Es geht los in Albaching!

Fast 30 Jahre gewartet: Nächste Woche ist der Spatenstich zur Ortsumgehung

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Das fast 30 Jahre lange Warten hat ein Ende: Die Gemeinde Albaching erhält eine Ortsumgehung. Der Spatenstich findet am Dienstag, 27. Februar, feierlichst um 15 Uhr statt. Der Kreisausschuss hatte dem Straßenneubau im vergangenen Sommer – wie berichtet – einstimmig zugestimmt …

Der Landkreis Rosenheim ist Bauherr, weil die Ortsdurchfahrt von Albaching Teil der Kreisstraße RO 42 ist. Nach dem 14:0-Beschluss erlebten die Kreisräte Außergewöhnliches: Die im Bürgersaal von Albaching anwesenden Bürger einschließlich Albachings Rathauschef Franz Xaver Sanftl hatten lautstark applaudiert …

Unser Foto zeigt den Kreisausschuss mit dem Landrat (rechts) im letzten Sommer bei der Vor-Ort-Besichtigung …

Landrat Wolfgang Berthaler hatte zuvor darauf hingewiesen, dass der Landkreis nicht oft neue Straßen baue. Mit dem Kreisausschuss war er sich aber einig, dass es im Fall von Albaching der richtige Weg ist.

Ab 2019, nach Fertigstellung der Umgehungsstraße, dürfen sich die Albachinger auf mehr Verkehrssicherheit, weniger Lärm und mehr Lebensqualität freuen.

Ihre Hausaufgaben hat die Gemeinde bereits erledigt. Im Zuge des Dorferneuerungsverfahrens sicherte sie sich die notwendigen Grundstücke auch für die Ausgleichsflächen.

Zudem wurden die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Die beiden Bauleitverfahren „Flächennutzungsplanänderung“ und „Bebauungsplan Umgehungsstraße Albaching“ wurden durchgeführt. Klagen dagegen gab es nicht.

Die neue Straße wird 2,5 Kilometer lang werden, sieben Meter breit sein und in einem Abstand von 160 bis 360 Meter nördlich an Albaching vorbeiführen. Die Trasse verläuft durch landwirtschaftlich genutzte Flächen. Ein Schutzgebiet ist nicht betroffen. Für zwei Anwesen entlang der Neubaustrecke ist eine Lärmschutzwand vorgesehen.

Zwischen Albaching und dem Ortsteil Berg trifft die Umgehungsstraße auf die bestehende Kreisstraße RO 41. Hier wird ein Kreisverkehr gebaut.

Eine Kreuzung oder alternativ ein zweiter Kreisverkehr entsteht nördlich von Albaching, dort kreuzt die neue Straße die Gemeindeverbindungsstraße in den Ortsteil Stetten.

Nach Abschluss der Straßenbauarbeiten wird die Umgehungsstraße Teil der Kreisstraße RO 42. Der nordwestlich von Albaching gelegene Teil der dann „alten“ RO 42 wird vollständig zurückgebaut.

Der südwestliche Rest der „alten“ Kreisstraße wird zu einem Geh- und Radweg umgebaut.

Der Landkreis Rosenheim rechnet mit Baukosten in Höhe von drei Millionen Euro und hofft auf staatliche Zuschüsse von mindestens 50 Prozent.

Die Kreisstraße RO 42 ist eine der wichtigen Verkehrsverbindungen zwischen der Bundesstraße 12 im Norden bei Hohenlinden und der Bundesstraße 304 im Süden bei Wasserburg.

Die Verkehrsbelastung in der Ortsdurchfahrt liegt zwischen 3.300 und 4.200 Fahrzeugen in 24 Stunden.

Der Anteil des Schwerlastverkehrs beträgt zwischen zehn und 15 Prozent. Für eine Kreisstraße ist das überdurchschnittlich hoch.

Normalerweise beträgt der Anteil des Schwerlastverkehrs um die sechs Prozent, sagte Gerhard Kippes, er ist im Landratsamt Rosenheim für den Hoch- und Tiefbau verantwortlich.

Erschwerend kommt noch hinzu, dass die Ortsdurchfahrt im Bereich der Kirche St. Nikolaus mit 5,20 Meter so eng ist, dass ein Begegnungsverkehr zwischen Lkw und Pkw nicht möglich ist.

Kippes verwies auf ein Gutachten, wonach durch die neue Umgehungsstraße ein Verkehrsrückgang um 77 Prozent möglich wird.

Seit Anfang der 1990er Jahre bemühte sich die Gemeinde Albaching um eine Ortsumfahrung …

 

 

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