Letztes Konzert mit Michael Gäßl

Gospel-Train feierte 40-jähriges Bestehen mit Jubiläumskonzert am Gymnasium Gars

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Anlässlich der 1250-Jahrfeier der Gemeinde Gars präsentierte der Gospel-Train am vergangenen Wochenende sein buntes Programm aus Gospel, Spirituals und afrikanischer Musik. Mit über 600 verkauften Karten war der „Rote Platz“ des Garser Gymnasiums gut gefüllt, bot aber trotzdem noch genügend Raum, um sich von den schwungvollen Liedern mitreißen zu lassen. An dem Abend feierten die Gäste nicht nur das 40-jährige Bestehen des Chores, sondern verabschiedeten sich gleichzeitig nach 20 Jahren Leitung von Chorleiter Michael Gäßl.

„Überall wird gefeiert. Gars wird 1250 – und kein Ende in Sicht. Der Gospel-Train wird 40 – und kein Ende in Sicht. Und ich bin seit 20 Jahren Leiter der Gospel-Train – und das ist mein letztes Konzert“, leitete musikalischer Leiter und Dirigent Michael Gäßl das Konzert am vergangenen Wochenende ein. Wie der Gründer des Chores, Manfred Eisele, legt auch Gäßl nun nach 20 Jahren sein Amt nieder. Doch er stellte von Anfang an klar: „Ich bin nicht der Typ, der im Voraus nachtrauert. Ich möchte das Konzert genießen bis zum letzten Moment.“ Und seine Begeisterung färbte auf das Publikum ab.

 

 

Für das Jubiläumskonzert stellte der Chor gemeinsam die Lieder zusammen. Deshalb gab es neben spirituellen und afrikanischen Liedern auch Interpretationen von aktuellen Popballaden wie zum Beispiel Birdies „People help the People“.

 

 

Die Solisten begeisterten mit unterschiedlichen Stimmfärbungen und die Mischung aus reinen mehrstimmigen Chorgesängen und schwungvollen Liedern gemeinsam mit der Band sorgte für ein abwechslungsreiches Programm.

 

 

Bei den afrikanischen Liedern unterstützten außerdem Franz und Holle Nadler aus Mühldorf mit ihren Trommeln.

 

 

Aber auch das Publikum wurde gefordert. „Wir sind heute alle Musiker“, appellierte Gäßl an die Zuhörer zum Mittanzen, -klatschen und -singen. So zeigte er einen afrikanischen Tanzschritt, den viele Besucher sofort umsetzten und studierte gemeinsam einen achtstimmigen südafrikanischen Urwaldjodler ein.

 

 

Weil es vorerst Gäßls letztes Konzert mit der Gospel-Train war, ließen sich die Chormitglieder etwas Besonderes einfallen. Nach 34 Jahren auf der Bühne bei Gospel-Train, 20 Jahren als „Gospel-Trainer“, vier aufgenommenen CDs und Konzerten unter anderem in Gars, München, Dresden und Hamburg, wollte der Chor sich bei ihrem musikalischen Leiter bedanken. „Wir bedanken uns für deine Geduld, den Spaß und den Erfolg, für deine Persönlichkeit und Hingabe, dass du uns einen Einblick in die Seele dieser Musik gegeben hast und für die 20-jährige Reise“, so der Redner Franz Neudecker, der gemeinsam mit Kathrin Nagy das Lied „Ein Kompliment“ der Sportfreunde Stiller auf Michael Gäßl angepasst hat. Auch hier zeigte das Publikum vollen Einsatz und sang beim Refrain fleißig mit.

 

 

Nach dem emotionalen Moment animierten flotte Lieder die Zuhörer wieder, von ihren Sitzen aufzustehen. Die Musiker auf der Bühne lebten die Freude an der Musik vor und verbreiteten durch ungezwungenes Tanzen gute Laune. So zog es das Publikum nach vorne an die Bühne und auch an den Plätzen tanzten und jubelten sie fleißig mit. Für die Zugabe holte Gäßl auch ehemalige Mitglieder der Gospel-Train auf die Bühne und beendete das Konzert mit viel Tanz, Spaß und Applaus.

 

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