Franzi traurig: „Es tut mir so leid!“

Olympia-Staffel: Klapp-Mechanismus der Südkoreaner hinkte Schnelligkeit hinterher

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Nein, es hat nicht sollen sein! Der Traum von einer olympischen Medaille ist leider für Franzi Preuß aus Albaching ausgeträumt – zumindest für die nächsten vier Jahre! Sie wurde am heutigen Mittag mit der deutschen Biathlon-Staffel bei Olympia ’nur‘ Achte. Es hätte nicht chaotischer beginnen können für die so zuversichtlich ins Rennen gegangene 23-Jährige: Beim ersten Liegendschießen dachte Franzi, eine Scheibe sei stehen geblieben – dabei war der Klapp-Mechanismus der Südkoreaner langsamer, als Franzis Handeln.

 

Sie sah eine schwarze Scheibe, lud eine Patrone nach und konnte erst dann sehen, dass für sie doch die Null stand und alle Scheiben weiß geblieben waren!

Jetzt begann das große Rätselraten, ob Franzi der Sicherheitsregel entsprechend ohne Nachlader-Patrone im Gewehr wieder weiter gelaufen ist. Unser Foto oben zeigt den Beweis rot eingekreist. So wie sie es auch den Reportern erklärt hat anschließend – sie hat die Patrone wieder aus dem Gewehr herauskatapultiert.

„Das weiß ich doch“, sagte sie leise – traurig der Blick!

Tapfer stand Franzi dem Millionen-Publikum vor den TV-Geräten Rede und Antwort …

Es tue ihr so leid, sagte Franzi dem Millionen-Publikum.

Sie hatte bestens geschossen und war aber durch den Klapp-Mechanismus plötzlich komplett irritiert. Es ging ja darum, möglichst schnell und fehlerfrei zu schießen – und genau das war ihr liegend eigentlich perfekt gelungen.

Leider aber brachte diese Verwirrung die junge Sportlerin aus Albaching vollends aus dem Tritt – nicht läuferisch, aber am Stehend-Schießstand. Plus starker Windböen: Franzi reichten die drei Nachlader nicht, sie musste einmal in die Strafrunde.

Trotz allem übergab sie ’nur‘ mit einer Minute Rückstand an Denise Herrmann.

Zwar war zu diesem Zeitpunkt klar, dass Team Deutschland nicht disqualifiziert wird, weil Franzi sich zum großen Glück regelkonform verhalten hatte – die Staffel wäre nämlich ansonsten sofort aus dem Rennen genommen worden – aber ausgerechnet Deutschlands Läuferin Nummer zwei, die eigentlich so laufschnelle Denise Herrmann, vermasselte dann leider den holprigen Start der deutschen Staffel noch mehr:

Das Feld hatte sich hier wieder zeitnah gesammelt und alle Chancen waren wieder offen. Sie wartete aber am Schießstand und wartete und wartete und musste prompt ebenfalls in eine Strafrunde. Der Wind habe ihr so zu schaffen gemacht, sagte Herrmann später. Und auch sie entschuldigte sich.

Mittlerweile erhöhte sich der Abstand auf das nun führende Team auf über eine Minute 30. Auch Franziska Hildebrand ging es beim Schießen nicht viel besser und auch sie musste in eine Strafrunde, bevor Laura Dahlmeier noch ein letztes Mal ihr Bestes gab. Doch schnell war klar, sie wird nicht mehr auf die Medaillen-Ränge laufen können. Mit knapp einer Minute Rückstand kam sie als Achte für Team Deutschland ins Ziel.

Der Traum ist für die nächsten vier Jahre ausgeträumt und ja, Laura sagte es als Doppel-Olympiasiegerin den Reportern deutlich: Es is, wia’s is!

Fotos: Quelle ZDF

 

 

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