Die Ramsauer: „Jeder Ton handgemacht“

„Zsammadgwachsn" bei der Trachtenblaskapelle - 25 Jahre Blasmusik-Freundschaft

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img_0166Das Herbstkonzert der Trachtenblaskapelle Ramsau stand heuer ganz im Sinne des „Zsammadgwachsn“ im Verein – so auch das Motto des 45. Gründungsfestes im Oktober dieses Jahres, und der Partnerschaft mit der Musikkapelle aus Walten. Am Wochenende standen alle aktiven Musikerinnen und Musiker der Trachtenblaskapelle Ramsau – beginnend von den Ramsauer Jungbläsern über die Jugendblaskapelle Ramsau bis hin zur Trachtenblaskapelle Ramsau – auf der Bühne.

Gewohnt charmant und unterhaltsam führte Ludwig Schwarzenbauer durch den Konzertabend und betonte, dass „jeder Ton handgmacht“ sei.

Nach dem die Ramsauer Jungbläser und die Jugendkapelle Ramsau mit Stücken wie „You raise me up“, „Game of Thrones“, „Moments of Morricone“ und „Grease“ den ersten Teil des Abends gestalteten, betrat die Erwachsenenkapelle nach der Pause die Bühne und begrüßte die Zuhörer mit Timo Dellweg´s Konzertmarsch „Kaiserin Sissi“ und der Ouvertüre zur komischen Oper „Leichte Kavallerie“.

Ein Highlight des Konzertabends war ohne Zweifel das Solostück „Carmen Fantasy“ von John Glenesk Mortimer, bei dem Susanne Binsteiner an der Querflöte brillierte.

Ludwig Schwarzenbauer erzählte den Zuhörern über die Entstehungsgeschichte der Trachtenblaskapelle Ramsau, die dieses Jahr ihr 45-jähriges Gründungsfest feierte. Humorvoll erwähnte er, dass noch vier Gründungsmitglieder – Lorenz Keilhacker (Waldhorn), Ludwig Keilhacker (Tuba), Josef Schöberl (Trompete) und Ludwig Schwarzenbauer (Tuba) – aktiv musizieren.

Der Konzertabend am Samstag wurde gemeinsam mit den Gästen aus Südtirol, der Musikkapelle Walten gestaltet.

Als für das Bezirksmusikfest im Jahr 1991 eine Partnerkapelle gesucht wurde, reisten einige Musikanten nach Südtirol ins Passeiertal und lernten dort Mitglieder der Musikkapelle Walten kennen. Mit dieser Bekanntschaft legte der damalige Festausschuss den Grundstein einer langjährigen herzlichen Musikerfreundschaft.

Heuer jährte es sich zum 25. Mal, dass die Musikkapelle Walten unter der Leitung von Adolf Augscheller, erstmals aus dem schönen Südtirol nach Ramsau reiste. So folgten in den Jahren zahlreiche gegenseitige Besuche der Musiker bei Festen, Konzerten und Gründungsjubiläen. Die daraus entstandene enge Partnerschaft und Freundschaft zwischen den beiden Kapellen wurde während des Konzertabends von beiden Seiten betont und zelebriert.

Mit tosendem Applaus wurde die Musikkapelle Walten auch vom Publikum herzlich empfangen.

Die Musikkapelle Walten präsentierte ihre Stücke sehr präzise und unterhaltsam. So wurden unter anderem die Werke „Terra Momentum“ von dem Südtiroler Komponisten Armin Kofler und „Bergblumen“ – eine Polka von Ernst Mosch dargeboten.

img_0165Eine Besonderheit dieses Jahr war das Überreichen von gleich zwei Goldabzeichen, welche auch noch außergewöhnlich gut bestanden wurden. Susanne Binsteiner (Querflöte/ Note 1,07) und Marina Lechner (Klarinette/ Note 1,00) wurden die Abzeichen vom stellvertretenden Bezirksleiter des Bezirks Inn-Salzach, Franz-Georg Wastl, feierlich verliehen.

Ebenso geehrt wurden zudem Georg Neumaier und Johann Schöberl für jeweils 40 Jahre aktive Mitgliedschaft im Verein und Dirigent Robert Liebel, der das 20. Herbstkonzert dirigierte.

Zur letzten Zugabe versammelten sich nochmals alle Musiker beider Kapellen auf der Bühne und gaben gemeinsam den Marsch „Tiroler Herz“ von Klaus Tschurtschenthaler zum Besten.

 

 

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