Mehr Ladesäulen für Haag

Kulturausschuss stimmte über Lade-Infrastruktur für Elektrofahrzeuge ab

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Die Elektromobilität verbreitet sich auch im Haager Land immer weiter. Aus diesem Grund stand in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses die Ladeinfrastruktur des Ortes in der Diskussion. Gemeinsam mit den Kraftwerken Haag möchte die Gemeinde weitere Ladesäulen bereitstellen.

Das Kraftwerk betreibt bereits Ladestellen in Haag wie etwa auf dem Parkplatz am Bürgersaal und an der Rute. Im Rahmen des Umbaus der Münchener Straße besteht nun die Möglichkeit, den Bürgersaal mit einer weiteren Ladesäule ausstatten zu lassen. Hierfür hat Dr. Ulrich Schwarz, Geschäftsführer der Kraftwerke Haag, einen Förderantrag gestellt.

 

Bisher bieten die Kraftwerke ihre Ladesäulen kostenfrei an. Durch eine Erweiterung der Ladeinfrastruktur um zehn Ladepunkte und die Umstellung auf den öffentlichen Betrieb, fallen allein durch den damit benötigten Supportservice deutlich höhere Kosten an. „Das lässt sich auf Dauer finanziell nicht von den Kraftwerken stemmen“, so Bürgermeisterin Sissi Schätz. Deshalb sei Schwarz an die Gemeinde herangetreten.

 

Nun soll der Ausschuss darüber entscheiden, ob die Gemeinde als Betreiber der neuen Ladestellen in Frage kommt. „Wir sehen die Aufgabe des Betreibers beim Stromversorger“, stellte die Bürgermeisterin vor der Diskussion den Standpunkt der Gemeinde klar. „Allerdings stellen wir gerne Flächen zur Verfügung.“

 

Josef Hederer teilte diese Meinung: „Es ist nicht Aufgabe der Politik, Tankstellen zu sponsern.“

Etwas nachsichtiger zeigt sich Christian Mangstl. Er fahre selbst seit etlichen Jahren Elektroroller und ist deshalb sicher: „E-Mobilität funktioniert – E-Mobilität wird kommen.“ Zwar war er ebenfalls der Meinung, die Gemeinde käme als Betreiber der Ladestellen nicht in Frage, allerdings schlug er vor, die Kraftwerke dabei finanziell zu unterstützen: „Wir müssen der E-Mobilität helfen.“ Sein Vorschlag fand allerdings kaum Zustimmung.

 

Auch Ludwig Schletter hielt ein Ladesäulennetz in der Gemeinde sinnvoll.

Konrad Lipp empfand einen Ausbau der Ladestellen für notwendig, um auch gemeindeeigene Elektroautos beladen zu können. „Wenn wir weiter Fahrzeuge aufrüsten, wie etwa auf dem Bauhof, brauchen wir auch Ladesäulen im Ort.“

Sissi Schätz aber klärte auf: „Wir laden unser Auto direkt an der Gemeinde und den Lader am Bauhof. Die Reichweiten sind weit genug, dass es nicht zu Problemen kommen wird.“

 

Insgesamt waren sich die Ausschussmitglieder einig: Elektromobilität ist die Zukunft. Allerdings beschlossen sie, die Gemeinde solle nicht als Betreiber der neuen Ladestellen agieren. Stattdessen sollen die Kraftwerke Haag oder ein anderer Anbieter sich um Betrieb und Wartung kümmern, die Flächen dafür stelle die Gemeinde aber zur Verfügung.

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