„Gnadenkapelle“ in Haag

Auftritt im Bauernmarkt am kommenden Freitag

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Konzerte mit der „Gnadenkapelle“ sind ungewöhnlich und persönlich. Lieder, die im bayerischen Dialekt von Erfahrungen und eigenen Zuständen berichten, die man meist gut kennt, aber nicht gern eingesteht. Wer die Gnadenkapelle besucht, erlebt eine vergnügliche Reise durch verquere Gefühlsbereiche, die mit ironischem Realismus anschaulich ausgeleuchtet werden. Am kommenden Freitag gibt die „Gnadenkapelle“ um  20 Uhr im Bauernmarkt in Haag ein Konzert.

Trotz allem Ringens um Niveau hatten die Gnadenkapelle 2011 ihren größten Erfolg mit einem entlaufenem Rindvieh: „Yvonne, du wuide Kua“

 

Val Dasch war seinerzeit Mitbetreiber im berüchtigten Rockhaus Schwindkirchen und Gitarrist bei der eher brachialen Punkband „Farmer 5“. Im Oktober 2006 gründete er die „Gnadenkapelle“ mit den Konzept angenehme Klänge mit deutlichen und hintergründigen Texten zu verbinden. Er erzählt in seinen Liedern und Moderationen skurrile Geschichten und von heiklen Situationen die gleichzeitig recht komisch scheinen. Manchmal übertreibt, verdreht und bringt er Dinge durcheinander und erzeugt damit beim Zuhörer amüsante Verwunderung und neue Eindrücke.

Mit intensiven Interpretationen fasziniert die Sängerin Kathrin Nagy ihre Zuhörer. Eine emotionale Achterbahnfahrt zwischen humorig frechen Unbeschwertheiten und dramatischen Abgründen, denen jeder im Leben mal begegnet – spätestens bei den Liedern der Gnadenkapelle. Früher hörte man sie unter anderem bei der Band „1000 Heftl“. Als Solistin ist sie seit vielen Jahren beim wunderbaren Gospel-Train aus Gars aktiv.

 

Instrumental schimmert die „Gnadenkapelle“ in vielen Klangfarben. Akustik-, Elektro-, und Lapsteelgitarren wechseln sich in den Händen von Val Dasch ab.

Verspielt perlende Pianotöne und orchestrale Klangflächen liefert der hörbar im Jazz beheimatete Bertram Liebmann.

Stimmige Trompeteneinlagen fügt Josef Hanslmeier zwischen Gesangspassagen, die er oft gekonnt als 2. Stimme anreichert.

Wahrscheinlich ist der Bassist Bo Baumann schon groovend auf die Welt gekommen, jedenfalls hat er bis heute nicht damit aufgehört und wenn der Schlagzeuger Max Eder hinzukommt, dann läuft der Bandmotor so sauber, wie ein Maschinenbauingenieur sich das nur wünschen kann.

 

Ein amüsanter Abend, der Geist und Gehör anregt und nach dem Auftritt zu Gesprächen zwischen Gästen und Musikern führt. Als Hilfestellung durch die textlichen Kapriolen gibt es die kostenlosen Booklets, hilfreich gerade auch für Zuhörer, die im bayerischen Dialekt weniger beheimatet sind.

Die Gnadenkapelle besteht also aus:

Val Dasch – Gitarre, Gesang

Kathrin Nagy – Gesang

Bertram Liebmann – Keyboard

Josef Hanslmeier – Trompete, Gesang

Bo Baumann – Bass, Gesang

Max Eder – Schlagzeug, Gesang

 

Weitere Informationen und Verlinkungen unter: www.gnadenkapelle.com

 

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