Mitgliedsbeitrag sorgt für Diskussion

Hauptversammlung beim TSV 1864 Haag mit positiver Bilanz und Ehrungen

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aj-jhv-2016-tsv-haag-31Bei der Jahreshauptversammlung des TSV Haag standen neben den Berichten der einzelnen Sparten auch das Thema Finanzen auf dem Plan. Björn Grünewald war sich mit Kassiererin Kerstin Hertel nach ihrem Kassenbericht, der bei einem Jahresminus trotzdem ein kleines Plus von 4564 Euro auswies einig, dass an einer Beitragserhöhung nicht mehr vorbeizukommen ist.

Sogleich wurden Stimmen laut, dass dies nur die passiven Mitglieder vertreibe, wobei auch eingeworfen wurde, dass andere Sportvereine deutlich über dem geplanten Beitrag liegen würden.

Nach langer und emotionaler Diskussion einigte man sich gegen zwei Stimmen auf eine Beitragserhöhung von einem Euro je Monate für Kinder auf 50 Euro und 62 Euro im Jahr für Erwachsene. Familien müssten bei der Mitgliedschaft künftig 124 Euro im Jahr einplanen. Damit will man die steigenden Ausgaben in den Griff bekommen.

Ausgaben waren für den Neubau der Küche im Vereinsheim zu verzeichnen. Auch Umbuchungen von Hallenbenutzungen oder die Sperrung verursachten Kosten. Auch die Bandenwerbung brauche frischen Wind und neue Sponsoren. Obendrein müsse man dem allgemeinen Schwund an Mitgliedern entgegenwirken, hieß es in der Versammlung. 1081 Mitglieder sind derzeit gemeldet.

Derzeit gebe es nach Vorstand Björn Grünewald mehr Austritte als Eintritt, außer bei der Sparte Karate, dort verzeichnete Christoph Singer 62 Aktive mit 26 Kindern bis neun Jahren und 14 Jugendliche zwischen zehn und 17 Jahren.

Gut angekommen seien die Selbstverteidigungskurse für Frauen. „Wer jetzt in Haag des Nachts eine Frau überfällt, ist selber Schuld“, klärte Singer auf.

Aus der Satzung las Grünewald das Zitat „Pflege der Leibesübungen auf breiter Ebene, zur Förderung der Gesundheit“ vor. Dies müsse sich der Verein wieder auf die Fahnen schreiben.

BLSV-Kreivorsitzender Erwin Zeug stellt fest, „Trotzt einiger Widrigkeiten, läuft es doch rund beim TSV Haag. Macht weiter so.“

Pfarrerin Ruth Nun sah im gerade im Haager TSV Gemeinsamkeiten und Interessen, denn Körper und Geist hingen sehr voneinander ab. Als Ausgleich – gerade bei Jugendlichen – gebe es nichts besseres als sportliche Betätigung.

Derzeit stehen die Fußballer nach Bericht von Mike Keller auf dem vierten Platz, aber „noch ist alles drin“.

Stolz meldete Horst Achterling für die Stockschützen den Aufstieg in die Kreisoberliga und bei 27. Turnieren im Sommer beachtliche Ergebnisse: Fünfmal Platz eins, viermal Platz zwei und siebenmal den dritten Platz auf den Stockerl.

Kerstin Hertel bedankte sich bei ihren ausscheidenden Vorturnerinnen Sigrid Krauß, Brigitte Herzog und Inge Weber mit einem Blumenstrauss für ihre Treue und Engagement.

Die Sparte Leichtathletik wurde nach 19 Jahren vorerst geschlossen, weil Daniela Rappolder leider keinen Nachfolger gefunden hatte.

Gerhard Oberkandler war stolz auf Michael Stöckl, der für die Tischtennisabteilung des TSV als Bayrischer Meister auf dem ersten Platz landete. Auch die Mitgliederzahlen seien konstant mit 35 Erwachsenen und zehn Kindern.

Schäfflermeister Wolfgang Obermaier kündigte für 2019 wieder ein Schäfflerjahr an – wobei die Auftritte bayernweit in Haag in den letzten „Schäfflerjahren mit 170 bis 190 Tänzen rekordverdächtig waren“.

Getraud Wimmer erhielt für 50 Jahre und Marianne Gruber für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit jeweils eine Urkunde mit Vereinsnadel.

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Überraschend bedankte sich Erwin Zeug als Vertreter des BLSV noch bei Daniela Rappolder für ihre Verdienste im Bereich der Leichtathletik mit einer silbernen Verdienstnadel und Urkunde des Verbandes. AO/Fotos Obermeier

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