Der Inn ist ein eisiges Meer

Fluss bei Gars aktuell zugefroren - 1929 gab's fünf Wochen lang geschlossene Eisdecke

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Es ist ein bisserl so wie vor 87 Jahren: Der Inn friert langsam zu. Die letzten extrem kalten Nächte haben ihn dort, wo er aufgestaut ist, zum Eismeer verwandelt. Wie zum Beispiel oberhalb der Garser Innbrücke (unser Foto). Vor 87 Jahren war der Fluss fünf Wochen lang komplett von einer tragenden Eisschicht bedeckt. Vom 2. Februar bis 9. März 1929 konnten die Wasserburger ohne Brücke von der Altstadt zum Burgerfeld gelangen (Fotos unten). Durch Tauwetter entstand dann eine Rinne auf dem zuvor zugefrorenen Fluss, was zu einer mittleren Katastrophe führte …

 

In der Rinne schwammen gelöste Eisplatten „so groß wie ein Drittel-Tagwerk“. Eine davon prallte mit voller Wucht auf den ersten Brückenpfeiler und das Joch brach ein. Der Inn war dann für Monate nur mit Fähren zu überqueren, wie Matthias Haupt vom Stadtarchiv weiß.

Foto ganz oben: RS 

Alle Archivbilder: Stadtarchiv Wasserburg am Inn

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