„Impfen rund um die junge Familie“

5. Bayerische Impfwoche - Gesundheitsamt Mühldorf beteiligt sich an bayernweiter Impfberatung

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„Impfen rund um die junge Familie“ ist das Motto der 5. Bayerischen Impfwoche. Diese veranstaltet das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege zusammen mit der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI) diese bis 29. April parallel zur Europäischen Impfwoche.

Die Bayerische Impfwoche macht mit zahlreichen landesweiten Aktionen auf die empfohlenen Impfungen vor und während der Schwangerschaft bei den werdenden Eltern und bei den Kontaktpersonen von Neugeborenen wie Geschwistern, Großeltern sowie medizinischem Personal wie Hebammen und Ärzten aufmerksam.

 

„Hintergrund ist, dass vermeintliche Kinderkrankheiten wie zum Beispiel Masern oder Keuchhusten mittlerweile vermehrt im Erwachsenenalter auftreten. Somit stellen infektiöse Familienangehörige, andere Verwandte oder Bezugspersonen eine Gesundheitsgefahr für noch nicht geimpfte Neugeborene dar“, sagt Gesundheitsamtsleiter Dr. Benedikt Steingruber. Ein „Klassiker“ ist die FSME-Impfung, besser bekannt als „Zeckenimpfung“. „Wir hatten im letzten Jahr zwei klinisch und labordiagnostisch bestätigte FSME-Fälle und bei der Borreliose 37 gemeldete Fälle“, erklärt Dr. Steingruber. „Wichtig ist zu betonen, dass der Landkreis Mühldorf, wie auch die angrenzenden Landkreise, Risikogebiet für FSME sind. Die Impfung gegen FSME ist deshalb gerade bei uns wichtig und auch die Erwachsenen sollten mit dem Hausarzt über eine Auffrischungs-Impfung sprechen.“

 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte zum Start der 5. Bayerischen Impfwoche: „Als zweifache Mutter und Ärztin liegt mir die Gesundheit unserer Kleinsten besonders am Herzen. Ein gesundes und vollständig geimpftes Umfeld schützt am besten vor Infektionskrankheiten.“ Die Ministerin ergänzt: „Erwachsene sind sich meist nicht bewusst, dass sie ohne Impfschutz als mögliche Krankheitsüberträger eine Gesundheitsgefahr für noch nicht geimpfte Babys und Kleinkinder sein können. Neugeborene können an einigen Infektionen wie etwa Masern oder Keuchhusten schwer erkranken und bleibende Schäden davontragen. Deshalb widmet sich die diesjährige Bayerische Impfwoche dem wichtigen Thema ‚Impfen rund um die Familie‘.“

 

Dass Krankheiten wie Masern, Mumps, Keuchhusten, Windpocken und Grippe nach wie vor präsent sind, zeigen auch die Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Demnach wurden in diesem Jahr bei den impfpräventablen Infektionskrankheiten mit Stand 13. April diesen Jahres bayernweit bislang 20 Masernfälle, 51 Mumpsfälle und 1.292 Windpockenfälle gemeldet. Bei Keuchhusten gab es 1.050 Meldungen und 41.648 Grippefälle verzeichnete das LGL in diesem Jahr bislang in Bayern.

Allein im Landkreis Mühldorf gab es bis Mitte April 580 Influenzafälle, 46 Windpocken- und 53 Keuchhustenfälle.

 

„Erfreulicherweise gab es heuer aber noch keinen Fall von Masern und Mumps im Landkreis Mühldorf“, so Irene Dr. Krenn-Lanzl vom Gesundheitsamt Mühldorf. Sie betont: „Ziel der Bayerischen Impfwoche ist es, die Bevölkerung auch im Landkreis davon zu überzeugen, vergessene oder übersehene Impfungen nachzuholen und Impflücken zu schließen.“ Nicht nur die Impfung gegen Tetanus, Diphterie und Keuchhusten sollte vollständig sein. Wichtig sei auch ein ausreichender Impfschutz gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken, für bestimmte Risikogruppen auch Influenza und Pneumokokken.

 

Weitere Informationen finden alle Interessierten unter www.schutz-impfung-jetzt.de, aktuelle Informationen zur Impfwoche unter: https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/praevention/impfen/bayerische_impfwoche/index.htm.

 

Das Gesundheitsamt Mühldorf, erreichbar unter der Telefonnummer 08631-699 310, berät zu allen Fragen des Impfschutzes und stellt den Kinderbetreuungseinrichtungen Infomaterial für Eltern zur Verfügung.

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