Da Huaba moand … lobenswert!

Sie sprießen seit Jahren aus dem Erdboden wie die Schwammerl im Herbst: Kreisverkehre. Kaum eine Gemeinde, kaum ein Ort in Stadt und Altlandkreis, der keinen sogenannten Kreisel hat. Sie sind in Mode – weil sie den Verkehr sicherer machen. Wie sicher, davon können zum Beispiel die Albachinger ein Lied singen. Jahrzehntelang gab es beinahe im Monatsrhythmus an der Kreuzstraße schwere und schwerste Unfälle. Seit dem Bau des Kreisverkehrs vor Jahren nicht einen einzigen mehr …


Auch in Eiselfing entschärft man jetzt einen Unfallschwerpunkt mit einem solchen Kreisel. Der Gemeinde war der Bau so wichtig, dass man sogar bei der Finanzierung dabei ist, obwohl man das nicht müsste.
Eine lobenswerte Einstellung, ein lobenswertes Projekt … moand da Huaba.




Unsere Glücksfee im Voistress

Jetzt musst ma aufpassen – ned, dass die Gewinnerin von unserer Sommer-Verlosung statt des Hotel-Gutscheins für Tirol de Kino-Kartn fürn Stoa in Edling griagt hod. Bei unsere zahlreichen Verlosungs-Aktionen und Gewinnspielen konn ma zur Zeit scho moi an Überblick verlieren. Ob Wellness-Kurzurlaub, Sommer-Festival in Albaching (siehe Plakat – lafft heid no bis Mittag 12 Uhr!), tolle Preise für den schönsten Bart in Stadt und Land oder einfach nur für einen tollen Freiluft-Abend mitm Gottwald Rainer seim Kino in Edling – derzeit hod de Losfee wirklich an ziemlichn Stress. Des Guade daran: Unsere Leser sind auf jeden Fall richtige Gewinner … gfreid se de Redaktion.




… ohne is aa nix!

Ganz gwiss, er macht a bisserl älter, ois ma wirklich is. A so a Bart, der hod scho wos Gstands, wos Solides. Und er is scho a ganz scheens Zeitl modern. Aba er hod aa seine Schattenseitn. Manchmoi vofangt se da Senft beim Weißwurstessen in de Barthaar, wos ned wirkle dekorativ is. Oda da Schaum vom Bier rinnt einem zwischen den Barthaaren hinunter und tropft auf das Hemad. Aa ned wirkle schee. Ganz bläd is da Bart beim Schnupfa, weil se da Schmeitzler gern unter der Nasn verfängt. Trotzdem sog i: Ohne, Bart is‘s aa nix. Und deshoib machan mia jetzt unsern haarigen Wettbewerb. Mia sand scho gspannt, wia de auschaugn werdn, de schönsten Bärt in Stadt und Altlandkreis Wasserburg. Mitmacha … moand da Huaba.

Siehe auch …

Des werd a haarige Sach!




Ihr werdet mir fehlen …

Es riecht ein bisserl nach Dung, nicht zu scharf, eher mild. Durch den sanften Wind vom Inn herauf verdünnt, weht ein leichter Hauch von Stall. Ruhig und gelassen kaut das Viech meist auf dem Bauch liegend genüsslich auf irgendeinem Gewächs herum. Sinnbefreit, aber mit höchster Konzentration. Manchmal stößt es einen sanften, zurückhaltenden Ton aus, leise, wie das Summen eines verstellten Radios. Es bewegt sich nur, wenn es unbedingt muss. Sein Höcker hängt ihm lässig über die Schultern. Marschiert ein nervöser Waggerl laut bellend mit seinem Herrchen vorbei, macht es große Augen, das Kamel. Sonst nichts. Null, nada, niente. Die Kamele unten am Gries sind Inseln der Ruhe und Gelassenheit. Ich könnte sie stundenlang von unserer Terrasse aus beobachten. Leider nicht mehr lange. Am Sonntag ist Schluss mit Zirkus und Theater in Wasserburg. Kamele, ihr werdet mir sehr fehlen … moand da Huaba.




… schad eigentlich! Sehr!

Schad eigentlich, es wäre gestern Abend eine Chance gewesen. Eine Chance, gerade jetzt ein klares Zeichen zu setzen! Für die Wasserburger Altstadt mit den vielen Beschäftigten und deren Arbeitgeber, mit ihren Kunden und touristischen Gästen! Denn vor den Toren einer so schönen Stadt zwei kostenfreie Parkhäuser zu haben, das wäre etwas Besonderes geblieben. Ein Anreiz und ein Geschenk im Namen der Stadt.

Doch der entsprechende Zehn-Stunden-Antrag der CSU – auch im Namen des Wirtschaftsförderungsverbandes – wurde abgeschmettert. Das liebe Geld halt für den Stadtsäckel! Aber: Kann man die am Ende wohl rauskommenden 150.000 Euro pro Jahr Gewinn – wenn überhaupt – nicht anders reinholen?

Wo waren gestern die achtsam verfolgten Alternativen wie neue, attraktive Werbeflächen in den Parkhäusern und ihre Diskussion darüber? Dass es nur fair ist, monatelangen Dauerparkern einen Obolus – knapp 17 Euro im Monat – abzuverlangen, mag noch jeder verstehen. Ja und 1,50 Euro mögen pro Tag auch nicht viel Geld sein. Aber auf das ganze Jahr gesehen? Für eine halbtags arbeitende Mama in Wasserburg, eine Friseuse oder Bedienung, für den Geschäftsmann mit seinem kleinen Laden?

