Grünthal mit starkem Nachwuchs

Da waren es nur noch drei Teams aus dem Altlandkreis in der Fußball-Kreisliga: Nach den Aufstiegen von Reichertsheim und Wasserburg in die Bezirksliga verbleiben noch Edling und Amerang (wir berichteten). Und als Dritter im Bunde der FC Grünthal, der ab dem kommenden Samstag wieder anpackt – mit einem Schmankerl: Man muss zum Bezirksliga-Absteiger Ostermünchen. Unser Foto zeigt von links Grünthals Coach Hermann Reiter mit den Neuen: Sven Baumann, Patrick Strohmeier, Manuel Freutsmiedl, einst bei Wacker Burghausen, mit Team-Manager Anton Manhart.

Nicht auf dem Foto: Mirza Smajlovic

Auch im Grünthaler Lager neigt sich die Sommervorbereitung dem Ende zu und so steht man kurz vor dem Auftaktspiel in die neue Kreisligasaison 2017/18. Hier haben die Schützlinge von FCG-Coach Hermann Reiter gleich einen richtigen Brocken vor der Brust, denn man trifft auf Bezirksliga-Absteiger SV Ostermünchen. Anpfiff der Partie ist um 18 Uhr in Ostermünchen.

Die rund fünfwöchige Vorbereitungsphase wurde intensiv genutzt, um bestmöglich auf die neue Saison vorbereitet zu sein. Bei insgesamt fünf Testspielen (TSV Emmering, ASV AU, TSV Peterskirchen, TUS Traunreut und FC Töging 2) zeigten die Grünthaler gute Ansätze.

Lediglich das immer noch anhaltende Verletzungspech, das sich schon seit der Rückrunde wie ein roter Faden durchzieht, stellt das Trainerteam vor immer wieder neuen Herausforderungen. Nichtsdestotrotz ziehen alle Spieler gut mit und brennen nun auf das erste Saisonspiel.

Dem FC Grünthal schlossen sich auch neue Spieler an, die den Kader nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ gut ergänzen. Neben Patrick Strohmeier und Sven Baumann, die aus der eigenen Jugend kommen, konnte Coach Reiter und Teammanager Anton Manhart noch Manuel Freutsmiedl und Mirza Smajlovic begrüßen.

Manu spielte für seinen Heimatverein Altenmarkt, bevor er für Wacker Burghausen und zuletzt für die U19-Bezirksoberliga Mannschaft des SB Chiemgau Traunstein kickte.

Mirza kommt aus Bosnien und war dort auch schon höherklassig aktiv.

Lediglich Daniel Werner wollte den hohen Zeit- u. Fahrtaufwand (Studium in Landshut) nicht mehr leisten und wechselte vom FC Grünthal in Richtung TSV Vilsbiburg.

Mit dem SV Ostermünchen trifft die Reiter-Elf nun auf einen Gegner, der der Grünthaler Mannschaft gleich alles abverlangen wird. Trotz Abstieg ist der SVO ein eingespieltes Team, das weitestgehend zusammen geblieben ist und deshalb wieder zum Favoritenkreis der Kreisliga zu zählen ist.

Für die Spieler vom FCG ist diese Tatsache nur noch mehr Ansporn und deshalb will man unbedingt auch etwas Zählbares aus Ostermünchen mitnehmen. Coach Hermann Reiter wird jedenfalls mit einer hochmotivierten Truppe zum Saisonauftaktspiel anreisen.

ps




Großer Film zum Luther-Jahr

Luther – so heißt ein großer Film am kommenden Montag, 7. August, um 19 Uhr im Wasserburger Kino passend zum Luther-Jahr! Es ist ein starbesetztes Historienepos über das Leben Martin Luthers vom selbstzweiflerischen Mönch zum hartnäckigen Freigeist.


Wir schreiben das Jahr 1505: Der junge Martin Luther gerät in ein grauenvolles Unwetter, ein Blitz verfehlt ihn nur knapp. Zu Tode geängstigt gibt er sein Studium der Rechte auf und wird Mönch im Augustiner-Kloster zu Erfurt.

