Lengmooser Kinder helfen Kindern

Als Klöpfler auf Herbergssuche - Spenden an Hilfsprojekte in Kenia und Rumänien

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Wie alle Jahre wieder machten sich auch heuer die Kinder und Aktiven des Trachtenvereins Lengmoos an den Donnerstagen mit Hut, Laterne, Stock und schwarzer Farbe im Gesicht singenderweise als Klöpfler auf Herbergssuche. Die Begeisterung für diese alte Tradition war bei den Kindern so groß, dass gleich mehrere Gruppen loszogen, um aus voller Inbrunst an den Türen zu singen „Mia san halt frische Klöpfileit“ und dabei die Menschen erinnerten  „macht Euer Herz bereit“.

Das ganz Besondere an dieser Herbergssuche war, dass die Kinder ganz uneigennützig sammelten für andere Kinder, die keine selbstverständliche Herberge haben. So gehen 100 Prozent der Spenden an Hilfsprojekte für Straßenkinder in Kenia und Waisenkinder in Rumänien.

Im Rahmen der Weihnachtsfeier des Trachtenvereins wurde nun am Wochenende ein Teil der Spenden an den Verein „Hilfe für rumänische Waisenkinder “  aus Edling übergeben und dabei die Gelegenheit genutzt, der Vereinsvorsitzenden Luise Fichtl Fragen zu stellen. Der Verein betreut seit 25 Jahren zwei Kinderhäuser für 24 Waisenkinder in Santana/Rumänien, ein drittes Haus ist gerade in Aufbau und ist auf die großzügigen Spenden vieler Menschen angewiesen, um den oft in staatlichen Heimen vernachlässigten Waisenkindern eine wärmende Herberge zu ermöglichen.

Das Interesse der Lengmooser Kinder war groß und neben vielen Fotos aus Rumänien, die sie aufmerksam studierten fand jede Frage ihre Antwort. Entstanden ist der Kontakt zu dem Verein, da die rumänischen Waisenkinder ihre dreimonatigen  Sommerferien bei Gastfamilien in Wasserburg und Umgebung verbringen und die zehnjährige Rucsandra heuer im Sommer gerne mit ihrem Gastbruder zu den Trachtenproben des Trachtenvereins Lengmoos mitkam, voller Begeisterung beim bayerischen Volkstanz mitmachte und ganz offen in die Gemeinschaft der Trachtenkinder aufgenommen wurde. Liebgard Wessiak 

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