Kostenfreie Parkhäuser in Wasserburg – das war einfach anders! Erstaunlicher für alle! Ein Zeichen, einladend und gegen den Strom. Schad eigentlich, Wasserburg

… moand d’Renate.




… bitte nicht so!

Schreiben Sie uns Ihre Meinung. Das freut uns stets sehr und darauf waren wir irgendwie schon ziemlich stolz: Die Leser der Wasserburger Stimme haben sich in den letzten Jahren als sehr tolerante, gemäßigte und sachverständige Kommentatoren ausgezeichnet. Doch seit ein paar Wochen verzeichnen wir immer wieder auf unserem Forum Beiträge, die extrem, diskriminierend oder einfach nur unter der Gürtellinie sind …

Manchmal gibt‘s da keinerlei Austausch von Argumenten mehr, sondern es wird einfach mit Beschimpfungen um sich geworfen. Unter dem Deckmantel der Anonymität.

Kommentare, die keinen sachlichen Inhalt haben, werden wir künftig noch rigoroser löschen. Im Namen aller, die wirklich was zu sagen haben … moand die Redaktion.




… a bissal mehr Respekt, bitte!

Eine kuriose Meldung gab gestern das Polizeipräsidium in Rosenheim heraus. In Geretsried war die Polizei am Feiertag von einer Frau alarmiert worden. Die fragte nach, ob die Demonstration, die gerade in der Ortsmitte stattfinde, auch genehmigt sei. Die Polizei musste die Frau aufklären, dass es sich um eine traditionelle Fronleichnams-Prozession handle, die seit Menschengedenken genehmigungsfrei sei. Für mich ist das schon ein bisserl schade, dass Tradition, Brauchtum und Glaube heute offenbar nicht mehr so im täglichen Leben verwurzelt sind und respektiert werden, wie das früher der Fall war. Sie glauben das nicht? Dann schauen Sie sich mal eine Fronleichnams-Prozession in Wasserburg an. Wenn die Gläubigen in der Altstadt gemeinsam beten, schert das die Menschen in den Cafes keinen Millimeter. Da wird weiter mit voller Lautstärke rumgealbert. Scho a weng respektlos. Und schod … moand da Huaba.




Eine gute Entscheidung!

Ein uraltes Gebäude mitten in der Altstadt, Büros und Sicherheitseinrichtungen, die an einigen Stellen an eine Gendarmerie-Station des letzten Jahrhunderts erinnern – die Polizeiinspektion Wasserburg ist in die Jahre gekommen. Deshalb war dieser erste Schritt zum Neubau auch so wichtig und dringend erforderlich. Der Freistaat Bayern, der für seine Landespolizei und damit auch für die Polizeigebäude zuständig ist, hat seinem Bezirk jetzt das Baugrundstück am ISK-Klinikum in Gabersee abgekauft. Damit ist das Projekt „Neue Polizeiinspektion“ ins Rollen gebracht …

Auch wenn man die zeitliche Schiene noch nicht abschätzen kann, eines steht jetzt schon fest: Der Standort ist gut gewählt – nahe an der B15, nahe an der B304 und dennoch nicht zu weit von der Altstadt entfernt … moand da Huaba.




… mach mit, Leben zu retten!

Heute ist der Weltblutspendetag! Es ist der 14. Juni, weil es der Geburtstag des österreichischen Arztes Karl Landsteiner (1868-1943) war, der im Jahre 1901 das AB0-System der Blutgruppen entdeckt hatte. Im Laufe eines Jahres gibt es bei uns immer wieder Zeiten, in denen das Aufkommen von Blutspenden geradezu stockt. Hierzu gehören besonders Ferienzeiten – so wie jetzt – zudem ist es die Zeit mit den vielen Feiertagen. Das bedeutet, dass immer wieder Operationen, geplante Eingriffe, verschoben werden müssen. Spender werben Spender, solche Aktionen gibt es auch bei uns. Es muss eine gesellschaftliche Aufgabe sein, sie zu unterstützen. In Wasserburg ist da ein schöner Ansatz: Vereine rufen ihre Mitglieder dazu auf, geschlossen am Blutspendetermin teilzunehmen. Unser Foto zeigt als Beispiel die Wasserburger Stadtkapelle. Eine absolut nachahmenswerte Idee … moand d’Renate.




… ein Prosit auf de Taxler!

Prost auf dem Wasserburger Frühlingsfest – aber nicht zu sehr übertreiben! Denn das kann dann doch teuer werden. Ein Fall aus der Praxis: Ein trinkfester (?) Volksfestbesucher ließ sein Auto nach ein paar Maß auf der Münchner Wiesn lieber stehen und nahm ein Taxi. Vernünftig! Nach nur kurzer Zeit wurde ihm allerdings übel und er musste sich im Taxi übergeben. Das Taxi musste daraufhin natürlich gereinigt werden, außerdem konnte der Taxifahrer während der Reinigung keine anderen Fahrgäste befördern. Die Reinigungskosten und den Verdienstausfall wollte der Taxifahrer ersetzt haben. Zu Recht, wie das Amtsgericht München urteilte: Wer alkoholisiert ein Taxi besteige, der müsse auch damit rechnen, dass ihm übel werde und er sich übergeben müsse. Das Taxi zu verunreinigen, stellt eine Pflichtverletzung des Beförderungsvertrages dar, der Fahrgast muss daher den Schaden ersetzen. In diesem Sinne: Prost auf dem Frühlingsfest, das Auto stehen lassen und vernünftig bleiben beim Trinken! Dann haben auch die Taxler eine schöne Zeit … moand da Bastian A. Wernthaler, Rechtsanwalt in Wasserburg.