Nach seiner Pilgerfahrt nach Rom 1510 geht er zum Theologiestudium nach Wittenberg, wo er 1517 seine 95 Thesen als Protest gegen den von Papst Leo X. initiierten Ablasshandel an die Tür der Schlosskirche schlägt. 1518 verlangt Rom den Widerruf der Thesen. Doch Luther bleibt standhaft.

Auch vor Kaiser Karl V. auf dem Reichstag zu Worms (1521) erkennt er nur eine Autorität an: die Bibel. Vom Papst exkommuniziert und vom Kaiser geächtet, wird Luther zum Ketzer erklärt. Um sein Leben zu retten, lässt Friedrich der Weise ihn auf die Wartburg entführen. Dort übersetzt Luther innerhalb von elf Wochen das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche.

Seine Lehren finden immer mehr Anhänger. Doch der Preis dafür ist hoch: Entsetzt muss Luther erkennen, dass nicht nur die Bauern ihn gründlich missverstehen. Ihr Aufstand wird von den deutschen Landesfürsten blutig niedergemetzelt. In dieser dunklen Stunde findet Luther Trost und Unterstützung bei seiner späteren Frau Katharina von Bora.

Doch der Kampf um die Reformation hat erst begonnen.

BRD

2003

FILMREIHE Film zum Lutherjahr

REGIE Eric Till

DARSTELLER Joseph Fiennes, Alfred Molina, Jonathan Firth, Claire Cox, Sir Peter Ustinov, Bruno Ganz, Uwe Ochsenknecht, Mathieu Carrière, Be

KAMERA Robert Fraisse

MUSIK Richard Harvey

AB 12 JAHRE

LÄNGE 123 MIN.

Das Kino-Programm in Wasserburg und am Stoa bis zum Sonntag:

Donnerstag 03.08
15.30 UHR Ostwind – Aufbruch nach Ora
15.45 UHR Ich – Einfach unverbesserlich 3
18.00 UHR Grießnockerlaffäre
18.15 UHR Die göttliche Ordnung
20.30 UHRGrießnockerlaffäre
20.40 UHRDie göttliche Ordnung
Am Stoa 19.45 UHR
Gampe & Band

21.15 UHR
Grießnockerlaffäre

Freitag 04.08
15.00 UHR Filme aus der Flohmarktkiste
15.30 UHR Ostwind – Aufbruch nach Ora
15.45 UHR Ich – Einfach unverbesserlich 3
21.15 UHR Dj Bassinsky von Tanzbude Elektra

Am Stoa 21.15 UHR
Grießnockerlaffäre

Samstag 05.08
13.15 UHR Ostwind – Aufbruch nach Ora
13.30 UHR Das Sams
15.30 UHR Ostwind – Aufbruch nach Ora
15.45 UHR Ich – Einfach unverbesserlich 3
18.00 UHR Grießnockerlaffäre
18.15 UHR Die göttliche Ordnung
20.30 UHR Grießnockerlaffäre
20.40 UHR Die göttliche Ordnung

Am Stoa 19.45 UHR
G.Rag y los Hermanos Patchekos

21.15 UHR
Wilde Maus

Sonntag 06.08
13.15 UHR Ostwind – Aufbruch nach Ora
13.30 UHR Das Sams
15.30 UHR Ostwind – Aufbruch nach Ora
15.45 UHR Ich – Einfach unverbesserlich 3
18.00 UHR Grießnockerlaffäre
18.15 UHR Die göttliche Ordnung
20.30 UHR Grießnockerlaffäre
20.40 UHR Die göttliche Ordnung

Am Stoa 21.15 UHR
Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen
 




Sommer bleibt wechselhaft

Seit dem 1. Juni ist für die Meteorologen Sommer und mindestens genauso lange hat sich kein stabiles Sommerhoch einstellen können. „Daran scheint sich auch in den nächsten Tagen und vielleicht sogar Wochen nichts zu ändern. Der Sommer 2017 geht wechselhaft weiter. Nachdem es ein paar Tage zumindest im Osten und Süden wieder recht heiß war, wird es überall wieder kühler und wechselhafter“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

„In den nächsten Tagen geht es insgesamt unbeständig weiter. Sonne, Wolken und einzelne Schauer oder kurze Gewitter wechseln sich ab. Die Gewitter beschränken sich in den kommenden Tagen weitgehend auf die Regionen in Alpennähe. Schauer kann es allerdings immer und überall geben. Aktuell befinden wir uns in den Hundstagen, dem Zeitraum der die heißesten Tage des Jahres bringt. Doch davon ist weit und breit nichts zu sehen“, sagt Jung.

