Zahl der Unfälle leicht gestiegen

Die Verkehrsunfallstatistik für 2017 der Polizeiinspektion Waldkraiburg

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Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Waldkraiburg, zudem neben der Stadt Waldkraiburg auch die Gemeinden Aschau, Kraiburg, Jettenbach, Taufkirchen und Unterreit gehören, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 918 Verkehrsunfälle registriert. Im Jahr zuvor waren es 837 Verkehrsunfälle – dies entspricht einem Plus von 9,67 Prozent.In der Gesamtzahl der registrierten Verkehrsunfälle sind über die Hälfte, genau 563, sogenannte Kleinunfälle, also Blechschäden, enthalten. Bei diesen Kleinunfällen gab es wiederum in 190 Fällen eine Kollision mit Wildtieren.

Leicht negativ ist die Entwicklung der Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Im vergangenen Jahr gab es insgesamt 132 Verkehrsunfälle (2016: 125, ein Plus von 5,60 Prozent) mit 178 (2016: 164) Verletzten. Glücklicherweise gab es auch im letzten Jahr keine Verkehrstoten zu beklagen.

160 Mal haben sich die Verursacher von der Unfallstelle entfernt, im letzten Jahr waren es noch 200. In 53 Fällen konnten die Flüchtigen ermittelt werden. Bei den meisten Unfällen war die Ursache Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren. Bei den schweren Verkehrsunfällen waren die Hauptursachen nicht angepasste Geschwindigkeit in 18 Fällen, sowie und Alkohol am Steuer in 17 Fällen.

 

Der unfallträchtigsten Tage waren diesmal Dienstag und Freitag mit je 153, gefolgt vom Mittwoch. Auch im vergangen Jahr war der Sonntag „Schlusslicht“. Zwischen 16 Uhr und 17 Uhr krachte es am häufigsten.

 

Im Stadtbereich von Waldkraiburg war ein leichter Anstieg der Unfallzahlen zu verzeichnen. Sie stiegen von 593 im Jahr 2016 auf 603 im vergangenen Jahr.

Deutlich gefallen sind die Verletzten bei den Verkehrsunfällen: Es wurden bei 80 Verkehrsunfällen mit Personenschäden insgesamt 110 verletzt. In 2016 waren es noch 99 Unfälle mit insgesamt 132 Verletzten.

 

Insgesamt wurden von den Beamten der Polizeiinspektion Waldkraiburg jedoch 1.220 Verkehrsunfälle aufgenommen und bearbeitet. 6,73 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies liegt daran, weil die Polizeiinspektion Waldkraiburg zur Nachtzeit auch den Bereich der Polizeistation Haag  mit betreut. Zu diesem Dienstbereich zählt dann auch die unfallträchtige B12, von Reichertsheim bis zu Landkreisgrenze im Großhaager Forst bei Maitenbeth dazu.

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeistation Haag ereigneten sich im vergangenen Jahr insgesamt 701 Verkehrsunfälle, 13,43 Prozent mehr als im Vorjahr, mit 114 Verletzten. Leider waren auch wieder zwei Unfalltote zu beklagen.

 

Auf der Staatsstraße 2352 von Waldkraiburg nach Mühldorf gab es zwei Verkehrsunfälle mit vier Verletzten. An der sogenannten „Pürtener Kreuzung“ (Staatsstraßen 2091 und 2352) sind die Unfallzahlen deutlich gestiegen: Im vergangenen Jahr gab es acht Verkehrsunfälle mit insgesamt fünf Verletzten. Das Jahr zuvor passierten insgesamt drei Unfälle mit zwei Verletzen.

 

Als ein weiterer Unfallschwerpunkt hat sich der sogenannte „Ensdorfer Berg“ (Staatsstraße 2092 von Kraiburg/Ensdorf in Richtung Taufkirchen) herauskristallisiert. Es wurden hier im vergangen Jahr auf einer Länge von 500 Metern insgesamt sechs Verkehrsunfälle mit insgesamt drei Verletzten aufgenommen. 2016 passierten auf der Strecke acht Unfälle. Der leichte Rückgang der Unfallzahlen hier ist sehr erfreulich. Eventuell tragen die Geschwindigkeitsbeschränkungen seit 2016 für den ganzen Berg 70 beziehungsweise 50 km/h bereits Früchte.

 

An der „umgestalteten“ Einmündung der Kreisstraße MÜ 20 in die Staatsstraße 2091 (Nähe Aldi) waren im vergangenen Jahr nur zwei Unfälle mit Blechschäden zu verzeichnen. Bei der Kreuzung Graslitzer/Aussiger Straße stiegen die Unfallzahlen von fünf Unfällen mit sieben Verletzten im Vorjahr auf insgesamt sechs Unfälle mit sechs Verletzten im vergangenen Jahr an.

 

Zwar haben sich die Gesamtunfallzahlen erhöht, die Polizeiinspektion Waldkraiburg deutet aber darauf hin, dass dies auch den erhöhten Zahlen bei den Wildunfällen geschuldet sei. Die Unfälle mit Verletzten sind leicht gestiegen. Dies gilt auch für die Anzahl der bei den Verkehrsunfällen verletzten Personen.

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