machte den Löwen an diesem Tag aber niemand etwas vor und so ermöglichte man Peiting nach 52 Minute erneut ein Überzahlspiel und bereits nach zehn Sekunden nutzte Ty Morris eben dieses zum 5:1-Endstand (52:21). Am kommenden Freitag geht es in der Raiffeisen Arena weiter gegen einen Gegner, der sich mehr auf Augenhöhe mit den Löwen befindet und so will das Team von Coach Hatkevtich jetzt zunächst Wunden lecken und dann ab 19:45 Uhr gegen den TEV Miesbach wieder erneut angreifen und die Kritiker zum schweigen bringen. GM

 

Eishockey Oberliga Süd 2017/ 2018, 6.Spieltag. EHC Waldkraiburg – EC Peiting 1:5 (1:1/ 0:3/ 0:1). Tore: 1:0 10:03 Hämmerle D. (Wagner L., Synowiec L.), 1:1 20:00 Saal A. (Weyrich F., Feueracker A.), 1:2 23:42 Stauder F. (Saal A., Kostourek M.), 1:3 28:16 Morris T. (Saal A., Miller B. PP2), 1:4 29:30 Stauder F. (Miller B., Morris T. PP1), 1:5 52:21 Maier S. (Morris T., Miller B. PP1). Strafen: EHC Waldkraiburg 16 Strafminuten, EC Peiting 12 Strafminuten + 10 Minuten (Morris T.). Zuschauer: 437.

 




Verdiente Niederlage in Haidhausen

Nach einem schwachen Auftritt musste sich die SG Reichertsheim-Ramsau der SpVgg Haidhausen mit 0:3 geschlagen geben. Auf dem ungewohnten Kunstrasen bestimmten die Hausherren die gesamten 90 Minuten. Nachdem man sich kurz abtastete, zeigte die Haidhausener Sturmreihe gleich mal ihre Gefährlichkeit.

Nach einem Freistoß zielte Niklas Stepanek aus zehn Meter knapp vorbei (12.).  Dann dribbelte sich der agile SpVgg-Stürmer Selcuk Altug durch die Abwehrreihen und traf zum Glück für die SG RR aus zwölf Meter nur den Pfosten (14.). Der Reichertsheim-Ramsauer-Angriff, der kurzfristig auf den erkrankten Markus Eisenauer und Andy Hundschell (Verletzung) verzichten mussten , konnte sich nur selten durchsetzen. Trotzdem fast der Führungstreffer für die Gäste – doch Sebastian Pichlmeier wurde zu weit nach außen abgedrängt und seine Hereingabe parallel zur Torlinie konnte noch geklärt werden (25.). Bei der folgenden Ecke kam Korbinian Klein am Fünfer zum Schuss, doch er zielte über das Gehäuse (26.).

Dann waren wieder die spielstarken Haidhausener am Zug, aber Aimen Hassan traf aus 16 Metern nur den Außenpfosten (32.) und sechs Minuten später war es wieder Hassan, der aus 20 Metern nur das Außennetz traf (38.).

Nach der Pause war Haidhausen weiter im Vorwärtsgang. Hassan Aimen vergab freistehend aus drei Metern In der 55. Minute folgte der verdiente Führungstreffer für die Hausherren. Nach einer Hereingabe zirkelte Pascal Stepanek die Kugel aus zwölf Meter flach zum 1:0 für Haidhausen ins lange Eck.

Die Münchner blieben weiter am Drücker und Aimen traf aus 14 Meter nur den Innenpfosten (65.). Mit einem direkt verwandelten Freistoß aus halblinker Position folgte dann das 2:0 für die Heimelf durch Dankiel Höpfinger (76.). Nur zwei Minuten später hatte SG-Stürmer Sebastian Pichlmeier den Anschlusstreffer auf dem Fuß, doch er zielte freistehend aus zehn Meter über den Kasten (78).

Die Schlussphase gehörte wieder der SpVgg Haidhausen. Erst scheiterte der durchgebrochene Lassan Boubacar noch an Keeper Matthias Löw (87.). Praktisch mit dem Schlusspfiff konnte Boubacar den SG-Torwart noch zum 3:0 überwinden (90.).

 

Trainer Michael Ostermaier (rechts) nach dem Spiel: „Uns fehlte heute die nötige Frische und auch die nötige Konzentration. Wir blicken aber nach vorne und wollen  am Freitag in Ebersberg wieder angreifen.“ WS

SG RR: Löw, Baumgartner (ab 57 Keilhacker), Neumaier, Schaberl T., Bauer, Klein, Sperr (ab 84 Hubl), Wieser A., Huber, Unterauer (ab 46 Maier), Pichlmeier.

 

Schiedsrichter: Müller (Sankt Wolfgang)

 

Tore: 1:0 Scialdone (55), 2:0 Höpfinger (76) 3:0 Boubacar (90)

 

Zuschauer: 150