Neuer Anlauf der Löwen

Am dritten und vierten Spieltag der Verzahnungsrunde geht es für den EHC Waldkraiburg gegen den EV Füssen und den TEV Miesbach. Dabei reist die Mannschaft der Piskunov-Brüder am heutigen Freitag zum Spiel um 19.30 Uhr ins Ostallgäu, am Sonntag gastiert der TEV Miesbach um 17.15 Uhr in der Raiffeisen-Arena. Nach den Auftaktniederlagen gegen den EHC Klostersee und Bad Kissingen gibt es einen Appell aus der Mannschaft an die Fans der Löwen …

Der EV Füssen wurde Meister der Bayernliga-Vorrunde und gewann dabei 18 der 26 Vorrunden-Spiele. Mit 79 Gegentoren verfügte man dabei über die zweitbeste Defensive nach Klostersee (76) und die 124 erzielten Treffer waren der drittbeste Wert der Liga, den nur Erdings (125) und Landsbergs Offensivmaschinerie toppen konnte (143). 2015 zog sich der 16-fache Deutsche Meister aus der Oberliga in die Bezirksliga zurück und startete einen Neuanfang, bei dem der Weg bisher nur nach oben führt.

2016 stieg man als Meister aus der Bezirksliga auf, ein Jahr später ging es als Meister der Landesliga ins bayerische Eishockey-Oberhaus. Im vergangenen Jahr beendete man die Vorrunde und die Verzahnungsrunde jeweils auf dem fünften Rang, nun folgte mit dem Vorrunden-Titel der nächste Schritt. Mit dem US-Verteidiger Tyler Wood und dem kanadischen Stürmer Samuel Payeur hat man zwei Kontingentspieler im Kader, jedoch drehen auch Altmeister wie Eric Nadeau oder Ron Newhook und Markus Vaitl ihre Runden am Kobelhang, die den EHC-Fans aus früheren Tagen sicher noch ein Begriff sind.

Am ersten Spieltag der Verzahnungsrunde ließ man gegen den TSV Erding Gladiators keine Zweifel aufkommen und gewann am Ende mit 6:3- der 44-Jährige Nadeau traf dabei doppelt, Vaitl und Newhook je einmal. Gegen Landsberg am zweiten Spieltag hatte das Team von Trainer Andreas Becherer, der im letzten Sommer Erfolgscoach Thomas Zellhuber beerbte, zwar mit 2:3 das Nachsehen, der entscheidende Treffer fiel allerdings erst knapp sieben Minuten vor dem Ende.

Erst ein Spiel absolviert hat der TEV Miesbach, der am Sonntag in der Raiffeisen-Arena erwartet wird. Die Auftaktbegegnung zuhause gegen Königsbrunn wurde abgesagt, da die Anreise der Gäste nicht möglich war, am letzten Sonntag gewann man dann gegen Erding in eine packenden Begegnung mit 7:4. Nach einer 3:0- und 4:1-Führung schafften die Gladiators dabei den 4:4-Ausgleich nach 47 Minuten, dann zog der TEV aber nochmals an und nahm die drei Punkte mit. Die Mannschaft von Trainer Simon Steiner, der Miesbach im Frühjahr 2017 in die Oberliga geführt hatte, dann ging und erst im Januar 2018 wieder das Kommando an der Bande übernahm, beendete die Bayernliga-Vorrunde auf dem fünften Platz hinter Füssen, Landsberg, Erding und Bad Kissingen mit 13 Siegen und 13 Niederlagen. Dabei kassierte man nur 81 Gegentore und erzielte selbst 106 Treffer.

MANNSCHAFT APPELLIERT AN DIE EHC-FANS

Beim EHC Waldkraiburg stand der ohnehin schief hängende Haussegen nach dem Auftaktwochenende in der Verzahnungsrunde schon fast senkrecht. Mit Petr Gulda hat den Verein ein weiterer Spieler inzwischen verlassen. Die finanzielle Situation bleibt weiter angespannt, entsprechend überschaubar sind die Möglichkeiten von Nachverpflichtungen für einen Verein, der nach dem letzten Tabellenplatz in der Oberliga auch in der Verzahnungsrunde aktuell die rote Laterne innehat. Da hält sich auch die Bereitschaft verfügbarer Spieler in Grenzen, selbst wenn sie bezahlbar wären.

Dennoch kommt aus dem Kreis der Mannschaft der Löwen der Appell an die Fans, weiter zu ihnen zu stehen.

Vor der Saison hatten elf Spieler den EHC verlassen, dafür waren nur sieben Akteure verpflichtet worden. Während der Saison sind nun weitere acht Mann gegangen oder haben mit dem Eishockey aufgehört – von diesen wurden auch nur die beiden Kontingentspieler Tomas Rousek und Kiril Galoha durch Bobby Chaumont und Povilas Verenis ersetzt, zudem kamen mit Daniel Schmidt und Dennis Ladigan aus Trostberg nur zwei Spieler zurück.

