Wieder ein Spatenstich in Haag!

Glasfaserausbau in der Grafschaft: Breitband startet mit Partner Telekom

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Und wieder schwingt Bürgermeisterin Sissi Schätz den Spaten: Die Planungen für das schnelle Internet in Markt Haag sind abgeschlossen – jetzt wird gebaut. Rund 7,2 Kilometer Glasfaser und acht Verteiler sorgen ab September dieses Jahres für höhere Bandbreiten. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 50 Megabit pro Sekunde und sichert somit einen „wichtigen Standortvorteil“, so die Bürgermeisterin.

„Ich freue mich, dass die Arbeiten in Haag nun starten“, sagte Bürgermeisterin Schätz beim Spatenstich. „Schnelle Internetverbindungen sind aus dem Leben unserer Bürgerinnen und Bürger nicht mehr wegzudenken – privat und geschäftlich. Sie sind ein wichtiger Standortvorteil.“

Laut Telekom werde das neue Netz so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud solle bequemer werden.

Nachdem die Telekom die Ausschreibung für den Internet-Ausbau in Markt Haag gewonnen hatte, wurden die Tiefbauarbeiten mit dem Spatenstich begonnen. Insgesamt profitieren von diesem Ausbau rund 910 Haushalte.

„Die Planungen sind abgeschlossen, jetzt wird gegraben“, sagt Regio-Manager Erhard Finger von der Telekom AG. „Wir werden die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich halten, indem wir immer in überschaubaren Bauabschnitten vorangehen.“

Und so kommt das schnelle Netz ins Haus: Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und den Verteilerkästen wird laut der ausführenden Firma ER-EN aus Berlin das Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. Dies sorge für erheblich höhere Übertragungs-Geschwindigkeiten als bisher.

Die bisherigen Verteiler werden nun zu Multifunktions-Gehäusen umgebaut. Die großen, grauen Kästen am Straßenrand werden somit zu Mini-Vermittlungsstellen. In diesen Gehäusen wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden ins Haus übertragen.

Um die Kupferleitungen schneller zu machen, kommt hier das sogenannte „Vectoring“ zum Einsatz. Alex Obermeier, Breitbandpate der Gemeinde Haag, beschrieb dies als Technik, bei der „elektromagnetische Störungen beseitigt und minimiert werden.“ Dadurch werden beim Hoch- und Herunterladen von Daten höhere Bandbreiten erreicht. „Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am Multifunktions-Gehäuse wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit im Up- und Download“, so Obermeier.

Die neue Markterkundung mit Auswahlverfahren der Glasfaseranschlüsse für die Bereiche Stauden, Hundsschedl und Umgebung, Altdorf, Joppenpoint und Weihermühle, Neuberg, Eder bis Röhrmoos sowie Lerchenberg Nord und das Gewerbegebiet westlich der BayWa wird bis Ende April entschieden. Auch hier wird ein schneller Baubeginn angestrebt. AO

Titelbild (von links): Erhard Finger, Bürgermeisterin Sissi Schätz, Georg Selbertinger, Bauleiter Ertac Ozak von der bauausführenden Firma ER-EN aus Berlin und Breitbandpate Alex Obermeier

 

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