Bei Schnee besondere Pflichten

Hinweis der Verkehrspolizei Rosenheim für die heimischen Autofahrer

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Es schneit ergiebig. Die Verkehrspolizei Rosenheim nimmt das am heutigen Samstag zum Anlass, um auf die damit verbundenen, besonderen Pflichten für Fahrzeugführer hinzuweisen …

Wer sein Fahrzeug bei winterlichen Straßenverhältnissen – dazu gehören Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch sowie Eis- oder Reifglätte – führt, für dessen Pkw sind Winterreifen Pflicht.

Verstöße dagegen werden nach dem Bußgeldkatalog mit Bußgeldern zwischen 60 Euro (wer mit Sommerreifen fährt) und 120 Euro (wer dadurch einen Unfall verursacht) geahndet. Der Halter oder sonst Verantwortliche, der die Inbetriebnahme des Kraftfahrzeugs bei winterlichen Straßenverhältnissen anordnet oder auch nur zulässt, hat mit einem Bußgeld von 75 Euro zu rechnen.

Auch bei Winterreifen sieht der Gesetzgeber in Deutschland eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vor, allgemein empfohlen werden jedoch mindestens vier Millimeter.

Bei winterlichen Straßenverhältnissen muss der Fahrzeugführer auch seine Geschwindigkeit an die besondere Situation anpassen. Wer aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit einen Unfall verursacht, kann mit 100 Euro bis zu 145 Euro belangt werden, letzteres wenn es dadurch zu einem Unfall kommt.

Bitte beachten: Auch wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit durch Verkehrszeichen geregelt wird, kann aufgrund der Wetterverhältnisse eine geringere Geschwindigkeit geboten sein.

Der Fahrzeugführer hat auch dafür zu sorgen, dass seine Sicht nicht beeinträchtigt ist, zum Beispiel durch unzureichendes Freimachen der Scheiben von Eis und Schnee. Sollte die Sicht beeinträchtigt sein, ist dafür ein Verwarnungsgeld von zehn Euro fällig.

Zu den Pflichten des Fahrzeugführers gehört es auch, sein Fahrzeug vor Fahrtantritt von Eis und Schnee zu befreien. Wer dies nicht tut, wird mit einer Verwarnung in Höhe von 25 Euro belangt. Wird ein anderer durch herabfallenden Schnee bzw. herabfallendes Eis gefährdet, wird dies mit 100 Euro geahndet, wird ein anderer dadurch geschädigt mit 120 Euro.

Wenn die Sichtverhältnisse es erfordern, so bestimmt es der Gesetzgeber, sind die vorgeschriebenen Beleuchtungs-Einrichtungen zu benutzen. Wer dies nicht tut, wird mit 20 bis 35 Euro, letzteres wenn es dadurch zu einem Unfall gekommen ist, zur Kasse gebeten.

Dabei ist zu beachten, dass es nicht nur darum geht, dass der Fahrzeugführer selbst genug sieht, sondern auch, dass sein Fahrzeug von anderen gesehen wird. Da das Tagfahrlicht nur nach vorne wirkt, die Rückleuchten aber dunkel bleiben, sollte man im Zweifelsfall besser das Abblendlicht einschalten.

Darüber hinaus dürfen die Beleuchtungseinrichtungen nicht verdeckt oder verschmutzt sein. Die Ahndung von Verstößen diesbezüglich ist die gleiche wie bei oben genannter Benutzung der Beleuchtung.

Deshalb sollten die Scheinwerfer und Rückleuchten regelmäßig von Eis und Schnee befreit werden.

Die Verkehrspolizei Rosenheim wird dies in der nächsten Zeit verstärkt überwachen.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd wünscht allen Fahrzeuglenkern, die auf den Straßen im südlichen Oberbayern unterwegs sind, eine gute und sichere Fahrt: Kommen Sie gut an Ihrem Ziel an!

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