Der auf dem Eis stehenden Mannschaft ist klar, dass die Fans in diesem Jahr nicht mit Erfolgen verwöhnt wurden, doch geschah dies sicherlich nicht mit Absicht. Sie wollen aber dennoch versuchen, die Kohlen aus dem Feuer zu holen und setzen auf ihre wirklich treuen Anhänger, damit sie weiter unterstützt und dann auch wieder gemeinsam Erfolge gefeiert werden können.

Tickets für das Heimspiel am Sonntag gegen Miesbach gibt es wie immer Online bis 24 Stunden vor Spielbeginn unter ehcwaldkraiburg.com, außerdem im Vorverkauf auf der Geschäftsstelle der Raiffeisen Arena am Donnerstag zwischen 18 und 20 Uhr und am Spieltag an den Kassen, die um 15.45 Uhr öffnen.




Wohin mit den Akten?

PR – Das ist die Lösung, für alle, die Zuhause oder im Geschäft, in der Kanzlei oder in der Praxis zu wenig Platz haben: Bei „Deine Lagerbox“ in Eiselfing können ab sofort nagelneue „MiniBoxen“ mit einem Lagervolumen von einem Kubikmeter (100x100x100 Zentimeter) für 28 Euro im Monat gemietet werden. „Deine Lagerbox“ hat wegen der großen Nachfrage jetzt nochmals 50 solcher Boxen neu eingerichtet.

Wer trockene, sauber Lagerräume für die Archivierung von Akten im Großraum Rosenheim und München sucht, ist hier genau richtig. Die „MiniBoxen“ in Eiselfing sind dafür die perfekte Lösung.

Ganz besonders interessant sind die Lagerräume für Gewerbebetriebe, die einen Self-Storage-Partner im Großraum Rosenheim-Chiemgau suchen. Für Rechtsanwaltskanzleien und Steuerkanzleien bietet „Deine Lagerbox“ eine Akteneinlagerungen mit hohem Sicherheitsstandard an.

 

 

Aber damit nicht genug: „Deine Lagerbox“ bietet Lagermöglichkeiten für praktisch jede Anforderung – ob 2m², 3m², 4m² oder 5m². Jeder Lagerraum ist möglich und das bis zu 440m².

 

Direktkontakt:

Deine Lagerbox GmbH

Ziegeleistraße 7

83549 Eiselfing

Telefon 08071-90 33 83

www.deinelagerbox.de

 




Knappe Niederlage gegen Bad Kissingen

Der EHC Waldkraiburg hat auch das zweite Spiel der Verzahnungsrunde verloren. Die Löwen unterlagen am Sonntag im Heimspiel in der Raiffeisen-Arena gegen die Wölfe vom EC Bad Kissingen mit 2:3. Die einzigen Treffer für die Industriestädter erzielten Nico Vogl und Povials Verenis, der damit sein erstes Tor im Trikot der Löwen feiern konnte.

Nach dem 2:9 beim EHC Klostersee am Freitag war bei den Löwen für Sonntag eigentlich Wiedergutmachung angesagt und zumindest zu Beginn der Begegnung gegen den Tabellenvierten der Bayernliga-Vorrunde sah es auch noch gut aus. Denn Nico Vogl traf früh zur Führung für die Hausherren (03:38). In der Folge ließen sich die Löwen aber vermehrt den Schneid abkaufen von den Gästen aus Unterfranken und der Deutsch-Tscheche Jakub Revaj, der im Sommer aus Höchstadt zu den Wölfen gekommen war, traf noch vor der ersten Pause zum verdienten Ausgleich (16:19).

 

Das zweite Drittel ging dann komplett an die Gäste und die Löwen müssen sich vorwerfen lassen hier die Partie aus der Hand gegeben zu haben. Früh vergab der Deutsch-Russe Anton Seewald aus aussichtsreicher Position die Führung für die Gäste (26. Minute), neun Minuten später rettete EHC-Keeper Korbinian Sertl der Pfosten gegen den Deutsch-Kanadier Kevin Marquardt. Nur Sekunden später aber die verdiente Führung für die Gäste durch den Deutschen mit weißrussischen Wurzeln, Anton Zimmer. Die Hausherren bekamen die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel und Zimmer schlug zu (35:35). Nur 85 Sekunden später dann die Vorentscheidung: Marquardt traf zum 3:1 (37:00). Die Trainer der Löwen, Alex und Sergej Piskunov nahmen ihre Auszeit und versuchten, das Team wieder auf Kurs zu bringen, doch die beste Chance im Rest des zweiten Drittels hatten die Gäste mit Christian Masel, der aber nur den Pfosten traf.

 

Im Schlussabschnitt hatte Nico Vogl dann früh die Chance mit seinem zweiten Tor zu verkürzen, doch fehlte im Abschluss die Genauigkeit. Anschließend häuften sich wieder die Fehler, wegen sechs Mann auf dem Eis setzte es für die Löwen eine Strafzeit, das eigene Powerplay verdiente sich das Prädikat harmlos, wobei diese Formulierung noch zu gefährlich klingt. Neuzugang Povilas Verenis verkürzte per Abstauber in den Schlussminuten zwar noch auf 2:3 (54:46) und in der letzten Minute wurde Keeper Sertl durch einen weiteren Angreifer ersetzt, der Ausgleich sollte aber nicht mehr gelingen.