Grafik oben: Donnerstag Wind und Regen, örtlich auch noch Gewitter, die heiße Luft wird abgedrängt, www.wetter.net

Wie geht es in den nächsten Tagen weiter?

Donnerstag: 23 bis 33 Grad, erst Schauer und Gewitter, zum Nachmittag insgesamt freundlicher

Freitag: 20 bis 31 Grad, stelleinweise Schauer, am Alpenrand auch Gewitter

Samstag: 17 bis 29 Grad, erst freundlich, später aus Nordwesten Regen

Sonntag: 18 bis 26 Grad, im Südosten längere Zeit Regen, sonst auch mal Sonnenschein und recht freundlich, dazwischen nur kurze Schauer

Montag: 24 bis 30 Grad, freundlich, Sonne und Wolken im Wechsel

Dienstag: 20 bis 31 Grad, viele Wolken und später regnerisch

Mittwoch: 17 bis 27 Grad, wechselhaft mit Schauern

Donnerstag: 17 bis 24 Grad, unbeständiger Mix aus Sonne, Wolken und Schauern

Freitag: 18 bis 24 Grad, weiterhin leicht wechselhaft

Jung: „Die nächsten Tage geht die Berg- und Talfahrt also weiter. Auf ein oder zwei schöne Tage folgen rasch wieder unbeständige Tage. Wirklich beständiges Schönwetter will sich nicht einstellen. Aber: So ist nun mal der typisch mitteleuropäische Sommer. Hoffen wir nur, dass wir im August nicht so extreme Regenmengen bekommen werden wie bereits im Juli der Fall.“

 




Der Ball rollt wieder überall!

Ab diesem Wochenende ist wieder Voigas angesagt – Voigas auf den Fußballplätzen! Seit Wochen wird bereits fleißig trainiert und das Fieber, es steigt! Nach der Bezirksliga, deren Teams schon einige Spiele hinter sich haben, steigen nun auch alle anderen Ligen ins saisonale Geschehen ein. In der Kreisliga gibt’s dabei gleich mal ein hochbrisantes Altlandkreis-Derby: Edling empfängt Amerang, beide Teams sind mit neuen Trainern am Start …

Foto: Renate Drax

Unser Foto: Edlings neuer Coach Tom Kurzinger …

Beim SV Amerang gibt’s eine Großzahl an Veränderungen – quasi ein Komplett-Neustart! Zahlreiche Abgänge und zudem mit Walter Edbauer ein neuer Trainer (wir berichteten) lassen den SV Amerang in eine spannende Saison gehen. Die Vorbereitung lässt hierbei noch kaum Erkenntnisse zu, zu durchwachsen waren die Ergebnisse. Zudem muss sich die neu formierte Mannschaft erst einmal finden und die üblichen Abläufe einspielen.

Der DJK-SV Edling sollte jedoch trotzdem gewarnt sein, viel zu oft schon hat man gegen den SV Amerang und vor allem gegen die Offensive des ehemaligen Bezirkligisten schlecht ausgehen. Ob es im siebten Anlauf nun endlich zu einem Sieg reicht, wird sich bereits am kommenden Samstag um 17 Uhr im Edlinger Ebrachstadion zeigen.

Um neben dem hochklassigen Match noch ein weiteres Schmankerl zu servieren, bedankt sich der DJK-SV Edling bei den Dauerkartenbesitzern der diesjährigen Saison in Form von Freibier. Das Gut Forsting hat hierbei einige Liter schmackhaftes Bier zur Verfügung gestellt, das unter den treuen Fans verlost wird.

Bei Edling Tom Kurzinger am Ruder

Mit dem Schlusspfiff am letzten Spieltag endete neben der Saison auch die Amtszeit von Stefan Eck als Trainer der Edlinger Herren. Nachdem man in der Hinrunde noch im unteren Tabellendrittel zu finden war, konnte man dank einer tollen Rückrunde die Tabelle auf dem fünften Tabellenplatz beenden. Begeisterter Zuschauer war in den letzten Spielen bereits Thomas Kurzinger, der zur neuen Saison das Heft für die erste Mannschaft in die Hand nahm.

