Feldarbeit wie früher

Rosserervorführung auf dem Haager Herbstfest lockte Jung und Alt

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Die Pferde ziehen und der Bauer drückt mit ganzer Kraft den Pflug in den Acker, damit der Boden auch wirklich gut gewendet wird. Wie anstrengend und mühsam die Feldarbeit vor rund 100 Jahren noch war, davon bekamen die Besucher der gestrigen Rosserervorführung auf dem Haager Herbstfest ein recht gutes Bild. Auch Festwirt Bernd Furch (Foto) legte auf dem Feld hinter dem Unertl-Zelt selbst Hand an …

Vor Beginn der Vorführung leitete Hans Urban (Foto  unten) thematisch in die Feldarbeit vor den Bulldogs und Maschinen ein. Er erklärte die Unterschiede zwischen Pflug, Egge und ließ einige junge Landwirtschaftsfans deren Funktion erklären. „Ma duad erst oggan und dann eggn“, wusste ein junger Bub sofort. Die Mädels begeisterten sich dagegen eher für die „Rossen“, die die Werkzeuge über den Acker zogen.

Auch ein paar Zeitzeugen bekam Urban vors Mikrofon, die davon berichteten, wie sie damals noch mithilfe von „Pferdl und Ochs“ geackert und per Hand ausgesät haben.

Mit zwei Zweiergespannen wurde die Feldarbeit dann schließlich vorgeführt. Robert Hiebl sen. und jun. aus Soyen spannten an ihre beiden Schimmel einen Pflug und Michael Binsteiner aus Taufkirchen eggte mit seinen zwei braunen Füchsen.

Hans Urban übergab das Mikrofon in der Zwischenzeit an Ross-Experte Hans Stitzl (Foto unten) aus Hörpolding, der die Feldarbeit mit interessanten Kommentaren genauer erklärte.

 

Besonders hervorgehoben wurde das Wenden der Pferde am Ende eine Furche. „Die müssen dabei wirklich einen Fuß über den anderen kreuzen. Das muss man mit den Pferden lange üben, damit die das schaffen, ohne dass sie sich gegenseitig auf die Füße steigen.“ Binsteiner, der auch zu Hause noch so manche Arbeiten mit seinen Pferden verrichtet, habe ihnen das in jahrelangem Training beigebracht.

Sich selber ein Bild von der Arbeit verschaffen wollte sich Festwirt Bernd Furch, der unter der Anweisung von Robert Hiebl eine Furche ackerte. Den Wortwitz konnte sich Hans Stitzl natürlich nicht nehmen lassen: „Der Furch macht a Furch. Des gibt’s aa ned jedn Dog.“

 

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