Im Januar gibt’s keinen Winter mehr

Um 3,7 Grad zu warm - Die ersten Pollen fliegen - Kommt die Kälte jetzt im Februar?

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„Zum Thema Winterwetter ist im Januar nichts mehr groß zu holen. In den Niederungen sind weder Dauerfrost, noch eine geschlossene Schneedecke in Sicht. Der Januar ist bisher 3,7 Grad zu warm und damit der wärmste Januar seit dem Jahr 2008. Morgens zwitschern bereits munter die Vögel und die ersten Pollen von Erle und Hasel sind auch schon unterwegs. 

„Im Januar brauchen wir uns zumindest in den Niederungen nicht mehr auf echtes Winterwetter einzustellen“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

„Spannend wird es dann aber zum Monatswechsel, denn dann steht eine deutliche Abkühlung auf dem Programm. Aber noch sind es sieben Tage bis zum 1. Februar und da kann sich die Prognose noch mehrmals ändern, allerdings ist ein Trend deutlich, hin zu deutlich kälterem Wetter.

Regional wird sogar mit leichtem Dauerfrost gerechnet, besonders nach Ostdeutschland hin. Das wäre nicht verwunderlich, ist der Februar immerhin in der Vergangenheit öfters mit einer starken, verspäteten Kältewelle aufgefallen. Aber noch wissen wir nicht, ob es sich um ein winterliches Strohfeuer oder um einen echten arktischen Flächenbrand handeln wird. Das langfristige Klimamodell von der US-Wetterbehörde NOAA lehnt Letzteres eher ab: Dort rechnet man mit einem zwei bis drei Grad zu warmen Februar. Es bleibt also auf alle Fälle spannend“, erklärt Jung.

So geht es in den nächsten Tagen weiter:

 

Freitag: 5 bis 9 Grad, vom Saarland bis rüber in den Osten hängen dicke Regenwolken, südlich und nördlich davon ist es meist trocken

Samstag: 4 bis 8 Grad, vielfach gibt es einen Mix aus Sonne und Wolken, es ist trocken

Sonntag: 7 bis 12 Grad, bedeckt, stellenweise etwas Regen

Montag: 7 bis 13 Grad, viele Wolken und Regen

Dienstag: 5 bis 11 Grad, aus Westen neuer Regen

Mittwoch: 4 bis 11 Grad, viele Wolken und Regen, gegen Abend mehr und mehr bis in tiefe Lagen in Schnee übergehend

Donnerstag: minus 2 bis plus 3 Grad, immer wieder teils kräftige Schneeschauer bis ganz runter

Freitag: minus 3 bis plus 5 Grad, aus Westen neue Schneefälle, später teils Schneeregen oder Regen

Samstag: 5 bis 12 Grad, wieder milder, ab und zu aus dichten Wolken Regen

Sonntag: 3 bis 7 Grad, bedeckt, hin und wieder Regen

 

Am heutigen Donnerstag fällt im Südwesten nochmal kräftiger Regen. Dabei können Richtung Saarland und Rheinland-Pfalz durchaus nochmal 20 bis 30 Liter Niederschlag vom Himmel kommen. „Das könnte die dortigen Bäche und Flüsse (Nahe, Mosel, Saar) noch mal markant ansteigen lassen und den Abfluss der Hochwasserwelle auf dem Rhein verlangsamen“, so Wetterexperte Jung.

 

Grafik oben: Was passiert zum Monatswechsel? Kann sich aus Nordeuropa in der Höhe kalte Polarluft auf den Weg zu uns machen?

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