 

AUCH PETR GULDA VERLÄSST DEN EHC WALDKRAIBURG

 

Nach dem Spiel wurde den Verantwortlichen der Löwen mitgeteilt, dass auch Petr Gulda die Industriestädter verlassen wird. Der 28-Jährige Allrounder, der als Verteidiger im Sommer vom EHC Timmendorfer Strand 06 gekommen und auch in der Offensive eingesetzt worden war, hat in 32 Spielen der Oberliga-Hauptrunde drei Tore erzielt und weitere 16 Treffer vorbereitet. In den beiden bisherigen Spielen der Verzahnung war er punktlos geblieben. Der EHC Waldkraiburg bedankte sich bei Petr Gulda für die erbrachten Leistungen und wünschte ihm für die Zukunft alles Gute. GM

 

Eishockey Oberliga-Verzahnungsrunde 2018/ 2019, 2. Spieltag. EHC Waldkraiburg – EC Bad Kissingen 2:3 (1:1/ 0:2/ 1:0). Tore: 1:0 03:38 Vogl N. (Hradek C.), 1:1 16:19 Revaj J. (Freibergs K., Bär S.), 1:2 35:35 Zimmer A. (Seewald A., Nold E.), 1:3 37:00 Marquardt K. (Nold E.), 2:3 54:46 Povilas V. (Hradek C., Seifert P.). Strafen: EHC Waldkraiburg 4 Strafminuten, EC Bad Kissingen 8 Strafminuten. Zuschauer: 655.




Weiden zieht den Löwen den Zahn

Am vorletzten Spieltag der Hauptrunde der Oberliga Süd kassierte der EHC Waldkraiburg beim Auswärtsspiel bei den Blue Devils Weiden eine 2:4-Niederlage. Die einzigen Tore für die Löwen erzielten Daniel Hämmerle (Foto) und Bobby Chaumont. Zumindest die personelle Situation des EHC macht vor Beginn der Verzahnungsrunde mit den besten acht Teams der Bayernliga am kommenden Freitag aber etwas Hoffnung. Auftaktgegner sind die Grafinger vom EHC Klostersee …


17 Mann und zwei Torhüter konnten EHC-Coach Sebastian Wolsch in seinem vorletzten Spiel als Trainer des EHC Waldkraiburg – ab dem 7. Januar betreuen die Brüder Sergej und Alex Piskunov die Industriestädter, wie unter der letzten Woche vermeldet – aufbieten. Ein personeller Luxus, den es in dieser Form in den letzten Wochen selten bis nie gab.

Rechtzeitig zur Verzahnungsrunde scheint sich das Lazarett damit zu lichten, auch Leon Decker und Michail Sokolov waren beispielsweise wieder mit dabei. Konstantin Kessler, der zuletzt mit starken Leistungen die Spiele offen hielt und zum Teil mit gewann, stand wieder im Tor der Löwen, kurz vor der ersten Drittelpause musste er sich aber dem starken Weidener Kontingentspieler Tomas Rubes geschlagen geben (19:14).

Im zweiten Drittel schlug dann Rubes Kollege Matt Abercrombie aus Kanada zu und stellte nach einer knappen halben Stunde auf 2:0 für die Gastgeber (29:50). Kurz drauf erhöhte Marcel Waldowsky sogar auf 3:0 (31:40) und nahezu allen der knapp 1000 Zuschauer war klar, dass es für die Löwen nun richtig schwer werden würde. Zwar keimte auf Seiten der Industriestädter die Hoffnung nach Daniel Hämmerles Anschlusstreffer in Überzahl zum 1:3 aus Sicht des EHC (33:38) nochmals auf.

Im Schlussdrittel aber machte Matt Abercrombie mit seinem zweiten Tor des Spiels den Sack mehr oder weniger zu (53:02). Daran konnte auch Bobby Chaumonts 16. Saisontor im 17. Spiel nicht mehr viel ändern (58:14), denn die Partie war zu diesem Zeitpunkt schon fast beendet.

Die Hauptrunde der Oberliga Süd endet am heutigen Sonntag für die Löwen mit dem Spiel gegen Höchstadt. Inzwischen steht auch fest, was in den kommenden Wochen ansteht … siehe unten!

mg

Die Verzahnungsrunde mit den besten acht Teams der Bayernliga beginnt am kommenden Freitag, 11. Januar! Als Vertreter der Oberliga tritt neben Waldkraiburg auch der SC Riessersee an, für den schon vor Beginn der Saison festgelegt wurde, dass er wegen der finanziellen Situation nach der Oberliga-Hauptrunde auf den letzten Tabellenplatz zurückgestuft wird.

Neben Garmisch und den Löwen sind aus der Bayernliga Vorrundenmeister Füssen, der HC Landsberg, die Erding Gladiators, der EC Bad Kissingen, die Eishackler aus Peißenberg, der TEV Miesbach, Königsbrunn und der EHC Klostersee dabei.

