Kein dauerhaftes Winterwetter in Sicht

Wetterexperte: „Januar und Februar werden deutlich wärmer als üblich"

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„Deutschlandweites Winterwetter ist nicht in Sicht. Lediglich der Südosten kommt in den nächsten Tagen in den Genuss von Schnee und Eis. Dort kann es bis in tiefe Lagen schneedeckte Straßen geben. Im großen Rest des Landes ist es aber für Schnee deutlich zu mild. Im Nordwesten werden immer wieder sieben oder acht Grad erreicht. Dass es bei diesen Höchstwerten keinen Winter geben kann, sollte jedem klar sein“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net. 

„Der Dezember war der erste meteorologische Wintermonat. Er war gut drei Grad zu warm. Auch die aktuelle NOAA-Prognose für den Januar sieht für alle Winterfreunde schlecht aus. Es soll demnach zwei bis drei Grad wärmer als normal werden und der Februar könnte ebenfalls um zwei Grad wärmer als normal ausfallen. Nach einem kalten Winter sieht es also ganz und gar nicht aus. Die nächsten Tage bringen dem Südosten zwar etwas Winterwetter, der Rest schaut in die Röhre. Da passiert zum Thema Winterwetter nicht viel bis gar nix“, erklärt Jung.

Grafik oben: Donnerstag: im Südosten ist es stellenweise auch am Tag frostig, doch im großen Rest ist es deutlich milder. So kann sich kein Winterwetter etablieren, www.wetterdata.de.

So geht es in den kommenden Tagen deutschlandweit weiter:

Mittwoch: minus 1 bis plus 7 Grad, im Südosten Wolken und stellenweise Schneeregen und Schnee bis runter, sonst mal Sonne, mal Wolken, meist trocken

Donnerstag: minus 2 bis plus 6 Grad, nach Südosten weitere Schneeregen- und Schneefälle, sonst ein Mix aus Sonne, Wolken und Regenschauern

Freitag: minus 2 bis plus 7 Grad, im Südosten Schneewolken, sonst mal Sonne, mal Wolken und meist trocken

Samstag: 0 bis 8 Grad, im Südosten am kühlsten, am Alpenrand etwas Schnee, sonst viele Wolken und Regen

Sonntag: 1 bis 7 Grad, wechselhaft, ab und zu Regenschauer

Montag: 0 bis 6 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, stellenweise Regenschauer, in den höheren Lagen auch Schneeregen oder Schnee

Dienstag: 0 bis 6 Grad, vielfach trüb und grau, selten Niederschlag

Mittwoch: 0 bis 7 Grad, mal Sonne, mal Wolken, lokal Regenschauer

Jung: „Unterm Strich ist deutschlandweit kein Winterwetter in Sicht. Die nächsten fünf bis zehn Tage bleiben weiterhin für die Jahreszeit zu mild. Lediglich im Südosten gibt es nun mal ein paar winterliche Tage. Besonders zwischen Erzgebirge, Bayerischem Wald und Alpenraum kann es immer wieder Schnee geben. Nachhaltiges Winterwetter ist aber auch dort nicht in Sicht.“

Der Experte weiter: „Es scheint so, als würde sich der Winter eher zu einem Totalausfall mausern. Nach einem deutlich zu warmen Dezember, scheint nun auch der Januar deutlich zu warm auszufallen. In den vergangenen Jahren kann der Winter beziehungsweise Schnee und Kälte oftmals sehr spät. Vielleicht ist es ja in diesem Jahr genauso und wir müssen im März den Schneeschieber herausholen. Das kann man heute aber noch nicht sagen.“

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