Ein Bub verklagt seine Eltern

... weil sie ihn in eine Welt voller Armut und Gewalt geboren haben - Unser Kino-Tipp

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Der zwölfjährige Zain zieht durch Beirut. Das Leben in der libanesischen Hauptstadt zwingt ihn, früh erwachsen zu werden. Capernaum – die Stadt der Hoffnung. Dieses in Cannes ausgezeichnete Drama um einen Buben aus dem Libanon – der seine Eltern verklagt, weil sie ihn in eine Welt voller Armut und Gewalt geboren haben – ist ab dem kommenden Donnerstag auch im Wasserburger Kino zum Bundesstart zu sehen. Mit Kompromisslosigkeit und guten Laienschauspielern zeichnet die Regisseuron Nadine Labaki ein zutiefst trauriges und mitreißendes Porträt entsetzlicher Armut in Beirut …


Darum geht’s:

Der zwölfjährige Zain, gerade erst zu fünf Jahren Haft verurteilt wegen einer Gewalttat, klagt seine Eltern an, ihm das Leben geschenkt zu haben, obwohl sie sich nicht um ihn kümmern konnten.

Er war von zu Hause fortgelaufen und hat bei einer jungen Mutter aus Äthiopien Unterschlupf gefunden, die mit vielen anderen in den Slums von Beirut lebt. Sie versuchte für sich und ihr Baby das Geld für die Überfahrt nach Europa zusammen zu bekommen. Dort lernte Zain auch ein elfjähriges Mädchen kennen, dessen Eltern sie an einen Mann verkaufen, um weiter ein Dach über dem Kopf zu haben.

Libanon/USA

2018

FILMREIHE Naher Osten

REGIE Nadine Labaki

DARSTELLER Zain Al Rafeea, Yordanos Shiferaw, Boluwatife Treasure Bankole, Kawthar Al Haddad, Fadi Kamel Youssef, Cedra Izam

AB 0 JAHRE

LÄNGE 123 MIN.

Das Kino-Programm in Wasserburg an den nächsten Tagen:

Montag 14.01
18.00 UHR Manaslu – Berg der Seelen
18.15 UHR Der Junge muss an die frische Luft
20.15 UHR Der Junge muss an die frische Luft
20.30 UHR Roma
Dienstag 15.01
18.00 UHR Manbiki kazoku – Shoplifters
18.30 UHR Big Time
20.15 UHR Der Junge muss an die frische Luft
20.30 UHR Sibel – O.m.U.
Mittwoch 16.01
18.15 UHR Sibel
18.30 UHR Big Time
20.00 UHR Manaslu – Berg der Seelen
20.15 UHR Der Junge muss an die frische Luft

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