Wasser: Soyen kocht weiter ab!

Auch nach drei Wochen keine Entwarnung - Gestern zusätzliche Chloranlage installiert

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Noch immer keine Entwarnung für Soyen, was das Thema Abkochen des Trinkwassers angeht! An wenigen Mess-Punkten fehlen genau noch ein Hundertstel der Chlormenge von 0,1 mg pro Liter und deshalb könne das Gesundheitsamt das Abkochgebot noch nicht aufheben, heißt es heute von Soyens Bürgermeister Karl Fischberger gegenüber der Wasserburger Stimme. Man habe nun gestern deshalb eigens auch von der Rechtmehringer Seite her eine weitere Chloranlage installiert …

Ein Riesenaufwand, heißt es aus dem Rathaus, und möglich, da Soyen mit Rechtmehring einen Wasser-Notverbund habe.

Bürgermeister Fischberger geht aber davon aus, dass es sich jetzt nur mehr um wenige Tage handeln könne, bis das Abkochgebot von der Landkreis-Behörde aufgehoben werde. Aber da ein Wochenende bevorstehe, könne es durchaus sein, dass die Information an die Bevölkerung erst am Montag zu den Geschäftszeiten des Gesundheitsamtes herausgehe.

Man müsse einfach noch etwas Geduld haben, der Gemeinde seien die Hände gebunden. Man könne nicht zu viel Chlor durchs System jagen, das sei ja auch wiederum gesundheitsschädlich und bei einem sensiblen Vorgehen bestehe nun mal die Gefahr, dass sich Chlor verflüchtige und gar nicht ankomme, wo es ankommen soll. Soyens Wasserwart Josef Eberl gebe jedenfalls seit Wochen sein Bestes und renne quasi von Messung zu Messung, sagt der Rathauschef.  

Dafür sei man in der ‚Ursachen-Forschung‘ der Verkeimung mit den coliformen Bakterien einen großen Schritt weiter gekommen, so Fischberger heute. Ein defektes Rohr, das nun bereits ausgetauscht werden konnte, sei größter Wahrscheinlichkeit nach ausschlaggebend gewesen, dass die Keime hineingespült wurden ins Soyener Netz.

Zu keinem Zeitpunkt habe man hierfür die Landwirte verdächtigen dürfen, betonte Fischberger. Das sei von Anfang an klar gewesen.

 

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