Das Jubiläum stand im Mittelpunkt

Rundum positive Bilanz bei Hauptversammlung der Feuerwehr Haag

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Rückblick auf ein außergewöhnliches Jahr: Bei der Hauptversammlung zog die Feuerwehr Haag eine rundum positive Bilanz zu 2017. Nicht zuletzt wegen der 150-Jahr-Feier im Mai gab es diesmal viel zu berichten. Nach seinen Grußworten übergab Vorsitzender Robert Kinzel der zweiten Vorsitzenden Doris Noller das Wort, die die wichtigsten Veranstaltungen des vergangenen Jahres Revue passieren ließ.

Zwei Jahren an Vorbereitungen habe das große Jubiläum gekostet, so Noller. Sie erinnerte vor allem an den Auftritt der Kabarettistin Martina Schwarzmann, der zusammen mit der „Lösch dich aus“-Party am nächsten Tag der absolute Höhepunkt gewesen sei. Sie ging natürlich auch auf die anderen Tage des Festes ein, das insgesamt ein voller Erfolg war.

 

„Das nächste große Fest gibt es erst wieder in 25 Jahren“, atmete sie am Ende auf und sorgte damit für Schmunzeln.

Aber nicht nur Anlass zum Feiern gab es im letzten Jahr. Die Feuerwehr Haag war auch ansonsten sehr aktiv. Etwa organisierte man kurzfristig ein Schlittenfahren am Pflaumberg oder bereitete für das Kinderferienprogramm eine Löschwassersuchwanderung im Ort vor, bei der es mehrere Stationen mit kleinen feuerwehrtechnischen Aufgaben zu bewältigen gab. Außerdem nahmen die Floriansjünger am Haager Faschingsumzug teil. Mit historischen Uniformen und einer historischen Drehleiter machten sie Werbung für ihre 150-Jahr-Feier.

Anschließend gab Noller einen kurzen Ausblick auf die Veranstaltungen, die in diesem Jahr stattfinden sollen, bevor sie das Wort an Kommandant Thomas Göschl übergab.

„Das vergangene Jahr war einfach schee. Genial.“ Göschl war sichtlich stolz auf seine Kameraden und auf das, was sie in 2017 geleistet hatten. Er berichtete von 74 aktiven und 16 jugendlichen Mitgliedern und stellte eine neue Drehleiter in Aussicht, die bereits im Investitionsplan vorgesehen sei.

Der Kommandant wies nicht ohne Stolz auf Lehrgänge und Weiterbildungen hin, die seine Kameraden absolvierten. „Do sigt ma, dass wir ned nur rote Autos zum Spuin ham und nachts olle mim Martinshorn aufweckan“, so Göschl.

Er stellte klar, dass Zeit ein wesentlicher Faktor der Feuerwehr sei. „Ausbildungen, Übungen und Einsätze neben Beruf und Familie sind heute schwer zu stemmen.“

Göschl bedankte sich bei den beiden Neuzugängen des letzten Jahres. Zum einen Manuela Fischl, die ihre Feuerwehrlaufbahn in der Feuerwehr Perlach (München) startete, beruflich bedingt nun Dienste in der Feuerwehr Wasserburg leistet und aufgrund ihres Wohnortes nun auch für Haag angeworben wurde. Außerdem bei Eddy Baumann, der schon als Jugendlicher Mitglied war, allerdings aus beruflichen und familiären Gründen nach St. Wolfgang und Dorfen zog. Nun, nach seiner Rückkehr nach Haag, leistet er wieder seinen Dienst bei der hiesigen Wehr.

„Wir müssen Präsenz zeigen, die Werbetrommel rühren“, war Göschl in seiner Rede besonders wichtig. Das sei notwendig, um neue Mitglieder zu begeistern und als Organisation weiter bestehen zu können. „In vielen Kommunen ist die Feuerwehr Hauptmotor für Veranstaltungen.“

Stolz ist man in Haag auch auf den Nachwuchs. Über die Aktivitäten der 14 Burschen und zwei Mädchen berichtete der stellvertretende Kommandant Stefan Reger. Im vergangenen Jahr wurden 32 Übungen durchgeführt und die Jugendlichen engagierten sich beim Rammadamma und dem Kinderferienprogramm, bei dem sie die Organisation der Spiele übernommen hatten.

