Hiobsbotschaften vor Playoff

EHC Waldkraiburg: Kaltenhauser und Hagemeister fallen aus

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Ein Highlight jagt aktuell das nächste für die Löwen vom EHC Waldkraiburg: Am kommenden Freitag startet das Team von Trainer Rainer Zerwesz um 19.45 Uhr ins Playoff-Viertelfinale! Gegner in der „Best-of-5“-Serie ist der alte Rivale vom ESC Dorfen und wegen erneuter Verletztenmeldungen beim EHC darf kein Platz in der Raiffeisen-Arena leer bleiben. Es ist die schönste Zeit der Saison im Eishockey und gleichzeitig Derby-Zeit- es knistert und das ist nicht mehr zu toppen! Spiel zwei steigt am Sonntag um 18  Uhr in Dorfen.

„Die Vorfreude ist natürlich richtig groß aufs Viertelfinale und das Derby“, erklärte EHC-Coach Rainer Zerwesz vor dem Spiel. „Das ist für die Fans und auch uns als Team natürlich das beste Los, von der Attraktivität her. Es wird sehr, sehr hart, das wissen wir. Aber Dorfen ist uns wegen des Derbys natürlich lieber als jeder andere Gegner“, so der 48-Jährige weiter.

Die Bayernliga-Vorrunde beendete das Team von Trainer Heinz Feilmeier auf dem vierten Platz und dabei konnten sich die Eispiraten auf alle Mannschaftsteile verlassen: Der ESC hatte die drittbeste Offensive mit 135 Toren und die viertbeste Defensive mit 88 Gegentoren. Die Verzahnungsrunde Gruppe A schloss man durch einen 5:2-Sieg am letzten Spieltag beim TSV Peißenberg auf dem vierten Rang ab und sicherte sich so in letzter Sekunde das Ticket für den Playoff-Zug.

Überragender Akteur beim ESC ist auch in dieser Saison wieder mal der Ex-Waldkraiburger Lukas Miculka gewesen: In der Vorrunde wurde er teamintern Topscorer mit 28 Toren und 27 Vorlagen in 25 Spielen, auch in der Verzahnungsrunde traf er am meisten mit 9 Toren und 6 Vorlagen in 15 Spielen. Miculka ist aber nicht der Alleinunterhalter der Dorfener Anhängerschaft, auch Tobias Feilmeier (35 Spiele / 15 Tore / 41 Assists), Andreas Attenberger (30/ 15 / 25) oder die Brüder Florian (28/ 14 21) und Tobias Brenninger (33/ 14 / 14) wissen wo das Tor steht.

Attenberger, Brenninger, Miculka – ja, es hat etwas von einem kleinen Klassentreffen, was da jetzt im Playoff-Viertelfinale stattfindet. Neben Tobias Brenninger und Andreas Attenberger, die beide 2008 mit dem EHC Waldkraiburg bayerischer Meister wurden, kommen mit Mario Sorsak, Miculka und auch Verteidiger Marc Lenczyk ehemalige Löwen zurück an ihre alte Wirkungsstätte. Und noch einen weiteren ehemaligen Akteur wird es in dieser Serie beim Gegner zu sehen geben. Denn nachdem sich Andreas Tanzer – der seit Jahren starke Rückhalt im Tor der Eispiraten – während der Vorrunde verletzt hatte und sich im weiteren Verlauf dann auch die Ersatzkeeper Verletzungen zuzogen,  wurde mit Kevin Yeingst ein neuer Schlussmann für die restliche Spielzeit geholt. In der Saison 2009/ 2010 hütete Yeingst das Tor der Löwen, konnte damals aber den Abstieg auch nicht verhindern. In den letzten Jahren spielte er in der Regionalliga Südwest bei den Eisbären Heilbronn und wurde dort drei Mal in Folge Meister.

Bereits vor zwei Jahren standen sich Dorfen und Waldkraiburg im Playoff-Viertelfinale einander gegenüber, in vier dramatischen, intensiven und spannenden Spielen setzten sich die Löwen damals durch und scheiterten darauf im Halbfinale am späteren Meister Lindau. Im letzten Jahren gingen beide Vergleiche in der Vorrunde mit 5:0 an Dorfen, in der Zwischenrunde gewann der ESC beim EHC nach Penaltyschießen mit 5:4, das Auswärtsspiel beendeten die Löwen mit einem 5:1-Sieg. Drei der letzten vier Vergleiche gingen nach dem letzten Playoff-Sieg also an Dorfen.

Personell hat man bei den Löwen aber gemischte Gefühle. Denn zwar haben Fabian Kanzelsberger und Daniel Hämmerle, die letzten Sonntag beim 3:2-Sieg in Lindau verletzt vom Eis mussten, grünes Licht gegeben und auch Lukas Wagner ist nach mehreren Wochen Pause wieder ins Training eingestiegen. Allerdings werden Max Kaltenhauser und Martin Hagemeister (Foto) ausfallen. Kaltenhauser hat sich in Lindau 20 Sekunden vor Schluss in einen Schuss geworfen und sich einen Bruch am Schienbein-Kopf zugezogen. Hagemeister brach sich in Lindau im zweiten Drittel den Arm und spielte zwar weiter, doch jetzt ist er definitiv raus. Die Fans müssen also das Zünglein an der Waage werden und die Löwen unterstützen, damit sie im Derby über sich hinaus wachsen können.

Karten für das erste Viertelfinale gibt es bis 24 Stunden vor Spielbeginn Online unter www.ehcwaldkraiburg.com, auf der Geschäftsstelle in der Raiffeisen Arena am Mittwoch (10 bis 13 Uhr) und Donnerstag (18 bis 20 Uhr) sowie an den Abendkassen am Freitag ab 18.15 Uhr.

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