Zuvor beim A-Klassisten SV Schonstett, will er nun sein Konzept auf die Edlinger Elf übertragen. Ende Juni schon versammelte sich die Herrenmannschaft zur ersten Trainingseinheit am Lindenpark. Um gleich einen Draht zu den Spielern zu bekommen, folgten den ersten drei Einheiten unter der Woche am Samstag ein Trainingstag mit gemeinsamem Frühstück und Mittagessen, wodurch man sich auch privat ein wenig kennenlernen konnte.

Auch in den folgenden Wochen trat die Edlinger Elf mindestens dreimal am Lindenpark an, um die Kondition zu verbessern, aber auch die neue Taktik zu schulen.

Dass hierbei noch Verbesserungsbedarf besteht, zeigten dann die ersten Testspiele. Nach einem unglücklichen 0:2 gegen den SV Kay, folgte zwar ein 5:2 gegen Taufkirchen, jedoch erwischte dabei die gegnerischen Stürmer einen Tag zum Vergessen, wohingegen Küspert ein ums andere Mal sein Können beweisen konnte.

Auch die zweite Garde des DJK-SV Edling wusste in Taufkirchen zu überzeugen und konnte unter der Leitung von Gernot Mayr mit 5:1 gewinnen.

Generell probierten die beiden Trainer in der Vorbereitung einiges aus, wodurch viele Spieler in beiden Mannschaften zum Einsatz kamen.

Am darauffolgenden Wochenende stand dann der prestige-trächtige Meggle-Cup an, den der DJK-SV Edling zu großen Teilen überzeugend für sich entscheiden konnte (wir berichteten).

Ein Freundschaftsspiel gegen die DJK-SV Griesstätt setzte dann den ersten Dämpfer, zumindest in Form des Ergebnisses. Trotz deutlicher Überlegenheit und einer Mehrzahl an Hochkarätern unterlag man dem Kreisklassisten mit 1:2.

Besser machte es hingegen die Zweitvertretung der Edlinger Herren. Mit einem satten 6:0 schickte man die Zweite aus Griesstätt nach Hause.

Der letzte Test sollte dann am gleichen Tag in Traunreut stattfinden. Da der Toto-Pokal jedoch zur gleichen Zeit in Piding stattfand, entschied man sich das Spiel der Ersten zu verlegen. Die zweite Mannschaft trat jedoch trotzdem an und kam gehörig unter die Räder. Mit 0:9 ging man vor allem in der zweiten Halbzeit baden. Jedoch sollte man dieses Ergebnis nicht zu hoch bewerten, da die Mannschaft in dieser Konstellation noch nie aufgetreten ist.

Am Montag wurde dann das Spiel für die ersten Mannschaften nachgeholt und hierbei sorgte Thomas „Lotsche“ Rotherbl mit seinem goldenen Treffer für eine gelungene Generalprobe der Ersten.

Am Freitag traf sich dann noch einmal die gesamte Mannschaft zur Einschwörung auf den Saisonauftakt und focht zudem den internen Boccia-König aus.

Der FC Grünthal spielt am Samstag bei den Ostermünchnern – ein eigener Vorbericht folgt.

So spielt die Kreisliga den Auftakt am Wochenende:

Fr, 04.08.17 19:30 SB DJK Rosenheim II SV Westerndorf
Fr, 04.08.17 20:00 SV Seeon-Seebruck SV Bruckmühl
Sa, 05.08.17 14:00 TuS Raubling ASV Großholzhs.
Sa, 05.08.17 15:00 TSV Bad Endorf TuS Prien
17:00 DJK SV Edling SV Amerang
18:00 SV Ostermünchen FC Grünthal
So, 06.08.17 14:00 SV Riedering TSV Peterskirchen

 




Richtig retten im Notfall

Ferienzeit und warmes Sommerwetter – das kühle Nass der oberbayerischen Seen und Schwimmbäder verspricht Erfrischung, doch viele unterschätzen die Gefahren im Wasser. Ein Großteil der Badeunfälle wäre vermeidbar. „Mutproben wie Kopfsprünge in unbekannte Gewässer, zu viel Alkohol oder das Überschätzen der eigenen Kräfte führen häufig zu lebensgefährlichen Situationen im Wasser“, sagt Rene Schnock, Rettungsassistent bei den Johannitern.

