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Mit unvergesslichen Eindrücken kehrten die Helfer der Johanniter-Trucker heim

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Dieses Paar in Bulgarien winkt fröhlich – das Packerl auf dem Radl zum Heimtransport platziert. Ältere Menschen und Familien kamen hier zu der Verteilung der Pakete des
Johanniter-Weihnachtstruckers. Die Dankbarkeit war den Männer und Frauen, den Kindern anzusehen. Sechs bewegte Tage und fast 17.000 gefahrene Kilometer liegen
hinter den rund 140 haupt- und ehrenamtlichen Helfern, die sich mit den
Johanniter-Weihnachtstruckern auf den Weg nach Albanien, Bosnien-Herzegowina, nach Nord- und Zentral-Rumänien, Bulgarien und in die Ukraine aufgemacht hatten. Jetzt sind sämtliche Sattelschlepper wieder wohl behalten zurück in der Heimat angekommen.

Bei der Verteilung der Pakete des Johanniter-Weihnachtstruckers in Bosnien hatte diese junge Frau darum gebeten, allen Spendern in Deutschland in deutscher Sprache DANKE sagen zu können …
 Foto: Dorothea Berges/Johanniter

Die Ladeflächen sind leer, aber die Herzen und Köpfe der Teilnehmer sind voll von berührenden Begegnungen und unvergesslichen Erfahrungen.

44 Lkw mit 88 ehrenamtlichen Fahrern waren in sechs Konvois gemeinsam
mit je zwei Konvoi-Leitern sowie zahlreichen Helfern und Fotografen am
zweiten Weihnachtsfeiertag Richtung Südosteuropa aufgebrochen (wir berichteten). Auch aus Oberbayern waren Helfer und Fahrer mit dabei, um über Autobahnen, durch
Städte und über unwegsame Schotterwege in die Zielregionen zu gelangen.

Dort wurden die mit 56.172 gespendeten Hilfspaketen voll beladenen Lastwagen voller Vorfreude erwartet. Unser Foto zeigt eine Station in Rumänien (Foto: Tobi Grosser)

„Teilweise hatten die Kinder schon seit Tagen unserer Ankunft entgegen gefiebert“, sagt Ulrich Kraus, Projektleiter Johanniter-Weihnachtstrucker. Auch ganze Familien
oder alte Leute waren, teils mit Pferdefuhrwerken, aus entlegenen Bergdörfern zu den Verteilstellen gekommen. Diese befinden sich, je nach Region, in Schulen, Kirchengemeinden, Klöstern, bei privaten Initiativen oder anderen Hilfsorganisationen in Kleinstädten und Dörfern.

„Wir haben wie jedes Jahr versucht, alle Pakete persönlich an die
vorab sorgfältig ausgewählten Empfänger zu übergeben“, ergänzt Kraus „Uns ist wichtig, dass tatsächlich die Personen ein Paket bekommen, die dies auch wirklich brauchen.“

Bei fast 2.500 Paketen, die allein sein Konvoi geladen hatte, kann man sich vorstellen, dass Kraus und sein Team aus Deutschland die Verteilung ganz alleine niemals in
solch kurzer Zeit geschafft hätten. „Wir waren sehr froh, wieder tatkräftige Unterstützung von unseren Partnern vor Ort erhalten zu haben“, sagt er. „Viele davon kennen wir bereits seit Jahren, da haben sich echte Freundschaften entwickelt.“

Alle seien mit ganzem Herzen bei der Sache gewesen und hätten viele besondere Erlebnisse mit nach Hause genommen.

„Manche der Kinder kommen in Badeschlappen und für die kalte
Jahreszeit viel zu dünner Kleidung, andere sind mit ihren besten
Anziehsachen herausgeputzt“, schildert Kraus seine Eindrücke. „Viele
zeigen ihre Aufregung und Freude ganz offen, lachen uns an, schenken uns
selbst gemalte Bilder und sprechen mit uns – dabei sind auf beiden
Seiten Hände und Füße im Einsatz“, schmunzelt er.

„Andere sind uns
gegenüber eher scheu, aber sobald sie mit dem Paket in den Armen wieder
zu ihren wartenden Familien gehen, strahlen sie von einem Ohr zum
anderen“ Eins ist wichtig, da sind sich alle Beteiligten einig: Die
Menschen fühlen sich in ihrer schwierigen Lebenssituation gesehen und
merken, dass wir daran Anteil nehmen und sie nicht im Stich lassen.
„Dieser persönliche Aspekt ist ihnen genauso wichtig wie die
Lebensmittel, die sie in Händen halten.“

Auch die Anteilnahme der daheim gebliebenen Familien, Freunde, Kollegen
und Unterstützer sei wieder phänomenal gewesen, so Jan Klaasen. Er
gehörte zum Medienteam, das den Konvoi in die Ukraine begleitete und
alle Interessierten per Facebook-Posts über die Reise auf dem Laufenden
gehalten hatte. „Ganz herzlichen Dank an alle für die rege
Anteilnahme, die vielen, vielen unterstützenden Kommentare und nach
oben gestreckten Daumen!“

Jetzt heißt es für die Helfer erstmal ankommen, entspannen und die
Eindrücke verarbeiten. Hört man sich in ihren Reihen um, so wird
schnell klar: Viele sind auch nächstes Mal wieder mit dabei. „Für
die meisten der Beteiligten heißt es: Einmal
Johanniter-Weihnachtstrucker, immer Johanniter-Weihnachtstrucker!“,
bestätigt Ulrich Kraus.

Informationen zum Johanniter-Weihnachtstrucker gibt es im Internet unter
www.johanniter-weihnachtstrucker.de.

Bild oben: Steffen Kaiser/Johanniter

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. steht in der Tradition des
evangelischen Johanniterordens und engagiert sich seit mehr als 60
Jahren in den unterschiedlichsten karitativen und sozialen Bereichen.
Mit mehr als 14.000 Beschäftigten, rund 30.000 ehrenamtlichen
Helferinnen und Helfern und über 1,4 Millionen Fördermitgliedern
zählt der gemeinnützige Verein mittlerweile zu einer der größten
Hilfsorganisationen in Europa. Zu den Aufgabenfeldern der
Johanniter-Unfall-Hilfe zählen unter anderem Erste Hilfe, Sanitäts-
und Rettungsdienst, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die
Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen. International
leistet der Verein humanitäre Hilfe bei Hunger- und Naturkatastrophen.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit knapp 300 Regional-, Kreis- und
Ortsverbänden im gesamten Bundesgebiet vertreten.

Mehr Informationen
zu den Johannitern in Bayern unter www.johanniter.de/bayern.

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