Friedlich und bunt in Haag

Viel Lob: Kulturausschuss besprach das neue Konzept des Marktfestes

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In der vergangenen Sitzung des Verwaltungs- und Kulturausschusses war Christian Wimmer, der Veranstalter des diesjährigen Markt- und Straßenfestes, zu Gast. Er schilderte den Ablauf des neuen Konzeptes und stellte fest: Es war ein voller Erfolg – vor allem auch dank der Zusammenarbeit mit Haag aktiv …

Als Grundgedanke sollten drei Plätze bespielt werden: Der Marktplatz, die Hauptstraße mit Abzweigung zur Wasserburger Straße und der Bräuhausplatz. Auch gab es die Verbindung zum Schlossturm durch das Kino an der Freitreppe.

„Im Vorfeld hat es viel Kritik gehagelt“, so Wimmer. Das lag besonders an der Veränderung des Marktplatzes. „Der Marktplatz soll ein geordneter Platz mit der Strahlkraft sein, die ihm gerecht wird.“

Das kunterbunte Treiben wurde in diesem Jahr auf die Hauptstraße verlagert, als Zentrum die Bühne an der Kreuzung von Hauptstraße und Wasserburger Straße.

Besonders wichtig für Wimmer: Es sollte für jede Altersgruppe ein Angebot dabei sein.

So gab es für die Kleinen einen Sandkasten, für Jugendliche die Sprayaktion am Marktplatz, junge Erwachsene konnten in der Party Area am Bräuhausplatz feiern und die Bands auf dem Marktplatz und der Hauptstraße ergänzten das Angebot bis ins hohe Alter. Für das Publikum, das es nicht so laut mochte, gab es im Rathausgarten eine entspannte Atmosphäre.

Erster Gedanke sei gewesen, den Marktplatz von Wirten aus der Haager Region bewirten zu lassen, was allerdings aus verschiedenen Gründen nicht umsetzbar war. Deshalb wurde der Plan mit Foodtrucks ergänzt. Im Nachhinein zeigte sich nun, dass die Haager Wirte den Ansturm allein nicht hätten bewerkstelligen können.

Einen großen Dank sprach Wimmer an die Mitglieder von Haag aktiv aus. „Der große Erfolg ist das Endergebnis der Zusammenarbeit mit Haag aktiv.“

Bernhard Gruber zeigte sich ebenfalls begeistert vom vergangenen Fest. „Die Kinderrallye war wahnsinnig gut besucht. Insgesamt 350 ausgefüllte Zettel wurden abgegeben. Von den Kindern kamen 250 von auswärts aus Wasserburg, Pfaffing, Sankt Wolfgang.“ Mit 19 Stationen gab es bei der Rallye ein viel größeres Angebot als in den vergangenen Jahren. Diesmal musste Gruber sogar etlichen Teilnehmern absagen, weil es sonst zu viele Stationen geworden wären.

„Leider gab es auch einige Schwierigkeiten, bei denen wir uns für das nächste Mal Lösungen überlegen sollten“, fuhr Wimmer fort. So entsprach es nicht dem Sinn des Flohmarkts, dass auch Gewerbetreibende Verkaufsstände hatten. Außerdem kam es bei den Bands an der Hauptstraße zu Verzögerungen. „Weil die Straße erst ab mittags gesperrt werden konnte, kam man mit dem Aufbau der Bühne in Verzug.“

Die Kritik, zwischen der Hauptstraße und dem Marktplatz hätte eine Verbindung gefehlt, wies Wimmer entschieden ab. „Die Hauptstraße war eine bewusst freie Zone“, stellte er klar. Die Fläche des Festes reichte vom Bräuhausplatz bis zu Bike Service Gruber und war damit ein riesiges Areal. Ziel war es, dass die Plätze sich nicht gegenseitig beeinflussten.

Zum Ende der Ausführung freute Bürgermeisterin Sissi Schätz folgendes besonders: „Es gab sehr viel positives Feedback. Insgesamt war es friedlich, bunt und für jeden was dabei.“

Nun soll es eine Nachbesprechung mit den Beteiligten geben und Verbesserungsvorschläge ausgearbeitet werden. Allerdings war die Bürgermeisterin sicher, das Grundkonzept sei aufgegangen. Die Überlegung sei nun, ob es bereits im nächsten Jahr wieder, oder, wie eigentlich angedacht, nur alle zwei Jahre stattfinden solle.

Hans Urban bestätigte den Erfolg des Events: „Die Bühne an der Kreuzung war ein super Platz, die Wirte waren trotz Foodtrucks ausgelastet, wir hatten extremes Glück mit dem Wetter.“ Um eine Aussage darüber zu treffen, ob das Fest bereits im nächsten Jahr wieder durchgeführt werden kann, wünschte er sich einen finanziellen Überblick.

„Es sind noch nicht alle Rechnungen eingegangen“, so die Bürgermeisterin, „aber unser geplantes Budget wurde eingehalten.“

Christian Mangstl schlug vor, den Termin des Festes für die kommenden Jahre zu verschieben. Wimmer aber stellte klar, das vergangene Fest habe gezeigt, dass das nicht notwendig ist. „Im nächsten Jahr ist Pfingsten sehr spät, wenn wir einen späteren Termin wählen, konkurrieren wir mit vielen Sommerfesten.“

Mangstl wünschte sich außerdem eine bessere Kommunikation zu den Vereinen. Auch Rosmarie Heimann war sicher: „Wir sollten das Potential der Vereine nicht unterschätzen. Es wären deutlich mehr da, wenn man sie von vornherein mitnimmt.“

Bürgermeisterin Sissi Schätz betonte, man habe die Vereine so früh wie möglich angesprochen. „Weil lange nicht klar war, ob und wie sich die Wirte beteiligen, konnten wir nicht sagen, ob das Fest überhaupt stattfindet. Erst als die Zusagen der Foodtrucks kamen, wurden die Vereine informiert.“ Sie war allerdings sicher, diese Reibungsverluste werden sich jedes Jahr verringern.

Insgesamt war sich der Verwaltungs- und Kulturausschuss einig: Das Organisationsteam des Markt- und Straßenfestes solle im nächsten Schritt Verbesserungsvorschläge erarbeiten und bereits im kommenden Jahr mit diesem Grundkonzept und einem ähnlichen Angebot ein neues Fest planen.

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