Gespielt wird in der Verzahnung eine Einfachrunde, bestehend aus Hin- und Rückspiel. Platz 1 und 2 qualifizieren sich für die Oberliga-Saison 2019 / 2020, die vier besten Bayernligisten der Verzahnung spielen anschließend im Modus „Best of 3“ die Bayernliga-Meisterschaft aus. Hier die Termine in der Übersicht:

Fr. 11.01.19, 20:00 Uhr, EHC Klostersee – EHC Waldkraiburg, So. 13.01.19, 17:15 Uhr, EHC Waldkraiburg – EC Bad Kissingen, Fr. 18.01.19, 19:30 Uhr, EV Füssen – EHC Waldkraiburg, So. 20.01.19, 17:15 Uhr, EHC Waldkraiburg – TEV Miesbach, Fr. 25.01.19, 20:00 Uhr, EHC Königsbrunn – EHC Waldkraiburg, So. 27.01.19, 17:15 Uhr, EHC Waldkraiburg – Erding Gladiators, Fr. 01.02.19, 20:00 Uhr, EHC Waldkraiburg – SC Riessersee, So. 03.02.19, 17:00 Uhr, HC Landsberg – EHC Waldkraiburg, Fr. 08.02.19, 19:30 Uhr TSV Peißenberg – EHC Waldkraiburg, So. 10.02.19, 17:15 Uhr EHC Waldkraiburg – TSV Peißenberg, Fr. 15.02.19, 20:00 Uhr, EC Bad Kissingen – EHC Waldkraiburg,

So. 17.02.19, 17:15 Uhr, EHC Waldkraiburg – EHC Klostersee, Fr. 22.02.19, 20:00 Uhr, EHC Waldkraiburg – EV Füssen, So. 24.02.19, 18:00 Uhr, TEV Miesbach – EHC Waldkraiburg, Fr. 01.03.19, 20:00 Uhr, EHC Waldkraiburg – EHC Königsbrunn, So. 03.03.19, 18:00 Uhr. Erding Gladiators – EHC Waldkraiburg, Fr. 08.03.19, 20:00 Uhr EHC Waldkraiburg – HC Landsberg, So. 10.03.19, 18:00 Uhr, SC Riessersee – EHC Waldkraiburg.

 




Schöne Bescherung beim EHC

Mit zwei Punkten und einem 5:4-Sieg nach Verlängerung beschenkten sich die Löwen aus der Industriestadt am Sonntag beim Auswärtsspiel in Höchstadt. Nach früher Führung ging es munter hin und her zwischen bei beiden Bayernliga-Finalisten von 2016, eine 4:2-Führung für den EHC egalisierten die Alligators 19 Sekunden vor dem Ende. In der Overtime wurde Kiril Galoha zum EHC-Christkind und sicherte mit einem Penalty den zweiten Saisonsieg.

Mit gerade einmal 13 Feldspielern und zwei Torhütern reisten die Löwen zum traditionell schweren Spiel beim Höchstadter EC. Doch die Industriestädter zeigten wieder einmal ihr großes Kämpferherz und wurden diesmal auch endlich belohnt. Bereit nach 22 Sekunden brachte Christof Hradek den EHC mit 1:0 in Führung (00:22), noch bevor die erste Spielminuten abgelaufen war glich Vitalij Aab aber für die Gastgeber aus (00:56). Die Löwen aber gaben nicht auf, im Gegenteil, sie zeigten mit einer der besten Saisonleistungen und Michael Rimbeck brachte seine Farben noch vor der Pause wieder in Front (14:17).

 

Im zweiten Drittel schlug Höchstadt mit Ales Kreuzer aber erneut zurück und sorgte für den erneuten Ausgleich (23:32). Keine sechs Minuten später war jedoch Torjäger Bobby Chaumont wieder da für die Löwen und traf zum 3:2 (29:04). Mit dieser knappen Führung ging es in die zweite Pause, ehe sich die Partie im Schlussdrittel zu einer noch packenderen Begegnung entwickelte.

 

Zunächst erzielte der stark aufspielende Kiril Galoha das 4:2 für die Waldkraiburger (47:11), allerdings ließen sich die Gastgeber davon nicht aus der Ruhe bringen. Die technisch versierten und spielstarken Alligators kamen mit Richard Stütz dann auch fast umgehend wieder heran (48:22). 19 Sekunden vor dem Ende traf Martin Vojcak dann auch zum Ausgleich (59:14). Verlängerung ist in dieser Saison bislang nicht wirklich die Spezialität des EHC gewesen, der sich bereits sieben Mal in der Overtime oder im Penaltyschießen hat geschlagen geben müssen. Aber nicht an diesem Abend vor Weihnachten. In Waldkraiburger Unterzahl bekamen die Löwen einen Penalty zugesprochen und Kiril Galoha krönte seine Leistung mit dem entscheidenden Treffer zum 5:4 und wurde so zum EHC-Christkind. GM

 

Eishockey Oberliga 2018/ 2019, 26.Spieltag. Höchstadter EC – EHC Waldkraiburg 4:5 n.V. (1:2/ 1:1/ 2:1/ 0:1). Tore: 0:1 00:22 Hradek Ch. (Trox M., Rimbeck M.), 1:1 00:56 Aab V. (Seibel O., Neugebauer J.), 1:2 14:17 Rimbeck M. (Trox M., Hradek Ch.), 2:2 23:32 Kreuzer A. (Nedved O., Petrak M.), 2:3 29:04 Chaumont R. (Galoha K., Trox M.), 2:4 47:11 Galoha K. (Chaumont R., Gulda P.), 3:4 48:22 Stütz R. (Aab V., Cejka M.), 4:4 59:14 Vojcak M. (Nedved O., Lenk L.), 4:5 64:20 Galoha K. (Penalty). Strafen: Höchstadter 6 EC Strafminuten, EHC Waldkraiburg 4 Strafminuten. Zuschauer: 860.




