„Es war eine spannende und stressige Zeit“

Seit heute: Teilfreigabe der Münchner Straße in Haag

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Um 10 Uhr war es soweit. Im Beisein von vielen Gemeinderäten sowie am Bau Beteiligten konnte am heutigen Freitag der größte Teil der Münchener Straße in Haag wieder dem Verkehr übergeben werden. „Der Termin heute ist mir lieber, als der Spatenstich“, so Haags Bürgermeisterin Elisabeth Schätz schmunzelnd zur Begrüßung. Sie bedankte sich in ihrer Rede bei allen Beteiligten und blickte auch in die Zukunft.

Mit dem Durchschneiden des obligatorischen roten Bandes öffnete sich heute die Münchner Straße wieder offiziell für den Straßenverkehr. Auch der Kreisverkehr wurde heute noch so weit geöffnet, dass direkt von und nach Rosenberg und von und zum Autohaus und BayWa gefahren werden kann. Nur aus und zur Ortsmitte muss noch die kleine Umleitung über die Schäfflerstraße genommen werden.

 

Die wichtigsten Fakten zum Bau:

Die ausgebaute Strecke beträgt 970 Meter. Da die Entwässerung praktisch nicht vorhanden war, musste auch hier deutlich nachgebessert werden. Insgemacht wurde über ein Kilometer Rohrleitungen eingebaut. Das ist der Grund, weshalb es im Sommer manchmal so aussah, als würde in Richtung Erdmittelpunkt gegraben werden.

Außerdem wurden 550 Meter Wasserleitungen erneuert sowie Leerrohre für Breitbandausbau verlegt.

Damit die Fußgänger leichter die Straße überqueren können, gibt es die Ampel an der Westendstraße und weitere Querungshilfen. Dies dient hoffentlich auch der Verkehrsberuhigung.

Die Rosenberger Bürger werden sich am meisten über den neuen Kreisverkehr freuen, der das Ausfahren aus der Rosenberger Straße wesentlich erleichtern wird.

Die Kosten, die den Markt Haag betreffen, belaufen sich auf 1,9 Millionen Euro. Die Kostenberechnung aus dem Frühjahr 2015 ergab damals rund 1,7 Millionen Euro. „Von einer Kostensteigerung um das Vierfache, wie in der Bürgerversammlung behauptet, kann also keine Rede sein“, so Bürgermeisterin Schätz. „Dabei wurden nicht die richtigen Zahlen verglichen.“

Diese Summen beinhalten jeweils die Herstellung der Gehwege, die anteilige Entwässerung, die Beleuchtung und die Baunebenkosten. Für die Fahrbahn ist der Bund zuständig.

Fazit und ein Ausblick:

„Es war eine spannende und stressige Zeit seit dem Spatenstich am 7. März. Nur durch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und das Verständnis der allermeisten Bürger haben wir es geschafft, alles soweit fertig zu bringen, dass im nächsten Frühjahr nur noch kleinere Arbeiten erledigt werden müssen. Dafür möchte ich mich bei allen herzlich bedanken! Ich bin sehr froh und dankbar, dass während der Bauzeit keine größeren Unfälle passiert sind“, so die Bürgermeisterin.

Auch Projektleiter Konrad Haindl vom Ingenieurbüro „INFRA“ ergriff das Wort. Mit dem Sprichwort „Was lange währt, wird endlich gut“ begann der seine kurze Rede und verdeutlichte damit nochmal, dass das Ergebnis die Mühen wert war. Er bedankte sich bei allen Beteiligten und gratulierte dem Markt Haag zu seiner neuen Errungenschaft.

Wie geht es weiter?

Nächstes Jahr sollen die Planung für den Ortskern beginnen. Mit den Fraktionen im Gemeinderat ist die Möglichkeit eines Planungswettbewerbs besprochen. „In jedem Fall sollten wir uns genügend Zeit nehmen, denn es handelt sich immerhin um das Haager Ortszentrum“, so die Bürgermeisterin. Ein Vorlauf von ungefähr zwei Jahren wird für die Planung nötig sein. Etwas Abstand bis zur nächsten Großbaustelle wird auch der Haager Geschäftswelt gut tun. Text und Fotos: STÜ

 

 

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