Die um sich selbst Kreisenden

Einmal mit allem, bitte! Das kann man jetzt nicht nur beim Pizza-Essen sagen, sondern auch, wenn man eine dieser hochintelligenten Sportuhren kauft. Selbsterkenntnis durch Zahlen und Daten – die Selbstvermessung des Ichs! Ob mit dem Smartphone oder speziellen Uhren – alles, was mit Hilfe moderner Technologie beobachtet werden kann, wollen optimierte Menschen analysieren. Eher wohl ein Fluch, als ein Segen …

… außer aus extrem gesundheitlichen Gründen unbedingt notwendig.

Ganze Abende kann man mit Selbstvermessern diskutieren. Über Sinn oder Unsinn. Nein, danke, es kann einem übel werden. Den vielleicht gerade genau in diesem Moment wieder Schritte zählenden Sportlern sei in der Selbstvermesser-Sprache gesagt: Champions aren‘t made with fat technologie-clocks at their arms, Champions are made from something they have deep inside – a desire, a dream, a vision … so long, d‘Renate.




… oh, holder Herbst!

Spürt Ihr es, Ihr Oktober- und November-Geborenen, das Vibrieren in der Luft, das vom
Aufeinandertreffen des Morgennebels mit den letzten ums Überleben kämpfenden Sonnenstrahlen des Spätsommers herrührt? Riecht Ihr es, Ihr Kinder des ersten Nachtfrostes? Seit heute sind wir Oktoberer und Novemberer in unserem Element. Die Hitze des Sommers, sie ist endgültig Geschichte. Der nasse Schnee des Frühjahrs (nichts ist so langweilig, wie ein starkes Tauwetter im Januar – Shakespeare) lässt noch auf sich warten. Es ist endlich Herbst! Ganz offiziell. Freuen wir uns aufs bunte Laub und auf unsere Geburtstage! Ich grüße Euch, ihr Herbstgeborenen … moand da Huaba.




Da Huaba moand … ein mutiger Schritt!

Ein neues Konzept, ein generalsaniertes Haus, mehr als nur ein bisschen Farbe hier und da – das neue Innkaufhaus ist ein echter Hingucker, draußen wie drinnen. Und es bietet auf drei Etagen ein modernes Sortiment mit dem nötigen Hauch von Tradition. Für Wasserburg ist es geradezu überlebenswichtig. Es war und wird hoffentlich wieder ein Magnet für den ganzen Altlandkreis. Ohne das Innkaufhaus ist der Einzelhandel in der Stadt zumindest leicht in Schieflage. Heute wird das mit der Neueröffnung wieder gerade gerückt. Bleibt zu hoffen …

… dass es bei uns Kunden nicht nur beim Lippenbekenntnis bleibt: Einkaufen vor Ort, Einkaufen im Innkaufhaus, das heißt, die Stadt und den Altlandkreis stärken … moand da Huaba.




Ein überfälliger Wechsel!

Es war noch nie der modische Hit – diese grün-beige, nicht wirklich passgenaue Klei-
dung der bayerischen Polizei. Sie war zwar einst vom Modeschöpfer Heinz Oestergaard entwickelt und ab 1972 bei allen deutschen Landespolizeien und dem Bundesgrenzschutz eingeführt worden. Aber unglaubliche 45 Jahre ist das her – der Kragen verrät es: Nun weicht das triste und unförmige Grün-Beige also auch in unserer Region endlich einer hochmodernen, mit funktionellen Textilien ausgestatteten, zeitgemäßen Dienstkleidung. Außer der Farbe ändert sich allerdings für die Bürger nichts.

Die Polizei sorgt weiterhin bei Hitze, Kälte, Regen oder Schnee für die Sicherheit. Und immer 24 Stunden am Tag und in der Nacht … moand d‘Renate.




Ein Kino-Trailer zum Erbrechen

Wenn der Trailer zum neuen Film „Fack ju Göhte 3“ derzeit vorab in den Kinos gezeigt wird, dann lachen die einen und den anderen könnte man einen Eimer zum Erbrechen hinstellen! Ja, Teil 1 und Teil 2 waren größte Erfolge in der deutschen Kinogeschichte und mit Teil 3 soll nun, na klar, genau dort angeknüpft werden. Doch ausgerechnet in dieser Komödie aus einer Schule ist – dem Trailer nach zu urteilen – das (Bildungs-) Niveau in ungeahnte Abgründe gefallen. Er zeigt leider nur das …


Elyas M‘Barek macht sich in diesen wenigen Minuten des Trailers über die ertrinkenden Flüchtlinge im Mittelmeer lustig und die unglaubliche Chantal fragt eine Uschi Glas als Rektorin, „ob sie Hitler gekannt habe und wie er denn so gewesen sei“.

Eine, die für den großen Erfolg der beiden ersten Teile in der Hauptsache verantwortlich war – die Schauspielerin Karoline Herfurth als Lehrerin Elisabeth Schnabelstedt – macht
bei diesem Teil 3 nicht mehr mit. Trotz sicher lukrativer Lohn-Versprechungen. Danke, Karoline … moand d‘Renate.




Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!