Keine „staade Zeit“ für die Löwen

Eine alles andere als „staade Zeit“ erwartet die Eishockeyspieler der Oberliga Süd und damit auch die Jungs vom EHC Waldkraiburg. Am Freitag, 21. Dezember, erwarten die Löwen um 20 Uhr die Blue Devils Weiden in der Raiffeisen-Arena. Am 23. Dezember tritt der EHC ab 18 Uhr beim Höchstadter EC an und am zweiten Weihnachtsfeiertag geht es um 18 Uhr beim EV Landshut zur Sache. Bis zum 6.Januar stehen dann noch die weiteren, letzte fünf Oberliga-Hauptrunden-Partien auf dem Programm.

Es wird nicht leichter für die angeschlagenen Löwen und das dünne Team von Cheftrainer Sebastian Wolsch, das in diesen Tagen ohnehin bereits auf der letzten Rille läuft muss sich über die Weihnachtszeit nochmal richtig strecken. Mit den Blue Devils Weiden kommt am Freitag ein unangenehmer Gegner in die Raiffeisen Arena, der den EHC erst Anfang des Monats mit 10:3 in seine Einzelteile zerlegt hatte. In der Zwischenzeit duellierte sich Weiden zweimal mit dem EV Landshut und konnte dabei im Heimspiel mit 3:2 in der Verlängerung gewinnen, beim ruhmreichen EVL dagegen musste man sich am letzten Sonntag mit 3:5 geschlagen geben.

Mit Verteidiger Daniel Willaschek und den Angreifern Lukas Zellner, Marco Habermann, Philipp Siller und dem Tschechen Tomas Rubes soll es aktuell zwar fünf angeschlagene und verletzte Spieler geben, doch die medizinische Abteilung der Blue Devils wird sicherlich alles erdenkliche tun, damit die meisten dieser Herren am Freitag in der Raiffeisen Arena auf dem Eis stehen können. Weiden steht auf dem neunten Tabellenplatz mit drei Punkten Rückstand auf Selb und nur zwei Punkte hinter ihnen lauert Lindau- auf die leichte Schulter werden die Blue Devils die Partie also gewiss nicht nehmen.

Einen Tag vor Weihnachten machen sich die Löwen dann auf die Reise zum aktuellen Tabellensiebten nach Höchstadt. Geschenke möchte man beim Aufsteiger aber nicht verteilen, wenngleich das auch nicht gerade leicht werden dürfte. Die bisherigen beiden Duelle gingen jeweils in die Verlängerung, beide Mal mit dem besseren Ende für die Alligators aus Höchstadt. Zum letzten Mal sah man sich Anfang Dezember in der Industriestadt, als der HEC mit 4:3 die Nase vorn hatte. Danach kassierte die Mannschaft von Martin Ekrt zwar drei Niederlagen gegen Peiting (3:5), in Garmisch (1:4) und in Regensburg (3:6) – zuletzt ließ man aber mit einem 3:2-Heimsieg gegen den Tabellenführer von der Donau aufhorchen. Die Formkurve zeigt also nach oben beim Endspielgegner aus dem Bayernliga-Finale 2016, das gefühlt schon Ewigkeiten zurückliegt. Ex-Nationalspieler Vitalij Aab mit 29 Punkten (13 Tore) und Michal Petrak mit 26 (11 Tore) führen nach wie vor die interne Scorerliste der Alligators an, Ondrej Nedved ist punktbester Verteidiger mit acht Treffern und zehn Assists in 24 Partien.

Gleich drei der zehn besten Scorer aus der gesamten Oberliga stehen beim EV Landshut unter Vertrag, der am zweiten Weihnachtsfeiertag die Löwen empfängt. Maximilian Forster (15 Tore und 19 Vorlagen in 24 Spielen) auf Rang 6, sein tschechischer Teamkollege Miloslav Horava (12 Tore, 22 Assists in 24 Spielen) direkt dahinter und Marc Schmidpeter auf Platz zehn mit 33 Punkten aus 24 Partien (16 Treffer). Mit zehn Punkten Rückstand auf Liga-Primus Regensburg liegt Landshut mit 47 Punkten derzeit auf Rang vier und damit auch hinter den selbst auferlegten hohen Ansprüchen.

Zwischenrunde und Playoffs sind und dürften aber kein Problem sein und Trainerfuchs Axel Kammerer weiß, wann seine Mannen voll im Saft stehen müssen. Mit 103 Treffern verfügt der EVL über die drittbeste Offensive, mit 61 Gegentoren stellt man zudem die beste Verteidigung. Zum Vergleich: Der EHC Waldkraiburg kassierte mit 128 Gegentoren mehr als doppelt so viele Treffer. In den zehn letzten Spielen ging Landshut acht Mal als Sieger vom Eis, die beiden Niederlagen gegen den SC Riessersee (2:3) und Weiden kassierte man erst nach Ende der regulären Spielzeit im Penaltyschießen oder Verlängerung.

