Haag: Kirchenzug am Sonntag abgesagt

Der morgige Kirchenzug zum Erntedankfest auf dem Haager Herbstfest wurde wegen schlechten Wetters abgesagt. Der Gottesdienst findet dennoch um 10.30 Uhr im Unertl-Festzelt Furch statt. Ob die Vorführung der Rosserer über die Bühne gehen, wird morgen kurzfristig entschieden, ansonsten werden sie auf den letzten Wiesnsonntag, 17. September, verschoben




FC Grünthal landet Coup

In einem der vermeintlich schwersten Auswärtsspiele der Saison landete der FC Grünthal den ersten Auswärtserfolg dieser Saison und ist nun schon seit sechs Spielen ungeschlagen. Mit einem hart erkämpften 1:0-Erfolg bei ambitionierten Holzhausenern traten die Mannen um FCG-Coach Hermann Reiter wieder die Heimreise an und schoben sich mit diesem Sieg in die obere Tabellenhälfte.

Von Anfang an entwickelte sich eine rasante Partie in der beide Teams mutig nach vorne spielten. Die erste Chance in der 13. Minute gehörte den Gästen, ein Freistoß aus dem Halbfeld von Denis Reiter wurde auf Anton Manhart verlängert, der den Ball freistehend über die Linie bugsierte, der Schiedsrichter entschied jedoch auf Abseits. Nur vier Minuten später der nächste Hochkaräter für die Grünthaler. Eine Flanke von links konnte Keeper Moller nicht festhalten, der nachfolgende Schuss von Patrick Schmid konnte auf der Linie noch geklärt werden.

Das Heimteam hatte zwar mehr Spielanteile und kombinierte gefällig im Mittelfeld,  biss sich aber ein ums andere Mal die Zähne an der Hintermannschaft des FCG aus. Gute Torgelegenheiten hatten eigentlich nur die Reiter-Elf. Kurz vor dem Seitenwechsel nochmal die Riesenchance zur Führung für den FCG, Patrick Schmid steckt den Ball durch auf Irfan Selimovic, der alleinstehend vor dem Torhüter jedoch den Ball vertändelt.

Nach dem Pausentee ging es erstmal so weiter. Grünthal war sofort wach und hatte gleich nach einer Minute den nächsten Hochkaräter. Die Holzhausener Hintermannschaft samt Torwart verlor den Ball an Selimovic, der die Kugel jedoch nicht richtig traf und so das alleinstehende Tor verfehlte.

Dies sollte für das Heimteam ein kleiner „Hallo-Wach-Effekt“  werden, denn in der 52. Spielminute hatten sie die erste wirklich gute Gelegenheit des Spiels. Der Schuss von der Strafraumgrenze wurde unglücklich von Christoph Schmid abgefälscht und zwang so den an diesem Tag überragenden FCG-Schlussmann Thomas Asenbeck zu einer starken Parade. Großholzhausen drückte nun immer mehr und zwang Asenbeck rund zehn Minuten später zur nächsten Glanzparade. Den Schuss aus elf Metern konnte er mit einem wahnsinnigen Reflex gerade noch über die Latte lenken.

Doch inmitten dieser starken Phase des Heimteams setzten die Grünthaler den Nadelstich und gingen in Form von Philipp Asenbeck in der 73. Minute mit 1:0 in Führung. Ein Freistoß aus rund 20 Metern wurde leicht abgefälscht und schlug unhaltbar im langen Eck ein.

Großholzhausen drückte nun vehement auf den Ausgleich und drückten die Gäste hinten rein. Der FCG verteidigte leidenschaftlich und mussten so noch eine gelb-rote Karte durch den eingewechselten Mirza Smajlovic hinnehmen. Einen Schockmoment musste die Reiter-Elf in der 80. Minuten noch überstehen, doch Torhüter Asenbeck war an diesem Tag nicht mehr zu bezwingen und so feierten die Grünthaler den zweiten Erfolg der Saison.

