Top-Truppe Regensburg kommt

Eishockey: Absolutes Spitzenteam gibt seine Visitenkarte in Waldkraiburg ab

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marek_jakubAm Sonntag um 17.15 Uhr gibt mit dem EV Regensburg ein absolutes Spitzenteam seine Visitenkarte in Waldkraiburg ab. Hierfür wollen die Löwen nicht nur optisch in neuen, einzigartigen Weihnachts-Trikots, sondern auch spielerisch eine passende Bühne bieten. Am Freitag bereits reisen die Spieler von Trainer Rainer Zerwesz nach Weiden, um ab 20 Uhr gegen die Blue Devils anzutreten, doch hat der Löwen-Coach derzeit auch einige andere Baustellen.

Viele Stunden sitzt Rainer Zerwesz derzeit am Telefon und ist auf der Suche. Auf der Suche nach dem einen Spieler, der die freie Kontingentstelle beim EHC besetzt und der gleichzeitig auch die gewünschte Verstärkung im Sturm ist. „Es ist ziemlich schwierig, denn es muss schon passen. Ich habe alle Kontakte angezapft und telefoniere jeden Tag mehrere Stunden nach Kanada und wo auch immer hin“, verrät der 47-Jährige. Bisher war jedoch noch nichts dabei, und die meisten Spieler, die sich derzeit auf dem Markt befinden, sind dort aus einem speziellen Grund. Andere, die charakterlich vielleicht passen, sind dann  eher die Arbeiter und nicht die Knipser, die man sucht – es wird also noch etwas dauern, denn die Suche geht weiter. Am Wochenende, bei den Spielen in Weiden und zuhause gegen Regensburg wird es aber noch nichts mit einem neuen Gesicht im EHC-Dress.

Dafür ist aber dieses Dress der Löwen ein neues: Erstmals in der Vereinsgeschichte tritt der EHC Waldkraiburg in dieser Adventszeit nämlich in eigens designten Weihnachtstrikots an. Diese Unikate gibt es nicht zu kaufen, doch haben die Fans der Löwen die Chance, die Trikots noch vor dem Fest zu ersteigern. Geplant ist dies für den Kracher vor dem Weihnachtsfest, dem Derby am 23. Dezember in der Raiffeisen-Arena gegen den traditionsreichen EV Landshut.

Über den Tabellenzweiten Regensburg muss eigentlich nicht viel gesagt werden. Im Vorjahr beherrschten die Oberpfälzer die Liga nach Belieben, mussten erst im Halbfinale der Playoffs gegen den späteren Zweitligaaufsteiger Bayreuth in der Serie mit 1:3 die Segel streichen. „Über Regensburg muss man eigentlich kein Wort verlieren- das ist ein absolutes Top-Team“, erklärte Löwen-Coach Zerwesz, der am 16.Oktober erfahren musste, was der EVR kann. Da zeigten sie den Löwen mit einem überzeugenden 6:0-Sieg nämlich wo der Frosch die berühmten Locken hat und auch seither präsentieren sie sich in bestechender Form: In den 9 Spielen feierte die Truppe von Coach Doug Irwin sieben Siege, lediglich beim Gastspiel beim Tabellenführer in Selb (2:4) und in Landshut (1:2) ging man als Verlierer vom Eis. Ein Top-Gegner also für die Löwen, die an den Leistungen der Vorwoche anknüpfen wollen, als auch die Paradereihe wieder jubeln durfte: „Ich hoffe natürlich, dass der Knoten bei der 1.Reihe jetzt geplatzt ist. Sie haben gegen Schönheide wirklich top gespielt.

Bei Jakub Marek (Foto) hat man zuvor gemerkt, dass er lange verletzt war, aber auch für Lukas Wagner hat es mich gefreut, dass er getroffen hat“, erklärte Zerwesz. „Solche Phasen gibt es im Eishockey, aber ich hoffe, dass die jetzt vorbei ist.“ Auch das Powerplay war endlich einmal das, was der Name verspricht und man erzielte vier Treffer in Überzahl. Doch Regensburg ist ein etwas anderes Kaliber und so ist es sicher nicht die schlechteste Nachricht, dass beim EHC alle Spieler fit und an Bord sind.

Nicht wirklich einfacher ist es auch schon am Freitag bei der Partie in Weiden gegen die aktuell sechstplatzierten Blue Devils. Diese haben in den letzten zehn Partien zwar sechs Niederlagen kassiert und nur drei Siege gefeiert- am letzten Wochenende wurde das Spiel in Sonthofen wegen einer defekten Eismaschine abgebrochen- doch waren die Niederlagen immer sehr eng und nur mit einem Tor Unterschied. Lediglich in Selb war es mit dem Resultat von 3:8 eine am Ende klare Pleite. „Weiden ist gut unterwegs, aber leichte Aufgaben gibt es in dieser Liga sowieso nicht. Wir dürfen uns nicht zurücklehnen und müssen immer hart arbeiten“, so Rainer Zerwesz. Doch das ist er ja gewohnt derzeit und wenn er gerade nicht auf dem Eis steht, wird er sicherlich wieder am Telefon sitzen und weiter den einen, gewünschten Spieler suchen. MG

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