EHC: Noch Sand im Getriebe

Waldkraiburg verliert am Freitagabend sein erstes Testspiel

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Der EHC Waldkraiburg verliert am Freitagabend sein erstes Testspiel beim TSV Erding mit 1:2, doch ist die Niederlage für die Löwen sicher kein Beinbruch. Schließlich war das Spiel gegen die routinierte Truppe der Gladiators für das Team von Coach Sergej Hatkevitch erst die fünfte „Einheit“ auf dem Eis. Schwerwiegender war da schon der Ausfall von Neu-Verteidiger Ludwig Synowiec, der verletzt vom Eis musste.

Erfahrung ist im Sport bekanntlich ein ungemein wichtiger Faktor- und noch bitterer ist, dass man sich diese nicht kaufen, sondern verdienen, erarbeiten- eben erfahren muss. Da war es nicht weiter überraschend, dass am Freitagabend beim ersten Test des EHC Waldkraiburg in Erding für die neu gebastelte, sehr junge und zum Teil auch unerfahrene Truppe der Löwen noch nicht viel zusammenlief. Lediglich Daniel Hämmerle zeigte eine gewohnt routinierte Leistung- aber da ist der 35-jährige Stürmer ja bereits seit Jahren ein Phänomen. Egal ob erstes oder letztes Spiel- auf ihn ist Verlass.

An sich aber auch kein Wunder, und da wären wir wieder bei der Erfahrung: Hämmerle geht in seine 17.Saison im Seniorenbereich und am Freitag war er auch der älteste Spieler auf dem Eis, da Max Kaltenhauser geschont wurde und Michael Trox noch in den Flitterwochen weilt. Hämmerle trug das „C“ für den Kapitän auf der Brust – ein „E“ für Erfahrung hätte sicher auch noch gepasst – und erzielte nach einem ausgeglichenen ersten Drittel, in dem die Löwen noch sehr fahrig daher kamen zu Beginn des mittleren Durchgangs das 1:0 für den EHC Waldkraiburg: Ludwig Synowiec kam über den rechten Flügel ins Erdinger Drittel und legte quer auf Hämmerle und dieser verlängerte ins lange Eck zur Führung.

Die Industriestädter waren zu Beginn des Mittelabschnitts zwar das klar bessere Team, doch dann verloren sie wieder den Faden und Erding kam durch Johannes Kroner in der 34. Minute zum Ausgleich.

Die Laufwege stimmten noch nicht wirklich beim EHC, oft standen sich bis zu drei Spieler gegenseitig im Weg- in Anbetracht des neuen Kaders und für ein erstes Spiel unter Wettkampfbedingungen aber nicht weiter verwunderlich. Die beiden Kanadier Brent Norris und Ken Neil ließen vereinzelt ihre Klasse aufblitzen, doch müssen auch sie sich erst in der neuen Mannschaft, auf der größeren Eisfläche und mit hart attackierenden Gegenspielern zurechtfinden.

Mit zunehmender Spieldauer verlor die Partie dann ihren Fluss, immer wieder kam es zu Unterbrechungen und sowohl einige Zuschauer auf den Tribünen als auch einige Spieler auf dem Eis verwechselten dieses Freundschaftsspiel offensichtlich mit einem Playoff-Endspiel. Ex-Löwe Philipp Spindler hatte zu Beginn des Schlussdrittels gezeigt, dass er es nach wie vor drauf hat, energisch nachgesetzt und die Erdinger Führung erzielt, in der Folge aber kassierte Christian Ettwein, der wie sein Kollege Michail Sokolov aus Salzburg gekommen war und gute Ansätze zeigte, eine Spieldauerstrafe. Ettwein war unglücklich am Mittelkreis mit Spindler kollidiert, war sich seiner Schuld zwar sofort bewusst und hob entschuldigend die Arme – trotzdem wurde er von vier Mann umzingelt und es entwickelte sich ein etwas intensiverer Austausch von Freundlichkeiten, die auch für Nico Vogl eine Spieldauerstrafe ermöglichten.

Synowiec war zu diesem Zeitpunkt bereits in der Kabine, nachdem er sich am Bein eine Verletzung zugezogen hatte- wie schwer diese wiegt, wird sich in den folgenden Tagen herausstellen, die Spieldauerstrafen in der Vorbereitung werden für die Akteure des Oberligisten aber keine Auswirkungen haben. GM

 

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