Karten für das letzte Heimspiel des EHC Waldkraiburg vor Weihnachten, am Freitag um 20 Uhr gegen die Blue Devils Weiden, gibt es wie üblich online unter ehcwaldkraiburg.com bis 24 Stunden vor Spielbeginn. Außerdem im Vorverkauf auf der Geschäftsstelle am Donnerstag zwischen 18 und 20 Uhr sowie am Spieltag an den Abendkassen, die um 18.30 Uhr öffnen. GM




Ein Treffen mit dem Lebensretter

Den 26. Juni 2018 wird Helmut Seisenberger (rechts) aus Dorfen nicht mehr vergessen. An diesem Tag erlitt er auf seiner Radtour in Armstorf bei Sankt Wolfgang einen Herzinfarkt und kämpfte um sein Leben. Doch er hatte Glück im Unglück. Ein zufällig vorbeifahrender, ehrenamtlicher Sanitäter aus Sankt Wolfgang, Bardia Dayani  (links), leitete zusammen mit zwei weiteren Ersthelfern sofort die Reanimation und Beatmung ein.

Durch die sofortige Erste Hilfe und die professionelle Arbeit der First Responder, dem Rettungsdienst und dem Notarzt, konnte Helmut Seisenberger ohne bleibende Schäden überleben. Der Gerettete bedankte sich jetzt bei seinem Lebensretter herzlichst.

„Nur bei jedem dritten Mensch wird bei einem Herzstillstand die Reanimation durch Laien begonnen. 10.000 Menschen würden eine derartige Herzattacke überleben, wenn Laien öfter reanimieren würden. Aufgrund der Ängste einen Fehler zu machen oder Unsicherheiten, handeln viele Laien gar nicht. Es wäre sehr wichtig, wenn die Bürger ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig auffrischen würden“, so ein Sprecher der Sankt Wolfganger Feuerwehr.

 

 

 




Hilfe für Familien krebskranker Kinder

Die Grill-Gruppe unterstützt auch in diesem Jahr die Kinderkrebshilfe Ebersberg mit einer Spende. Der Scheck in Höhe von 3000 Euro wurde von den Junior-Chefs Laura und Leopold Grill der Unternehmen Autohaus Ebersberg und Auto Grill an Helga Bogensperger, Vorsitzende der Kinderkrebshilfe, überreicht. Das Geld kommt unter anderem Familien krebskranker Kinder und Jungendlicher zugute, die zum Beispiel aufgrund der hohen Kosten in der Phase der Chemotherapie, in eine finanzielle Notlage geraten sind.

Außerdem finanziert die Kinderkrebshilfe die Betreuung der Kinder durch Erzieher und Therapeuten des sozialpsychologischen Teams in der Dr.-von-Hauner´sche Kinderklinik in München.

Die Stationen der Klinik sind derzeit stark unterbesetzt. Der Verein sammelt hierfür dringend Geld, um die Anschubfinanzierung für eine Kinderpsychologen- oder Ärztestelle übernehmen zu können, damit die Kinder weiterhin professionell unterstützt und betreut werden können.

Nähere Informationen zur Arbeit der Ebersberger Kinderkrebshilfe stehen im Internet
unter www.kinderkrebshilfe-ebersberg.de.

Die Grill-Gruppe wünscht der Kinderkrebshilfe weiterhin alles Gute.

Wer helfen möchte:

Spendenkonto Postbank München
IBAN: DE75700100800112170806
BIC: PBNKDEFF

oder

Spendenkonto Kreissparkasse Ebersberg
IBAN: DE74702501500000028399
BIC: BYLADEM1KMS




Diesmal keine Chance gegen Selb

Der knappe 4:3-Sieg nach Verlängerung am Freitag in Waldkraiburg (wir berichteten) scheint die Wölfe vom VER Selb dann doch zu sehr gestört zu haben. Am gestrigen Sonntag machte Selb im Heimspiel gegen die Löwen kurzen Prozess, stellte bereits früh die Weichen auf Sieg und gewann am Ende gegen die Industriestädter klar und deutlich mit 7:0. Einziger Wehrmutstropfen für den EHC: Gegen Selb wird man in dieser Spielzeit wohl sicher nicht mehr antreten müssen.

„Wir wollten eigentlich starten wie am Freitag und mit viel Pressing die Abwehr von Selb unter Druck setzen, haben aber schnell zu Recht mit 0:3 hinten gelegen“, resümierte ein wieder mal geknickter EHC-Trainer Sebastian Wolsch nach dem Spiel in der Netzsch-Arena. „Wir haben schnell erkennen müssen, dass uns das Spiel am Freitag sehr viel Kraft gekostet hat und Henry (Anmerkung: Thom, Trainer VER Selb) hat die Mannschaft auch sehr gut eingestellt. Das hat mit den Ausschlag gegeben. Wir haben im ersten Drittel zu offen agiert“, so Wolsch weiter, der zwar noch versuchte umzustellen und so der EHC auch zu Chancen kam, diese wurden aber vergeben.

