Ein Kracher für die Löwen

US-Angreifer Michael Dorr kommt vom VER Selb zum EHC Waldkraiburg

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Die zweite und letzte Kontingentstelle des EHC Waldkraiburg für die kommende Oberliga-Saison ist vergeben und den Löwen ist damit ein echter Transfercoup gelungen. Denn von den Selber Wölfen wechselt der US-Stürmer Michael Dorr in die Industriestadt.

Der Spieler des Jahres der Oberliga-Süd-Saison 2012/2013 hat bisher 112 Spiele in der dritten Liga Deutschlands absolviert und war auch schon in der DEL2 für Bad Nauheim aktiv. Beim EHC möchte er im Winter voll angreifen und aufgrund seiner Scorerqualitäten und technischen Fähigkeiten darf man sich bereits freuen. Brent Norris wird die Löwen damit verlassen.

112 Spiele in der Oberliga Süd für Klostersee und Selb und dabei 79 Tore und insgesamt 179 Scorerpunkte verbucht – der 29-jährige Stürmer aus Roseville Minnesota ist das, was einen Knipser nennt und damit auch das, was die Löwen gesucht haben. Michael Dorr stürmt ab sofort für den EHC Waldkraiburg und die Verantwortlichen um Cheftrainer Thomas Vogl freuen sich, den umworbenen Angreifer „bekommen“ zu haben. „Michael Dorr ist ein klasse Eishockeyspieler und bringt viel Qualität mit“, erklärte Thomas Vogl zur Verpflichtung. „Ich habe mit ehemaligen Trainern und Mitspielern gesprochen und er selbst hat deren Aussagen im Gespräch ebenfalls bestätigt: Er hat immer gute Laune und einen Spruch auf den Lippen. Und auf dem Eis kämpft er bis zur letzte Minute. Wir freuen uns auf ihn und die Fans unserer Löwen hoffentlich auch.“ Dass dem so ist, konnten die Verantwortlichen der Löwen bereits Anfang dieser Woche selbst erfahren, als Dorr zu Gast war, den Kontrakt hatte er bereits einige Tage zuvor unterzeichnet.

Dorr wurde im Dezember 1988 in Roseville bei Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota geboren und begann das professionelle Eishockeyspielen bei den Des Moines Buccaneers in Iowa. Nach zwei College-Stationen bei der Universität in Minnesota und den South Carolina Stingrays wechselte er 2012 „über den Teich“ nach Klostersee. In Grafing verbuchte er in 47 Partie geschmeidige 43 Tore und 46 Assists und weckte damit als Topscorer der Liga und auch mit dem Titel „Spieler des Jahres“ Begehrlichkeiten in Bad Nauheim. Beim Zweitligisten wirbelte er in der Folgesaison und bewies auch in der DEL2 Treffsicherheit: 54 Scorerpunkte (32 Tore) in 53 Spielen standen am Ende auf seinem Konto. Nach Stationen in den USA, England und Australien kam er 2016 zurück nach Selb und gleich in der ersten Saison folgten 30 Tore und 41 Vorlagen in 52 Begegnungen. Im letzten Jahr bremste ihn dann eine Verletzung aus und er musste nach 13 Begegnungen mit sechs Tore und 13 Assists die Spielzeit vorzeitig beenden. Die Reha läuft allerdings bestens und er wird im Herbst topfit und motiviert in die Industriestadt kommen: „Ich freue mich sehr, hier zu sein. Über den Sommer bin ich in der Heimat, werde hart arbeiten und freue mich auf kommenden Winter und wir werden hoffentlich eine erfolgreiche Saison haben“, so Dorr, der mit Lukas Wagner und Max Kaltenhauser zwei bisherige Löwen noch aus der Zeit in Klostersee kennt.

Die Löwen dürfen sich damit auf einen echten Kracher in der Offensive der neuen Spielzeit freuen und die Verantwortlichen des EHC Waldkraiburg heißen Michael Dorr, der voraussichtlich mit der Nummer 19 auflaufen wird, herzlich willkommen und wünschen ihm eine erfolgreiche und verletzungsfreie Saison!

Gleichzeitig bedeutet die Verpflichtung Michael Dorrs den Abschied vom Kanadier Brent Norris. Der 24-jährige Flügelstürmer war im vergangenen Sommer zum EHC Waldkraiburg gekommen und lebte sich schnell gut ein. Sowohl in der Oberliga, als auch später in der Verzahnungsrunde und den Playoffs zeigte Norris seine Qualitäten und spielte sich schnell in die Herzen der Fans.

Insgesamt machte Norris in einer aus Vereinssicht nicht leichten Saison 44 Spiele, dabei erzielte er 24 Tore und bereitete weitere 24 Treffer vor. Dennoch traf man die Entscheidung, ihm keinen neuen Vertrag anzubieten und auf der zweiten Kontingentstelle neben Tomas Rousek eine Neubesetzung durchzuführen. Nichtsdestotrotz bedankt sich der EHC Waldkraiburg aufs herzlichste beim sympathischen Kanadier und wünscht ihm für den weiteren sportlichen Weg alles erdenklich Gute! GM

Foto (von links): EHC-Präsident Wolfgang Klose, Trainer Thomas Vogl, Michael Dorr und EHC-Manager Thomas Höfner (von Paolo Del Grosso)

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