Kläranlage ist am Limit

Gemeinderat hofft auf Entlastung durch neue Flotationsanlage des Milchwerks Jäger

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Bereits vor einigen Jahren wurde mit dem Milchwerk Jäger eine Sondervereinbarung getroffen: Da das Unternehmen die Haager Kläranlage überproportional in Anspruch nimmt, erhob die Gemeinde einen Schmutzwasserzuschlag. Durch die neue Flotationsanlage soll die Qualität des Abwassers nun verbessert werden und der Zuschlag entfallen. Der Gemeinderat stimmte in der jüngsten Sitzung darüber ab.

Seit November vergangenen Jahres ist die Flotationsanlage im Testbetrieb. Ihre Aufgabe ist es, durch eine Vorbehandlung des Abwassers die Qualität von durchschnittlichen häuslichen Abwässern zu erreichen. Seit April ist die Testphase beendet und nun soll der Schmutzwasserzuschlag entfallen und stattdessen ein neuer Vertrag ausgearbeitet werden. In diesem soll unter anderem geregelt werden, welche Parameter einzuhalten sind und welche Folgen ein Ausfall der Flotationsanlage hat.

Hans Jahna war als Gast in der Gemeinderatssitzung anwesend und betonte: „Die Kläranlage ist am Limit. Wenn die Flotationsanlage ausfällt, sind wir überlastet.“ Das Milchwerk sei selbst dafür verantwortlich, die Werte zu überwachen, allerdings sollten stichprobenartig Vergleichsmessungen gezogen werden.

Bürgermeisterin Sissi Schätz stellte klar: „Das Milchwerk dokumentiert ihre Werte selbstständig. Wenn es zu Ausreißern kommt, fällt für den Zeitraum und die Mengen wieder der Schmutzwasserzuschlag an.“

Durch den Einsatz der Flotationsanlage sind die Werte der Kläranlage inzwischen so stabil, dass sie unter der Belastungsgrenze sind. Wäre diese Maßnahme nicht erfolgt, hätte die Kläranlage ausgebaut werden müssen.

Jahna ist daher für eine strikte vertragliche Regelung: „Die Molkerei soll gar nicht in Versuchung kommen, es zu Überschreitungen kommen zu lassen.“

Da seit April die Abwässer des Milchwerks stabil sind und die Parameter eingehalten werden, beschloss der Gemeinderat, den Schmutzwasserzuschlag nicht mehr zu erheben. Des Weiteren soll ein Vertrag vorbereitet und vorgelegt werden, in dem die Änderung der Sondervereinbarung über den Zuschlag erfasst wird.

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