Es war geradezu unglaublich: Wer am Pfaffinger Feuerwehrhaus irgendwann in den vergangenen vier Wochen auf d‘Nacht vorbei gekommen ist, der hat sie
täglich dort gesehen – die Mitglieder der Feuerwehr. „Scho wieda? Wos machan denn de do eigentlich“, werd se so mancher gfragt ham. Unzählige Stunden im Sonder-Trainings-Einsatz sozusagen. Mitten im Sommerurlaub! Und immer mit ganzem Herzen, um ihm im Notfall helfen zu können: Wem? Dem Nächsten …

Es ging und geht auch noch in dieser Woche bis zum morgigen Donnerstag um das nagelneue Hilfeleistungs-Löschfahrzeug (HLF) der Gemeinde, das seit Mitte Juli in der Halle steht und ab der nächsten, spätestens der übernächsten Woche eingesetzt werden kann. Mit umfangreicher, moderner Ausstattung, bei der jeder Handgriff künftig sitzen muss. Deshalb die viele freie Zeit, die geopfert werden musste, um zu lernen. Ich vergaß etwas Besonderes für unsere so optimierte Ego-Gesellschaft zu erwähnen: EHRENAMTLICH! … erinnert d’Renate.




Da Huaba moand … lobenswert!

Sie sprießen seit Jahren aus dem Erdboden wie die Schwammerl im Herbst: Kreisverkehre. Kaum eine Gemeinde, kaum ein Ort in Stadt und Altlandkreis, der keinen sogenannten Kreisel hat. Sie sind in Mode – weil sie den Verkehr sicherer machen. Wie sicher, davon können zum Beispiel die Albachinger ein Lied singen. Jahrzehntelang gab es beinahe im Monatsrhythmus an der Kreuzstraße schwere und schwerste Unfälle. Seit dem Bau des Kreisverkehrs vor Jahren nicht einen einzigen mehr …


Auch in Eiselfing entschärft man jetzt einen Unfallschwerpunkt mit einem solchen Kreisel. Der Gemeinde war der Bau so wichtig, dass man sogar bei der Finanzierung dabei ist, obwohl man das nicht müsste.
Eine lobenswerte Einstellung, ein lobenswertes Projekt … moand da Huaba.




Unsere Glücksfee im Voistress

Jetzt musst ma aufpassen – ned, dass die Gewinnerin von unserer Sommer-Verlosung statt des Hotel-Gutscheins für Tirol de Kino-Kartn fürn Stoa in Edling griagt hod. Bei unsere zahlreichen Verlosungs-Aktionen und Gewinnspielen konn ma zur Zeit scho moi an Überblick verlieren. Ob Wellness-Kurzurlaub, Sommer-Festival in Albaching (siehe Plakat – lafft heid no bis Mittag 12 Uhr!), tolle Preise für den schönsten Bart in Stadt und Land oder einfach nur für einen tollen Freiluft-Abend mitm Gottwald Rainer seim Kino in Edling – derzeit hod de Losfee wirklich an ziemlichn Stress. Des Guade daran: Unsere Leser sind auf jeden Fall richtige Gewinner … gfreid se de Redaktion.




… ohne is aa nix!

Ganz gwiss, er macht a bisserl älter, ois ma wirklich is. A so a Bart, der hod scho wos Gstands, wos Solides. Und er is scho a ganz scheens Zeitl modern. Aba er hod aa seine Schattenseitn. Manchmoi vofangt se da Senft beim Weißwurstessen in de Barthaar, wos ned wirkle dekorativ is. Oda da Schaum vom Bier rinnt einem zwischen den Barthaaren hinunter und tropft auf das Hemad. Aa ned wirkle schee. Ganz bläd is da Bart beim Schnupfa, weil se da Schmeitzler gern unter der Nasn verfängt. Trotzdem sog i: Ohne, Bart is‘s aa nix. Und deshoib machan mia jetzt unsern haarigen Wettbewerb. Mia sand scho gspannt, wia de auschaugn werdn, de schönsten Bärt in Stadt und Altlandkreis Wasserburg. Mitmacha … moand da Huaba.

Siehe auch …

Des werd a haarige Sach!




Ihr werdet mir fehlen …

Es riecht ein bisserl nach Dung, nicht zu scharf, eher mild. Durch den sanften Wind vom Inn herauf verdünnt, weht ein leichter Hauch von Stall. Ruhig und gelassen kaut das Viech meist auf dem Bauch liegend genüsslich auf irgendeinem Gewächs herum. Sinnbefreit, aber mit höchster Konzentration. Manchmal stößt es einen sanften, zurückhaltenden Ton aus, leise, wie das Summen eines verstellten Radios. Es bewegt sich nur, wenn es unbedingt muss. Sein Höcker hängt ihm lässig über die Schultern. Marschiert ein nervöser Waggerl laut bellend mit seinem Herrchen vorbei, macht es große Augen, das Kamel. Sonst nichts. Null, nada, niente. Die Kamele unten am Gries sind Inseln der Ruhe und Gelassenheit. Ich könnte sie stundenlang von unserer Terrasse aus beobachten. Leider nicht mehr lange. Am Sonntag ist Schluss mit Zirkus und Theater in Wasserburg. Kamele, ihr werdet mir sehr fehlen … moand da Huaba.