Von Wasserburg nach Wasserburg

Drei junge Radler aus dem Altlandkreis legen 379 Kilometer vom Inn an den Bodensee zurück

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„Helm auf, rauf auf den Sattel und rein in die Pedale“ hieß es dieser Tage für eine Radler-Gruppe aus dem Altlandkreis. Startpunkt für Christine Kronseder (20) aus St.Wolfgang sowie Quirin Seidl (20) und Manuel Hinmüller (20) aus der Gemeinde Unterreit war Wasserburg am Inn. Ihr Ziel: Wasserburg am Bodensee. Hier ihr Radl-Bericht von Wasserburg nach Wasserburg:

20 Kilometer steil bergauf

>> Tag 1: Von zu Hause ging es für uns – Quirin, Christine und Manuel – erst mal nach Wasserburg am Inn, wo wir über den Innradwegweg auf der rechten Flussseite flussaufwärts in Richtung Attel aufbrachen. Auf dem von der Natur geprägten Weg hielten wir uns nach Richtung Rosenheim. In der Innenstadt angekommen, ging es nach einer Pause weiter Richtung Raubling, um auf den Bodensee-Königssee-Radweg zu wechseln. Dem ziemlich eben verlaufenden Weg folgten wir nach Au bei Bad Feilnbach.

Um nicht den, wie auf unserer Karte gekennzeichneten Bogen über Hundham ausfahren zu müssen, kürzten wir die Route über Hausham ab. Diese Etappe erfordert einiges an Kondition, da es 20 Kilometer steil bergauf, bergauf und nochmals bergauf geht.

Anschließend klinkten wir wieder in die eigentliche Route ein und es ging nach Gmund am Tegernsee, wo es Zeit wurde, eine Unterkunft zu suchen.

Sehr behilflich dabei ist das Informationsterminal im Bahnhof, das uns von einer Pensionsbesitzerin empfohlen worden war. Dort werden einem die noch freien Hotelzimmer, Ferienwohnungen und Appartements rund um den See angezeigt. Unsere Wahl fiel auf die Berggaststätte „Lieberhof“, zwischen Tegernsee und St. Quirin.

Um diese zu erreichen, mussten wir noch einen letzten Berg bezwingen. Auch wenn der erste Tag hart war, so konnten wir uns über die bereits zurückgelegten 103 Kilometer freuen und wurden mit gutem Essen und einem überwältigenden Ausblick belohnt.

Abkühlung in der Loisach

>> Tag 2: Bei einem köstlichen Frühstücksbuffet konnten wir Drei uns für die Weiterfahrt stärken und es ging morgens in Richtung Bad Tölz. Nachdem wir über Bad Heilbrunn Benediktbeuern durchfahren hatten, musste erst mal eine Abkühlung her. Dafür eignet sich besonders das kalte Wasser der Loisach …

Von Großweil bis zum Murnauer Moos verläuft der Weg noch relativ eben, um dann aber Bad Kohlgrub zu erreichen, ist wieder eine Bergauf-Passage zu überwinden.

Hier gibt es sehr viele Ferienwohnungen, bei denen groß ausgeschildert ist, dass sie auch Gäste für nur eine Nacht nehmen und bei genau so einer, im Gästehaus Vogt, verbrachten wir die zweite Nacht. Leider knackten wir an diesem Tag mit 96 Kilometern nicht ganz die 100, dafür sollte das aber am nächsten Tag wieder ausgeglichen werden.

Blick auf Schloss Neuschwanstein

>> Tag 3: Mit allmählich starken Schmerzen in den Beinen setzten wir die Reise fort. Über Saulgrub erreichten wir Trochgau und schließlich Schwangau.

Den Weg entlang hat man längere Zeit einen tollen Blick auf das Schloss Neuschwanstein. Weiter führen einen die Schilder nach Füssen, wo wir uns beim Kiosk des Hopfensee Strandbades mit einer kleinen Mahlzeit und danach einer Abfrischung im See stärkten (Eintritt frei).

Nach einigen Bergauf-Bergab-Passagen kam Nesselwang, von wo aus man nach einem starken Anstieg nach Oy-Mittelberg kommt. Hier wird einem eine wunderschöne Alpensicht geboten. Wieder abwärts war das nächste Ziel Immenstadt im Allgäu.

Dort angekommen wurde das Tagesziel Oberstaufen festgelegt und die nächste Unterkunft fix gemacht. Die Wahl fiel auf die „Beate König“-Pension.

Auf dem weiteren Weg fährt man den kleinen und großen Alpsee auf einem Kiesweg entlang. Um 20 Uhr erreichten wir dann nach einer Tagesdistanz von 120 Kilometern endlich die Unterkunft.

Nach 379 Kilometern am Ziel

>> Tag 4: Endlich war es so weit. Ein paar Kilometer trennten uns noch vom Ziel. Der Weg nach Lindau verläuft mehr bergab als bergauf und bietet weiterhin eine sagenhafte Sicht auf die Berge und kleine, ländliche Orte wie Hergatz und das sich auf dem weiteren Verlauf der Tour befindende Hergensweiler.

Die letzten Kilometer folgten wir der Beschilderung Richtung Lindau, bis wir endlich um 13.30 Uhr am Ufer des Bodensees standen. Die Freude war riesengroß.

Nach einer kurzen Verschnaufpause packten wir noch die letzten sechs Kilometer nach Wasserburg. Der Radweg ging eben entlang des ,,schwäbischen Meers“, wie das Gewässer auch genannt wird. Hier ist es wegen des starken Tourismus besonders wichtig, sich rücksichtsvoll zu verhalten.

Wir erreichten endlich Wasserburg am Bodensee, legten unser Gepäck und die Fahrräder in der Unterkunft „Haus Seemann“ nieder und feierten unsere erfolgreiche Tour von 379 Kilometern

„Wenn jemanden auch das Radl-Fieber gepackt hat, dann ist diese Tour nur zu empfehlen. Die Route ist gut beschildert, meistens auf geteerten Rad- oder gut befahrbaren Kieswegen und neben dem tollen Alpenblick, darf man auch schöne Städte und Gewässer genießen“, sagt Manuel Hinmüller. 

 

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