Nach zwei Auswärtsspielen in Folge kommt nächste Wochenende der ungeschlagene Tabellenführer TuS Prien zum Spitzenspiel nach Unterreit. PS




EHC: Noch Sand im Getriebe

Der EHC Waldkraiburg verliert am Freitagabend sein erstes Testspiel beim TSV Erding mit 1:2, doch ist die Niederlage für die Löwen sicher kein Beinbruch. Schließlich war das Spiel gegen die routinierte Truppe der Gladiators für das Team von Coach Sergej Hatkevitch erst die fünfte „Einheit“ auf dem Eis. Schwerwiegender war da schon der Ausfall von Neu-Verteidiger Ludwig Synowiec, der verletzt vom Eis musste.

Erfahrung ist im Sport bekanntlich ein ungemein wichtiger Faktor- und noch bitterer ist, dass man sich diese nicht kaufen, sondern verdienen, erarbeiten- eben erfahren muss. Da war es nicht weiter überraschend, dass am Freitagabend beim ersten Test des EHC Waldkraiburg in Erding für die neu gebastelte, sehr junge und zum Teil auch unerfahrene Truppe der Löwen noch nicht viel zusammenlief. Lediglich Daniel Hämmerle zeigte eine gewohnt routinierte Leistung- aber da ist der 35-jährige Stürmer ja bereits seit Jahren ein Phänomen. Egal ob erstes oder letztes Spiel- auf ihn ist Verlass.

An sich aber auch kein Wunder, und da wären wir wieder bei der Erfahrung: Hämmerle geht in seine 17.Saison im Seniorenbereich und am Freitag war er auch der älteste Spieler auf dem Eis, da Max Kaltenhauser geschont wurde und Michael Trox noch in den Flitterwochen weilt. Hämmerle trug das „C“ für den Kapitän auf der Brust – ein „E“ für Erfahrung hätte sicher auch noch gepasst – und erzielte nach einem ausgeglichenen ersten Drittel, in dem die Löwen noch sehr fahrig daher kamen zu Beginn des mittleren Durchgangs das 1:0 für den EHC Waldkraiburg: Ludwig Synowiec kam über den rechten Flügel ins Erdinger Drittel und legte quer auf Hämmerle und dieser verlängerte ins lange Eck zur Führung.

Die Industriestädter waren zu Beginn des Mittelabschnitts zwar das klar bessere Team, doch dann verloren sie wieder den Faden und Erding kam durch Johannes Kroner in der 34. Minute zum Ausgleich.

Die Laufwege stimmten noch nicht wirklich beim EHC, oft standen sich bis zu drei Spieler gegenseitig im Weg- in Anbetracht des neuen Kaders und für ein erstes Spiel unter Wettkampfbedingungen aber nicht weiter verwunderlich. Die beiden Kanadier Brent Norris und Ken Neil ließen vereinzelt ihre Klasse aufblitzen, doch müssen auch sie sich erst in der neuen Mannschaft, auf der größeren Eisfläche und mit hart attackierenden Gegenspielern zurechtfinden.

Mit zunehmender Spieldauer verlor die Partie dann ihren Fluss, immer wieder kam es zu Unterbrechungen und sowohl einige Zuschauer auf den Tribünen als auch einige Spieler auf dem Eis verwechselten dieses Freundschaftsspiel offensichtlich mit einem Playoff-Endspiel. Ex-Löwe Philipp Spindler hatte zu Beginn des Schlussdrittels gezeigt, dass er es nach wie vor drauf hat, energisch nachgesetzt und die Erdinger Führung erzielt, in der Folge aber kassierte Christian Ettwein, der wie sein Kollege Michail Sokolov aus Salzburg gekommen war und gute Ansätze zeigte, eine Spieldauerstrafe. Ettwein war unglücklich am Mittelkreis mit Spindler kollidiert, war sich seiner Schuld zwar sofort bewusst und hob entschuldigend die Arme – trotzdem wurde er von vier Mann umzingelt und es entwickelte sich ein etwas intensiverer Austausch von Freundlichkeiten, die auch für Nico Vogl eine Spieldauerstrafe ermöglichten.

Synowiec war zu diesem Zeitpunkt bereits in der Kabine, nachdem er sich am Bein eine Verletzung zugezogen hatte- wie schwer diese wiegt, wird sich in den folgenden Tagen herausstellen, die Spieldauerstrafen in der Vorbereitung werden für die Akteure des Oberligisten aber keine Auswirkungen haben. GM