Kanonen- und Böllerschießen in Haag

An Silvester mit der Königlich-privilegierten Feuerschützengesellschaft

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Das erste Kanonen und Böllerschießen der Königlich-privilegierten Feuerschützengesellschaft Haag fand genau vor einem Jahr statt an Silvester 2016 – zum Gedenken des 450 Todestages des Grafen Ladislaus von Faunberg zu Haag. An diesem ersten Silvesterschießen der Haager Böllerschützen nahmen acht Kanoniere und über 25 Böllerschützen aus der ehemaligen Grafschaft teil. Anlässlich des 770. Jahrestages der Erstnennung der Haager Schützen während der Belagerung der Wasserburger Burg im Jahre 1247 (so Historiker Rudolf Münch) findet nun an Silvester 2017 um 15 Uhr wiederum ein Kanonen und Böllerschießen an der Freiham in Haag statt.

Neben den Böllerschützen und den Kanonieren aus der näheren Umgebung ist auch die Bevölkerung herzlich eingeladen, diesem Jubiläum beizuwohnen.
„Das Böllern selbst hat eine traditionsreiche und teilweise auch durch alte Chroniken belegte Geschichte, die bis in das ausgehende 15. Jahrhundert zurück reicht. So sollte es zum einen der Abwehr von bösen Geistern und Dämonen dienen, und gleichzeitig helfen, das Wetter zu ändern und die Natur zu erwecken. Auch sollte es die Lebensfreude zum Ausdruck bringen, wenn Taufen, Geburtstage oder Hochzeiten anstanden.

Die Veranstalter: ‚Das Salutschießen entstand als eine militärische Ehrerbietung, die noch heute nach festen Regeln und jahrhundertealtem Brauch angewendet wird. Mit dem Begrüßungsfeuer wollte die Besatzung eines Ortes bei der Ankunft eines bedeutenden Gastes das Vertrauen zu dessen friedlicher Gesinnung dadurch ausdrücken,
dass sie die zur Verteidigung geladenen Geschütze durch Abfeuern entluden.
Es donnert aus den Böllern und Kanonen, zuerst langsam, dann schneller, blitzend, rauchend, schnell alles einhüllend. Die Schützen verschwinden sekundenlang in einer gewaltigen Rauchwolke, und es gibt einen so lauten Krach, dass die Erde zu beben scheint und die Magengrube zittert.‘

Zwischen drei und sechs Kilo ist so ein Handböller schwer. Man lädt mit Pulver von zwei-Millimeter-Körnung und verdämmt die Mündung mit einen Korken, der mit dem Holzhammer nachgeschlagen wird. Das Zündhütchen wird aufgesetzt.

In der Silvesternacht wird traditionell zum Abschluss noch das alte Jahr hinaus- und das neue eingeschossen.

 

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