Nach dem vierten Tor sei seine Mannschaft dann eingebrochen, doch wollte er der Mannschaft ausdrücklich keinen Vorwurf machen: „Im letzten Drittel waren die Jungs platt und es war, wie wenn man einem Huhn den Kopf abstößt und nur die Beine weiterlaufen. So war es bei meiner Mannschaft. Ich mache meinen Spielern aber keinen Vorwurf. Sie sind einfach am Limit. Wir kriegen es nicht hin und wir werden in der Oberliga nicht mehr zwei Spiele am Wochenende das gleiche Niveau spielen können“, so Wolsch, der damit auf die aktuelle dünne Personaldecke angespielt haben dürfte. Zwar sucht man händeringend seit Wochen nach Spielern, in trockenen Tüchern ist aber bislang nichts. Doch den Mut hat Waldkraiburgs sympathischer Trainer aber immer noch nicht verloren: „Da müssen wir jetzt zusammen durch und wir werden nächstes Wochenende wieder versuchen in beiden Spielen alles so lange wie möglich offen zu halten und dann haben wir Weihnachten.“

 

In Selb war bereits früh die vorweihnachtliche Messe gelesen. Ian McDonald erzielte nach rund drei Minuten das 1:0 vor knapp 900 Zuschauern (03:04), Dennis Schiener legte keine drei Minuten später nach (05:58). 75 Sekunden nach dem 0:2 musste EHC-Schlussmann Korbinian Sertl schon wieder hinter sich greifen und Erik Gollenbeck bejubelte den dritten Treffer für die Selber (07:13). Dass es „nur“ mit einem 0:3 in die erste Drittelpause war in erster Linie Sertl zu verdanken, der auch nach dem Spiel von Selbs Cheftrainer Henry Thom für seine Leistung gelobt wurde.

 

Zwar wäre im zweiten Spielabschnitt auch durchaus ein 3:3 möglich gewesen, doch Michael Trox, Kiril Galoha und Robert Chaumont scheiterten aus aussichtsreichen Positionen. In diese relativ gute Phase der Löwen platzte Selb dann mit dem 4:0 hinein. Andreas Geigenmüller netzte ein (34:19) und Landon „Lanny“ Gare traf in Überzahl für den VER Selb (37:56).  Nun war der Bann endgültig gebrochen und für die Löwen  war hier definitiv nichts mehr drin. Der später angesprochene Einbruch auf konditioneller Seite nach dem kräftezehrenden Freitagsspiel machte sich immer sichtlicher bemerkbar und so waren es fast nur noch die Selber, die das Spiel machten. Ryan McDonough trieb das Ergebnis im letzten Drittel dann weiter in die Höhe (49:09), den Endstand erzielte dann Andreas Geigenmüller mit seinem zweiten Tor des Spiels (57:34). GM

 

Eishockey Oberliga Süd 2018/ 2019, 24.Spieltag. VER Selb – EHC Waldkraiburg 7:0 (3:0/ 2:0/ 2:0). Tore: 1:0 03:04 McDonald I. (Gollenbeck E., Nijenhuis N.), 2:0 05:58 Schiener D. (Silbermann M., Hördler D.), 3:0 07:13 Gollenbeck E. (McDonald I., Gare L.), 4:0 34:19 Geigenmüller A., 5:0 37:56 Gare L. (Ondruschka F., McDonald I. PP1), 6:0 49:09 McDonough R. (Veisert G., Moosberger A.), 7:0 57:34 Geigenmüller A. (McDonough R., Moosberger A.). Strafen: VER Selb 8 Strafminuten, EHC Waldkraiburg 14 Strafminuten. Zuschauer: 875.




Doppelpack von Bobby Chaumont

Mit 3:4 nach Verlängerung unterlag der EHC Waldkraiburg am Freitagabend in der Raiffeisen-Arena dem VER Selb. Wie eine echte Niederlage fühlte es sich aber nicht an, denn die Löwen waren früh in Führung gegangen und konnten gegen verunsicherte Selber das Spiel lange offen halten. Am Ende brachten die Wölfe ihre nicht abzustreitende Qualität zwar aufs Eis und sahen schon wie der Sieger aus.

Doch dann schlug EHC-Stürmer Bobby Chaumont zu und brachte den EHC in der letzten Sekunde in die Verlängerung – es war der dritte Treffer des Kanadiers, nachdem er schon die ersten beiden Tore für die Löwen erzielt hatte.

 

Kiril Galoha holte nochmal tief Luft, stellte sich auf für das letzte Bully des Spiels und durch die Raiffeisen-Arena schallten die Rufe der Fans des EHC Waldkraiburg: „Löwen, geben niemals auf!Löwen, geben niemals auf!“ Einige Zuschauer machten sich im Hintergrund bereits auf den Weg Richtung Ausgang – klar, schließlich stand es 3:2 für den VER Selb und daran, dass ausgerechnet der EHC das noch dreht, glaubte wirklich niemand mehr. Der Linesman lässt die Scheibe am Bullypunkt rechts vom Tor fallen, Galoha zieht direkt ab und jagt den Puck Richtung Tor. Selbs Keeper Niklas Deske kann die Hartgummischeibe aber nicht festhalten und fälscht zur Seite ab. Dort aber lauert der Mann des Spiels auf Waldkraiburger Seite, Robert „Bobby“ Chaumont, und der Kanadier netzt zum dritten Mal an diesem Abend ein. Der Ausgleich zum 3:3 (59:59) und mit dem Treffer ertönt die Schlusssirene – ein unglaubliches Finale in den Bruchteilen einer Sekunde.

