Lawinengefahr steigt stark an

Nach Wintereinbruch am Wochenende: Jetzt kommen Tauwetter und viel Regen

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„Tauwetter und Regen: Die Lawinengefahr in den Alpen steigt weiter stark an. In den Alpen herrscht verbreitet die höchste Lawinenwarnstufe 5. In Vorarlberg sind Lech, Zürs, St. Anton und St. Christoph durch Straßensperrungen nicht mehr erreichbar. Beim Wintersport sollte man in den entsprechenden Regionen sehr vorsichtig sein“, warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Grafik oben: In weiten Teilen Österreichs gilt in den Hochlagen Warnstufe 4 oder 5.

So geht es in den nächsten Tagen weiter:

Dienstag: 2 bis 8 Grad, viele Wolken, trüb, aus Westen etwas Regen, in den Mittelgebirgen Tauwetter

Mittwoch: 8 bis 16 Grad, in den Hochlagen starkes Tauwetter, sonst meist trocken, aber bedeckt und trüb, lokal Frühlingsgefühle

Donnerstag: 8 bis 14 Grad, frühlingshaft mild, oftmals aber bedeckt, später aus Westen neuer Regen

Freitag: 6 bis 8 Grad, im Süden etwas Regen oder Schneeregen, sonst meist bedeckt, aber trocken

Samstag: 3 bis 7 Grad, viele Wolken, nach Süden zeitweise Schneeregen, in den Hochlagen der Alpen Schneefälle

Sonntag: 4 bis 9 Grad, aus Westen wieder Regenwolken, sonst auch mal etwas Sonne

Montag: 7 bis 12 Grad, viele Wolken und bedeckt, örtlich Schauer

Dienstag: 6 bis 9 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und kurzen Schauern

 

Jung: „In Sachen Winterwetter ist im Januar wie erwartet offenbar nichts zu holen. Das war bereits Anfang Januar zu befürchten. Wir hatten damals berichtet. Die wirklich kalte Winterluft bleibt einfach auf Distanz. Statt knackigem Dauerfrost bekommen wir in Deutschland seit Wochen mildes Atlantikwetter ab. Hier und da ist es nur mal über Nacht auch mal ganz unten kurz weiß geworden. So schnell wie die Flocken kamen, so schnell waren sie auch wieder weg.“

 

Der Experte weiter: „Am Mittwoch gibt es nun sogar einen Hauch von Frühling. Mit Spitzenwerten bis 15 oder 16 Grad im Westen liegen wir im Bereich von Rekordwerten für die aktuelle Jahreszeit. Selbst der Pollenflug kommt mächtig in Gang. Erle- und Haselpollen sind bereits munter unterwegs und machen den Allergikern das Leben schwer. Bisher ist der Januar deutschlandweit gesehen 3,5 Grad zu warm. Diese positive Abweichung wird sich in den nächsten Tagen noch deutlich vergrößern. Zur Wochenmitte erwarten wir wie gesagt frühlingshafte Werte. Auch in Sachen Niederschläge liegt der Januar ganz weit vorne. Bisher ist das langjährige Niederschlagssoll zu 125 Prozent erfüllt. Der Monat ist als schon jetzt 25 Prozent nasser als üblich.“

 

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