Moderne und Tradition verbinden

Gemeinderat diskutierte über das weitere Vorgehen beim Pfarrheim im Zehentstadel

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Bei einem gemeinsamen Informationsabend berieten sich der Gemeinderat und die Kirchenverwaltung darüber, ob es gemeinsame Ziele für das Haager Zehentstadel gibt und welchen Effekt der Ausbau der Räumlichkeiten hat. Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung fasste Bürgermeisterin Sissi Schätz die Ergebnisse zusammen.

Die Teilnehmer kamen zu dem Ergebnis, dass eine Belebung des Zehentstadels als geschichtliches Gebäude eine Aufwertung des Marktplatzes nach sich zieht. Durch die öffentliche Nutzung eines Denkmals ließe sich die Moderne mit der Tradition verbinden.

 

Nachdem das Thema im Gemeinderat bisher vertragt worden war, nahm man nun erneut die Diskussion auf. Teile der Kirchenverwaltung wollten zuvor Kontakt mit dem Ordinariat aufnehmen und klären, ob ein Erwerb der Räume möglich ist.

 

Das Ordinariat nahm allerdings Abstand davon, den gesamten Westteil des Zehentstadels auszubauen. „Das Raumprogramm hat sich verändert“, so Sissi Schätz. „Es wurde davon ausgegangen, dass nicht mehr so viel Raum benötigt wird – und dieser soll dann besser angemietet werden.“

 

Nachdem sich mehrere Gemeinderatsmitglieder unsicher über den angestrebten Mietzins geäußert hatten, versicherte die Bürgermeisterin: „Der Mietzins ist nicht ausschlaggebend. Es gibt einen deutlich positiven Aspekt: Mit der Kirche haben wir langfristige Mieter.“

 

Der Bedarf der Räumlichkeiten zeigte sich deutlich. Auch die Gemeinde hat ein großes Interesse daran, dass das Zehentstadel wiederbelebt wird. „Im jetzigen Pfarrheim finden nicht nur kirchliche Veranstaltungen statt“, so die Bürgermeisterin weiter, „sondern auch Seniorenabende, die für alle offen sind, Konzerte und Chorveranstaltungen.“ Es täte dem Gebäude gut, wenn dort ein- und ausgegangen würde und Bürger nach Belieben Veranstaltungen besuchen könnten.

 

Die Brügermeisterin ist der Überzeugung: „Das Zehenstadel soll als Denkmal belebt werden.“ Das alte Pfarrheim könne anschließend zum Beispiel als soziale Einrichtung aufbereitet werden und als Wohnraum für Bedürftige und Behinderte dienen.

 

„Brandschutzmäßig ist das alte Pfarrheim eine Katastrophe“, stellte Hermann Jäger (PWG) allerdings klar. Es brauche neue Wände, Brandschutztüren und Notausgänge, um das Pfarrheim weiterhin auf diese Weise nutzen zu können. „Der Brandschutzbeauftragte gab uns dafür eine Frist von fünf Jahren.“

 

Sissi Schätz möchte das Verfahren nun flott vorantreiben und externe Berater hinzuziehen. „So können wir vielleicht bis Ende des Jahres schon aussagekräftige Zahlen haben“, stellte die Bürgermeisterin in Aussicht.

 

Der Gemeinderat beschloss daraufhin, das Projekt gemeinsam mit der Kirchenverwaltung fortzuführen.

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