Schwimmbäder: „Regierung muss handeln“

Haag und Schnaitsee: Anfrage der Landtags-SPD zeigt dramatische Entwicklung

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Im Landkreis Altötting sind derzeit vier Schwimmbäder sanierungsbedürftig, im Landkreis Mühldorf sind es drei und in Traunstein sogar acht. Vier Schwimmbäder sind deshalb sogar von der Schließung bedroht – das Hallenbad Haag, das in Inzell, in Reit im Wink sowie das Seebad Schnaitsee. Bayernweit drohen 54 Bädern die Schließung, 299 sind zum Teil dringend sanierungsbedürftig. Das hat eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion ergeben.

Für den SPD-Abgeordneten Günther Knoblauch sind das alarmierende Zahlen. „Die Staatsregierung steht hier in der Verantwortung, endlich zu handeln. Das Resultat der Schwimmbadschließungen ist allen bewusst: Immer weniger Kinder können schwimmen.“

Knoblauch verweist auf Studien der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft), wonach bereits jedes zweite zehnjährige Kind nicht schwimmen kann. Vergangenes Jahr gab es Bayern mehr Badetote als in jedem anderen Bundesland – 91 an der Zahl.

Die SPD-Fraktion im Landtag fordert einen staatlichen Sonderfonds von 30 Millionen Euro zur Unterstützung der Kommunen, die häufig die Sanierung nicht aus eigener Finanzkraft leisten können. „Den vollmundigen Ankündigungen der Staatsregierung jetzt endlich die Zuschüsse für Bäder zu erhöhen, müssen jetzt schnell konkrete Zahlen folgen. Wir werden da nicht locker lassen“, kündigte Knoblauch an.

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