Tölzer vermiesen Vrbas Tor-Premiere

Eishockey: Löwen aus Waldkraiburg liefern sich harten Kampf mit Bad Tölz

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Einen großen und harten Kampf lieferten sich die Löwen aus Waldkraiburg am Freitag mit den Löwen aus Bad Tölz. Trotz zwischenzeitlicher 2:1-Führung beim Favoriten und dem ersten Tor von Tomas Vrba im Trikot der Industriestädter musste sich das Team von Coach Rainer Zerwesz am Ende mit 2:4 geschlagen geben. Das vierte Tor fiel in der letzten Minute per „Empty-Net-Goal“. Waldkraiburgs zweiten Treffer erzielte Jakub Marek gegen Tölz, das am Sonntag in die Industriestadt kommt.

Quantitativ waren die Löwen in der Partie in Bad Tölz sicher nicht unterlegen, denn beide Mannschaften kamen ziemlich auf dem Zahnfleisch daher. Hatte der EHC aus Waldkraiburg 16 Spieler und zwei Torhüter aufzubieten, waren es bei den Tölzern insgesamt 17 Akteure, die Axel Kammerer zur Verfügung standen. Rainer Zerwesz setzte im Tor wieder auf Schlussmann Björn Linda, sein Gegenüber Kammerer vertraute wieder dem starken Markus Janka, der in 24 Spielen zuvor nur 51 Gegentore kassiert hatte und damit der stärkste Keeper der Liga ist.

 

Ganz so, wie man es sich hätte denken können, wenn die stärkste Defensive der Liga (Bad Tölz) auf den schwächsten Angriff der Liga trifft, verlief das erste Drittel, in dem die Kontingentspieler beider Mannschaften groß auftrumpften, dann aber nicht. Denn nach gut zehn Minuten waren es die Löwen aus Waldkraiburg, die mit Jakub Marek den ersten Treffer des Spiels erzielten und sich freuen konnten (10:47). Das sechste Saisontor des 25-Jährigen Tschechen im 18.Spiel und man merkt ihm durchaus an, dass er sich neben dem zweiten Tschechen im EHC-Team, Tomas Vrba, sehr wohl fühlt und die beiden bestens harmonieren. Keine zwei Minuten später war die große Freude beim EHC aber wieder dahin und ein Kontingentspieler der Hausherren durfte sich freuen: Der finnische Verteidiger Iiro Vehmanen traf mit seinem fünften Saisontor zum 1:1-Ausgleich (12:29) und stellte somit wieder auf Null.

Doch die Waldkraiburger kämpften, gingen wie gewohnt mit großer Leidenschaft zu Werke und gut vier Minuten vor dem Ende belohnten sie sich mit der erneuten Führung. Diesmal war es nun Tomas Vrba, der vor wenigen Wochen aus Schönheide ins Löwen-Team gestoßen war und mit seinem ersten Treffer im Löwen-Dress auf 2:1 für den EHC stellte (15:55).

 

Die Waldkraiburger hielten nun gut dagegen, konnten sich mit Linda im Tor eines starken Keepers gewiss sein, doch nach zehn Minuten im zweiten Drittel schwächten sie sich selbst. Man kassierte eine doppelte Strafzeit und musste mit zwei Mann weniger agieren. Dass sich ein Top-Team wie der Tabellenzweite aus Bad Tölz solche Chancen nicht entgehen lässt, war zu erwarten und so überraschte es nicht wirklich, dass nach 21 Sekunden bereit Johannes Sedlmayr zum Ausgleich traf (30:41). Kurz vor dem zweiten Pausentee stellte mit Michael Endraß dann einer der besten Stürmer von Bad Tölz auf 3:2 für die Gastgeber (37:03), der 58 Sekunden vor dem Ende des Scholussabschnitts dann auch für die Entscheidung sorgte und per Empty-Net-Goal ins verwaiste Tor zum 4:2-Endstand einschob.

Die Oberliga-Tabelle bietet nun ein neues Bild, das vor der Saison vielleicht viele erwartet hatten, zwischenzeitlich aber in weite Ferne gerückt war: Auf dem achten und letzten Playoff-Platz steht nun der ERC Sonthofen, die gegen Landshut 4:2 gewannen mit 33 Zählern punktgleich vor Höchstadt. Dahinter Linda mit 31 Punkten vor dem EHC auf Rang elf mit 29 Zählern. Drei Spiele stehen noch aus, dann ist die Hauptrunde der Oberliga Süd beendet.

 

Eishockey Oberliga Süd 2016/ 2017, 29.Spieltag. Tölzer Löwen – EHC Waldkraiburg 4:2 (1:2/ 2:0/ 1:0). Tore: 0:1 10:47 Marek J. (Kaltenhauser M., Vrba T.), 1:1 12:29 Vehmanen I. (Reiter St., Kathan K.), 1:2 15:55 Vrba T. (Kanzelsberger F., Kaltenhauser M.), 2:2 30:41 Sedlmayr J. (Kathan K., Kolacny Ch. PP2), 3:2 37:03 Endraß M. (Kornelli J., Vehmanen I.), 4:2 59:02 Endraß M. (Sedlmayr J., Frank J. Empty-Net-Goal). Strafen: Tölzer Löwen 6 Strafminuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe (Hörmann M., Check gegen Kopf und Nacken), EHC Waldkraiburg 6 Strafminuten. Zuschauer: 1053.

 

 

 

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