EHC: Drei Spiele in fünf Tagen

Ab Mittwoch Mammut-Programm für die Waldkraiburger Löwen

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Man möchte gar nicht darüber nachdenken, wie mancher Vorstandsvorsitzender in der Fußball-Bundesliga auf einen derartigen Terminplan reagieren würde. Im Eishockey und auch für den EHC Waldkraiburg ist das aber keine Seltenheit: Die Löwen aus der Industriestadt treffen am Mittwoch, 1.November, in der heimischen Raiffeisen-Arena auf die Blue Devils aus Weiden (Beginn: 17.15 Uhr), reisen am Freitag zum ECDC Memmingen (Beginn: 20 Uhr) und erwarten dann am Sonntag zum Heimspiel den aktuell Tabellenzweiten aus Deggendorf (Beginn: 17.15 Uhr).

„Wir müssen uns immer wieder neu finden und positiv nach vorne schauen. Verliert man oft, verliert man auch Selbstvertrauen. Das ist alles Kopfsache. Aber wir geben nicht auf und ich hoffe, dass wir es am Mittwoch besser machen“, erklärte EHC-Coach Sergej Hatkevitch am vergangenen Sonntag nach der im Ergebnis deutlich zu hohen 1:4-Heimniederlage gegen den EV Landshut.

Seine Mannschaft war personell dezimiert gegen den Altmeister angetreten, hatte das Spiel bis zur 45. Minute offen gestalten können und mit etwas mehr Fortune im Abschluss vielleicht auch für sich entscheiden können. Doch am Ende stand man abermals frustriert und mit leeren Händen da. Da kommt es dem Löwen-Coach gerade recht, dass es schon drei Tage später wieder weiter geht und man sich nicht zu lange mit dem Grübeln ob der Niederlage aufhalten muss. Neues Spiel, neues Glück, drei Euro ins Phrasenschwein und eben ein neuer Anlauf auf den dritten Saisonsieg.

Mit den Blue Devils vom EV Weiden kommt allerdings erneut keine Laufkundschaft in die Raiffeisen Arena, wenngleich man diese in der starken und ausgeglichenen Oberliga Süd ohnehin vergeblich sucht .Aktuell liegt das Team von Milan Mazanec auf dem dritten Tabellenplatz, angeführt vom starken Josef Straka mit 24 Scorerpunkten in zehn Spielen und Top-Torjäger Martin Heinisch, der in zehn Partien schon 15 Mal einnetzte. Ex-Nationalspieler Straka aus Tschechien ist aber nicht der einzige neue Mann beim Vorjahres-Playoff-Achtelfinalisten.

Neun weitere Akteure wurden im Sommer verpflichtet, darunter fünf neue Verteidiger. Hier greift bislang aber noch nicht jedes Rädchen ins andere, denn 40 Gegentore kassierte keines der anderen ersten acht Teams der Liga aktuell. Am letzten Sonntag gewann Weiden zuhause gegen Lindau mit 4:2, zuvor setzte es eine 2:5-Niederlage bei Waldkraiburgs Sonntagsgegner Deggendorf.

Ehe am Sonntag aber Deggendorf nach Waldkraiburg kommt, reisen die Löwen am Freitag zum Aufsteiger ECDC Memmingen, der sich in der Oberliga bisher hervorragend verkauft. Die Indians, die im Vorjahr die Bayernliga-Vorrunde auf Platz 1 abschlossen, stehen mit zehn Punkten auf Rang neun der Tabelle und haben nur zwei Zähler Rückstand auf den letzten Playoff-Platz.

Coach Waldemar Dietrich hat die zwölf Neuzugänge aus dem Sommer gut integrieren können und mit einer Ausnahme  ist man auch mit allen Spielern bisher zufrieden. Lediglich Offensiv-Verteidiger Rory Rawlyk, der von den Atlanta Gladiators kam, interpretierte sein Spiel anders als gewünscht und hat bereits mit dem Slowaken Lubor Pokovic seinen Nachfolger kennenlernen dürfen. Rawlyk trainiert zwar noch mit den Indians, ein Vereinswechsel in naher Zukunft ist aber mehr als wahrscheinlich.

Der Tscheche Patr Haluza, den man mit großer Überredungskunst vom Zweitligisten Freiburg loseisen konnte, ist mit neun Treffern bester Torjäger der Memminger, Top-Scorer der ehemalige Waldkraiburger Antti-Jussi Miettinen mit 19 Scorerpunkten (15 Vorlagen).

 

Eine massive Anzahl an Scorerpunkte steht den Löwen dann am Sonntag im Heimspiel gegen Deggendorf gegenüber. Der aktuelle Tabellenzweite, der in der letzten Saison im Achtelfinale gegen Peiting die Segel streichen musste, ist in dieser Spielzeit noch stärker aufgestellt und kommt mit viel Offensiv-Power in die Industriestadt. Acht neue Spieler kamen an die Trat und im Vorjahr überragende Leistungsträger wie der Amerikaner Kyle Gibbons mit 47 Toren und 29 Vorlagen in 49 Spielen oder der Kanadier Curtis Leinweber mit 75 Scorerpunkten in 48 Partien (57 Vorlagen) konnten gehalten werden.

Neben den beiden Nord-Amerikanern stehen zudem sieben „Zwei-Flaggen-Spieler“ im Kader von John Sicinski und nach dem 6:5-Erfolg nach Verlängerung am letzten Sonntag in Memmingen werden die Deggendorfer die Löwen sicherlich nicht unterschätzen.

 

Aufgrund des Feiertages hat die Waldkraiburger Geschäftsstelle in dieser Mammut-Woche nur am Donnerstag von 18 bis 20 Uhr geöffnet. Außerdem kriegt man Tickets für die Heimspiele aber auch bis 24 Stunden vor Anpfiff Online unter ehcwaldkraiburg.com und natürlich auch am Spieltag selbst an den Abendkassen jeweils ab 15.45 Uhr.

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