Die Rekordjagd geht weiter …

Wetterexperte: Auch der November könnte viel zu warm und trocken werden

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Seit Monaten das gleiche Spiel: Jeder Monat ist deutlich trockener und wärmer als im langjährigen Durchschnitt. So war es dann auch im Oktober. Der brachte deutschlandweit nur die Hälfte des langjährigen Niederschlag-Solls. An einigen Orten fielen noch nicht mal zehn Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel. „Schaut man sich die ersten Novembertage an, so wird schnell klar: Die Großwetterlage will sich nicht ändern, nicht kurzfristig und auch nicht mittelfristig“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Grafik oben: Krasse Niederschlagsaussichten – bis zum 10. November ist im gesamten Osten von Deutschland so gut wie kein Niederschlag in Sicht, nach Westen kann es etwas Regen geben, aber auch dort bleiben die dringend benötigen Summen aus.

„Es geht weiter wie gehabt. Die ersten Novembertage bringen nur selten etwas Regen. Die Trockenheit dominiert weiter die Großwetterlage und es geht auch deutlich zu warm weiter. In den nächsten Tagen wird es immer wärmer.

Nächste Woche sind lokal sogar schon wieder bis zu 20 Grad möglich. Ein neuer Wintereinbruch? Fehlanzeige! Da ist nichts in Sicht.

Schaut man sich den Monatstrend für den November an, so erwartet uns ein um bis zu zwei Grad zu warmer und extrem zu trockener Monat. Die Dürre 2018 in weiten Teilen Deutschlands will einfach kein Ende finden. Langsam wird es richtig bedrohlich und auch teuer. Da die Binnenschiffer kaum noch Ladung aufnehmen können, werden vereinzelt schon Heizöl und Sprit knapp. Die Folge: Die Preise ziehen deutlich an“, erklärt Jung.

„Es müsste bei uns in Deutschland nun wirklich mal sechs bis acht Wochen immer wieder schön gleichmäßigen Landregen geben, den der Erdboden gut aufnehmen kann. Dieser ist aber weiterhin nicht in Sicht“, so der Wetterexperte weiter.

„Doch die Großwetterlage ist wie in Beton gegossen. Die niederschlagsbringenden Tiefs vom Atlantik machen einen großen Bogen um uns und ziehen meist über das Mittelmeer. Die Folge dort: Unwetter wie am Fließband. Sintfluten auf Mallorca, Hurrikan in Portugal, Medicane bei Griechenland, Hagelmassen in Rom, Land unter in Venedig – die Liste der Unwetter der vergangenen Wochen ist lang. Man könnte glatt meinen, das sind die Auswirkungen des Klimawandels. Wissen tut das aber keiner.“

So geht es in den nächsten Tagen weiter:

Mittwoch: 12 bis 15 Grad, viele Wolken, im Nordwesten etwas Regen, sonst trocken, ab und zu auch mal Sonnenschein

Allerheiligen: 12 bis 17 Grad, Mix aus vielen Wolken und etwas Sonnenschein

Freitag: 11 bis 16 Grad, mal Sonne, mal Wolken, trocken

Samstag: 10 bis 17 Grad, vielfach freundlich und trocken

Sonntag: 13 bis 19 Grad. Mix aus Sonne und Wolken, trocken

Montag: 13 bis 20 Grad, immer mal wieder Sonne, lokal auch Hochnebel oder Wolken, trocken

Dienstag: 14 bis 20 Grad, vielfach freundlich und trocken, lokal aber auch Dunst und Hochnebel

Mittwoch: 14 bis 21 Grad, mal Sonne, mal Wolken, trocken

Donnerstag: 13 bis 17 Grad, meist trocken bei einem Mix aus Sonne und Wolken

Freitag: 13 bis 18 Grad, mal Sonne, mal Wolken und kaum Niederschlag

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