Insgesamt wurden etwa 160 Stunden Jugendarbeit geleistet. Außerdem nahm die Jugendfeuerwehr am alljährlichen Wissenstest in Waldkraiburg teil. Gemeinsam beglückwünschten Thomas Göschl und Stefan Reger Feuerwehrfrau Maria Göschl, die im letzten Jahr die siebte und damit höchste Stufe erreichte.

Laut Kommandant Göschl war 2017 ein eher ruhiges Einsatzaufkommen zu verzeichnen. Insgesamt gab es 69 Einsätze, in denen 1.015 Einsatzkräfte insgesamt 1.536 Stunden gefordert waren. Diese verteilten sich auf zehn Brandeinsätze, 55 technische Hilfeleistungen und vier Fehlalarmierungen. „Zum Vorjahr haben sich die Zahlen kaum verändert, aber in den vergangenen 20 Jahren lagen die Einsatzzahlen bei durchschnittlich 76,71″, so der Kommandant.

Er bedankte sich für die Geld- und Sachspenden unter anderem von der Spedition Transporte Schweiger, die neue Poloshirts für die Jugendfeuerwehr finanziert hatte. Außerdem bei den Starkbierfreunden, durch deren Spende neue Helme für die Jugendfeuerwehr beschafft, und an der 150-Jahr-Feier übergeben werden konnten.

Des Weiteren konnte durch die Firma Allianz-Versicherungen Eisenauer und Eisenauer eine zusätzliche Wärmebildkamera angeschafft werden. Auch der Erlös der Dirndl- und Burschenersteigerung vom Herbstfest wurde von der Festwirtsfamilie Zeilinger an die Jugendfeuerwehr gespendet. Göschl bedankte sich auch nochmal persönlich bei Josef Sax.

Schriftführer Phillip Buresch und Kassenwart Florian Huber hielten ihre Vorträge kurz. „2017 war durch das Jubiläum natürlich auch finanziell ein außergewöhnliches Jahr“, so Huber und bedankte sich ebenfalls für die vielen Geld- und Sachspenden.

Anschließend übernahm Kommandant Göschl unter großem Beifall der Anwesenden die Ehrungen und Beförderungen. Zu Feuerwehrmännern stiegen Stefan Dimpflmeier, Andreas Furch, Manuel Neumeier und Alexander Schmid auf. Oberfeuerwehrmänner sind nun Andreas Bauer, Michael Buresch, Michael Göschl, Helmut Kunert, Christoph Polifke und Julian Wahl.

Zu Löschmeistern stiegen auf Josef Einberger, Andreas Leitmannstetter, Matthias Mayer und Peter Reich. Zum Oberlöschmeister befördert wurde Reinhard Schmidt und Oberbrandmeister wurde Stefan Reger.

 

Michael Schwarzhuber und Wolfgang Deuschl feierten 10 Jahre Dienstzeit. Für 30 Jahre Dienstzeit wurden Andreas Urban und Heinrich Wagner ausgezeichnet.

Mit den Worten: „Do is mei Osch zweit unten“ übergab Göschl an Landrat Georg Huber die Ehrung der 40-jährigen Jubilare.

Auch der Landrat ist der Meinung, die „Freiwillige Feuerwehr ist eine enorme Triebkraft für Veranstaltungen“ und bedankt sich für die Leistungen. Er ehrte die Jubilare Rudolf Neumann und Rainer Noller, die 40 Jahre mit dabei sind. Vorsitzender Kinzler zeigte sich ebenfalls stolz über die Jubilare. „Machts weida, solangs no geht“, bat er.

Bürgermeisterin Elisabeth Schätz sprach in ihren Grußworten ihre Glückwünsche an die Jubilare aus und zeigte sich stolz über die hervorragende Arbeit des Vereins. Sie betonte noch einmal, die „Drehleiter ist im Investitionsplan verankert“.

Der Dienststellenleiter der Polizei, Dirk Schreyer, bezog sich auf die Rede von Thomas Göschl. „Natürlich stören sich die Bürger manchmal an vorbeirasenden Feuerwehrwagen. Es sollte aber jedem klar sein, dass die Feuerwehr nicht freiwillig und aus Spaß mit Blaulicht unterwegs ist.“

Zum Schluss meldeten sich die Kollegen der Feuerwehr aus Hausruck in Oberösterreich – der Haager Partnerfeuerwehr – zu Wort. Ehrenbrand Josef Riedl zeichnete Heinrich Posch und Robert Kinzel mit der Bezirks-Verdienstmedallie III. Stufe des Bezirkes Grieskirchen aus.

 

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