Besonders gefährdet sind Kleinkinder – für sie wird selbst ein Gartenteich oder ein Planschbecken zum Risiko, wenn sie dort unbeaufsichtigt spielen.

Sofort den Rettungsdienst alarmieren

Gerät ein Mensch im Wasser in Not, sollten Helfer zuallererst den Rettungsdienst über die Notrufnummer 112 alarmieren. „Retter bringen sich leicht selbst in Gefahr, wenn sie versuchen, Ertrinkende aus dem Wasser zu ziehen, sofern sie keine ausgebildeten Rettungsschwimmer sind“, warnt Rene Schnock.

„Direkten Körperkontakt sollte man nach Möglichkeit vermeiden, denn in seiner Angst kann der Ertrinkende um sich schlagen oder durch Klammern den Retter unter Wasser ziehen. Besser reicht man der Person einen schwimmenden Gegenstand, wenn möglich einen Rettungsring, um sie dann an Land zu ziehen.“

Schnelle Erste Hilfe ist lebenswichtig: „Bewusstlose, die normal atmen, werden in die stabile Seitenlage gebracht. Dafür wird der Kopf überstreckt, der Mund geöffnet und das Kinn auf dem Handrücken abgelegt. Dann die Atmung regelmäßig überprüfen“, erläutert Schnock. „Wenn der Gerettete nicht oder nicht normal atmet, beispielsweise sehr langsam und schnappend, müssen Ersthelfer sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen, bis der Rettungsdienst eintrifft.“

Keine Angst vor der Wiederbelebung

„Wir wollen alle Menschen ermutigen, die Wiederbelebung durchzuführen“, sagt der Rettungsassistent. „Dabei kann man nichts falsch machen. Nichts zu tun, ist für den Patienten viel gefährlicher, denn Sauerstoffmangel verursacht irreparable Hirnschäden.“ Wer regelmäßig seine Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischt, ist in Notsituationen viel souveräner.

„Für die Herz-Lungen-Wiederbelebung gilt es, den Oberkörper des Betroffenen frei zu machen, beide Handballen übereinander in der Mitte des Brustkorbes anzusetzen und das Brustbein gut fünf Zentimeter tief Richtung Wirbelsäule zu drücken. Den Rhythmus der Druckmassage kann man sich passenderweise mit dem Lied ‚Staying Alive‘ von den Bee Gees merken, also ein bis zwei Mal pro Sekunde drücken, 30 Mal, dann zwei Atemspenden, dann wieder 30 Druckmassagen, immer im Wechsel“, erläutert Schnock.

Für die Atemspenden überstreckt der Helfer den Kopf des Betroffenen vorsichtig nach hinten und legt seinen geöffneten Mund über die Lippen des Bewusstlosen. „Zweimal langsam und tief beatmen, bis sich der Brustkorb hebt und senkt, dann die Druckmassage fortsetzen“, rät der Rettungsassistent der Johanniter. „Wer sich die Atemspende nicht zutraut, sollte wenigstens die Herzdruckmassage kontinuierlich durchführen: Auch das versorgt das Gehirn noch eine gewisse Zeit mit dem lebensnotwendigen Sauerstoff im Blut.“

Bei Menschen, die aus dem Wasser gerettet werden, besteht zusätzlich die Gefahr einer Unterkühlung. „Die gerettete Person sollte auf jeden Fall mit Handtüchern, Decken oder trockener Kleidung gewärmt werden – am besten mit einer Rettungsdecke aus dem Erste-Hilfe-Kasten im Auto“, so Rene Schnock.

Die Johanniter empfehlen, alle zwei Jahre das Erste-Hilfe-Wissen aufzufrischen. Nähere Informationen zu den Erste-Hilfe-Kursen erhalten Interessierte bei den Johannitern in Wasserburg unter der Telefonnummer 08071 95566 bzw. www.johanniter.de/wasserburg.

Foto: Johanniter / Jan Dommel