Es geht wieder einmal in die Verlängerung und hier ziehen die Löwen zwar schnell den Kürzeren, als Landon Gare nach 27 Sekunden alleingelassen einschieben kann und Selb den Zusatzpunkt sichert (60:27). Dennoch, was bleibt, ist abermals die tolle Moral der in dieser Saison so arg gebeutelten Löwen und die Tatsache, dass Chaumont das tut, wofür er geholt wurde: Um richtig zu stehen und Tore zu schießen. In neun Oberligaspielen hat der 34-Jährige nun drei Treffer vorbereitet, weitere acht Tore hat er selbst erzielt- und insgesamt saß der junge Mann erst einmal für zwei Minuten auf der Strafbank. Letzteres hängt zwar sicher auch mit seiner überschaubaren Defensivarbeit zusammen, doch er wurde für die Offensive geholt und vor dem gegnerischen Tor liefert er bislang verlässlicher als Hermes oder die Post kurz vor dem Weihnachtsfest.

 

Chaumont war es auch, der die Partie für die Löwen mit zwei Treffern einläutete und sowas gab es in dieser Saison noch gar nicht. Nach nicht einmal drei Minuten war der EHC Waldkraiburg gegen die favorisierten Selber Wölfe mit 2:0 in Front gelegen und nicht, wie schon fast gewohnt, andersrum. Die Anfangsdrittel von bis dahin 17 von 22 Spielen hatten die Löwen in dieser Saison verloren, plötzlich mal mit einer Führung im Rücken agieren zu können, dürfte sich komisch angefühlt haben. Beim 1:0 schaltete Chaumont (01:09) am linken Pfosten im Gewühl vor dem Tor am schnellsten, nach 170 Sekunden wurde Chaumont im Rückraum kläglich allein gelassen und der EHC-Angreifer konnte sich das Toreck aussuchen ehe er vollendete (02:50).

Die Führung konnten die Löwen lange wahren, allerdings verpassten es die Industriestädter, ihre Überzahlgelegenheiten im zweiten Drittel zum dritten Treffer zu nutzen. Selb mit seinen zwei brandgefährlichen ersten zwei Reihen machte es besser und Lanny Gare traf 40 Sekunden vor der zweiten Pause zum Anschlusstreffer (39:20).

 

Noah Nijenhuis sorgte mit einem Gewaltschuss von der blauen Linie dann früh im Schlussabschnitt für den Ausgleich (43:26) und gute zehn Minuten später traf Ian McDonald zur 3:2-Führung und ließ die Selber Wölfe schon wie die Sieger aussehen (55:43). Äußerst ausbaufähig das Defensivverhalten der Löwen bei diesem Treffer, als man McDonald vollkommen allein ließ. Dann schlug sie aber erneut, die große Stunde – oder besser Sekunde – von Bobby Chaumont und es ging in die Verlängerung in der Selb wie erwähnt das bessere Ende für sich hatte. „Ich hatte etwas Bedenken, dass wir im letzten Drittel konditionell etwas einbrechen, aber dem war nicht so“, erklärte EHC-Coach Sebastian Wolsch nach dem Spiel. „Darum muss ich meiner Mannschaft ein großes Lob aussprechen. Und gut, über Verlängerung brauchen wir nicht sprechen“, so Wolsch mit einem Lachen weiter. „Da sind wir noch immer am Arbeiten in Waldkraiburg.“

Zum siebten Mal gingen die Löwen in diesem Jahr in die Verlängerung, zum siebten Mal ging man als Verlierer vom Eis. Dennoch, es stimmt nach wie vor mit der Moral beim Team des EHC Waldkraiburg und auch die Qualitäten von Torlieferant Chaumont lassen sich nicht wegdiskutieren. Es wird eine spannende, staade Zeit mit den Löwen. GM

 

Eishockey Oberliga Süd 2018/ 2019, 23. Spieltag. EHC Waldkraiburg – VER Selb 3:4 n.V. (2:0/ 0:1/ 1:2/ 0:1). Tore: 1:0 01:09 Chaumont R. (Galoha K., Gulda P.), 2:0 02:50 Chaumont R. (Martin D., Gulda P.), 2:1 39:20 Gare L. (Ondruschka F., McDonald I. PP1), 2:2 43:26 Nijenhuis N. (McDonald I., Gare L.), 2:3 55:43 McDonald I. (Gare L., Nijenhuis N.), 3:3 59:59 Chaumont R. (Galoha K.), 3:4 60:27 Gare L. (McDonald I., Ondruschka F.). Strafen: EHC Waldkraiburg 8 Strafminuten, VER Selb 10 Strafminuten. Zuschauer: 603.