Von „A“ wie Armdrücken bis „Z“ wie Zumba

Dirndl- und Burschenversteigerung in Haag mit kreativen Ideen - 3.500 Euro für guten Zweck

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Zwischen 100 und 750 Euro machten die Ersteigerer am gestrigen Abend für ihren Lieblingsburschen oder ihr Lieblingsmadl locker. Aber bei der sechsten Dirndl- und Burschenversteigerung auf dem Haager Herbstfest ging es natürlich auch diesmal wieder um einen guten Zweck. Die mutigen Kandidaten dienten da als kleines Zuckerl, um die Spendensumme in die Höhe zu treiben. Von Armdrücken über Maßkrugstemmen bis zur Zumba-Party im Zelt ließen sich die Teilnehmer allerhand einfallen, um ihren „Marktwert“ zu steigern ….

Bei der Dirndl- und Burschenversteigerung auf dem Haager Herbstfest galt es auch gestern wieder, das Publikum in Zeilingers Wiesn-Alm zum Bieten anzuregen. Am besten geht das natürlich, wenn man selbst was zu bieten hat. Sei es ein Talent, eine besondere Eigenschaft oder ganz schlicht, aber wirksam: Ein Fresskorb.

Als zusätzlichen Anreiz gibt’s das sogenannte Zuckerl-Barometer, das ab einer bestimmten Summe noch ein paar Überraschungen oben drauf verspricht und so dazu ermuntern soll, das Herzchenschild hochzuhalten …

Die treibendste Kraft beim Hochschnalzen der Gebote war jedoch auch diesmal Kult-Moderator Vitus Reger, der mit seiner urbairsichen, humorvollen Art auch dem „gniggadstn“ Hund eine Spende entlockte. Das Geld ging dabei selbstverständlich an einen guten Zweck, in diesem Jahr sogar an zwei: Die Eltern-Kind-Gruppe Rechtmehring und die Stiftung Ecksberg bei Ramsau.

Moderator Vitus Reger (rechts) mit Festwirt Herbert Zeilinger

Die erste Kandidatin, die vom Moderator auf die Bühne geholt wurde, war Simone Pretzl aus Oberornau. Mit einem Geschenkkorb voller Bier-Schmankerl wollte sie die Ersteigerer locken. Das konnte sich Quirin von der Faschingsgemeinschaft Haag nicht entgehen lassen und schlug bei 300 Euro zu. A Busserl gab’s auch gleich noch obendrauf.

Gerhard Stellner aus Reichertsheim hat sein schauspielerisches Talent unter Beweis gestellt und mit seiner Schwester einen kurzen Sketch aufgeführt. Am lautesten lachten am Ende Sophia und Sabi von der Rechtmehringer Dirndlschaft, die den feschen Kerl für 150 Euro abstaubten.

Melanie Leitl aus Gars lockte die Männer der Schöpfung mit einem schier unwiderstehlichen Angebot. Um ihr handwerkliches Geschick unter Beweis zu stellen, suchte sie einen Freiwilligen zum „um die Wette nageln“. Der erste Lacher war ihr damit sicher und am Ende schnappte Florian aus Dorfen bei 140 Euro zu.

Die Versteigerung rundum Norbert Neumann (Foto unten Mitte) aus Mühldorf trug zur absoluten Erheiterung bei den Gästen bei. Der nebenberufliche Pizzafahrer zeigte sein musikalisches Können auf der Ziach und wurde schließlich von zwei jungen Burschen ersteigert, Lugge und Christoph. 150 Euro war ihnen der quirlige Mühldorfer Wert, „weil mia ham a Pizzeria und suachan no an Fahrer“, begründeten die beiden ihre Wahl.

Die Zwillinge Simone und Katharina Wastlhuber aus Kraibrug gab es auf der Bühne nur im Doppelpack. Einradfahren, Maßkrugstemmen und mit ein paar Burschen Luftballons durch Körperkontakt platzen lassen zogen sie als Asse aus dem Ärmel. Versteigert wurden sie dann aber separat. Eine für 210 und eine für 230 Euro. Die Ersteigerer Klaus und Sophia freuten sich über ihre Fänge.

Ein liebevoll gestaltetes Transparent schmückte die Zeilinger Alm für Martin Ganslmaier aus Pfaffing. Im Kräftemessen stellte er seine Männlichkeit unter Beweis. Die Damen gaben aber nur zögerlich Gebote ab und so wurde der „Liebesgott“ von seinem eigenen Fanclub für einen Hunderter ersteigert. Ganslmaiers Anfeuerer konnten sich übrigens zu Beginn der Versteigerung ein 30 Liter-Fass-Bier sichern, da sie am lautesten für ihren Kandidaten jubelten.

Katja Rosenberger aus Rechtmehring brachte das Zelt zum Beben. Zumba gehört zu ihre größten Hobbies und so verwandelte sie die Wiesn-Alm für ein paar Minuten in eine Zumba-Arena. Von ihrem Elan war Ersteigerer Markus am schwersten beeindruckt und sicherte sich die junge Tänzerin für 330 Euro.

Michael Greißl aus Mittergars legte mit seiner Tanzeinlage nochmal einen drauf. High-Speed-Schuahplattln zählt er zu seinen größten Talenten und brachte das Publikum damit fast zum Ausrasten. Stolze 340 Euro trug seine Einlage am Ende zur Spendensumme bei.

Die letzte Kandidatin ließ die Gebote so weit nach oben schnalzen, wie keiner zuvor. Franziska Entfellner aus Halfing unterhielt das Zelt mit ihren charmanten Gstanzln und kam damit schließlich auf stolze 760 Euro! Man muss natürlich dazu sagen, dass der Meistpreis für das höchste Gebot des Abends, eine Brauereiführung für 15 Personen in Stierberg, die Konkurrenten gegeneinander aufheizte, aber wie Moderator Vitus Reger den Abend über immer wieder betonte: „Das Geld ist für einen guten Zweck, also hobt’s eich ned aso!“

Nach dem Kassensturz durch Festwirt Herbert Zeilinger standen bei der Verkündgun vorerst 2.733 Euro auf dem Scheck. Das Team der Wiesn-Alm und die Kraftwerke Haag rundeten die Summe jedoch auf ganze 3.500 Euro auf. Die Freude bei den Verantwortlichen der Stiftung Ecksberg und den Vertreterinnen der Eltern-Kind-Gruppe Rechtmehring war dementsprechend groß.

Wie auch zwischen den Versteigerungen unterhielten „Die Graxentaler“ das Publikum musikalisch auch noch für den Rest des Abends, den die Ersteigerer mit ihren Ersteigerten und den Feierwütigen aus dem Publikum in der Herzal-Bar ausklingen ließen.

 

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