Reformationstag in Bayern 2017 ein Feiertag!

Heute Auftakt zum 500. Jubiläum - Innenminister: Gegen „dieses geistlose Halloween"

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luther 4 Aus Anlass des 500. Reformationsjubiläums, das heute beginnt, wird der Reformationstag im nächsten Jahr am 31. Oktober 2017 in Bayern ein gesetzlicher Feiertag sein! Das wurde heuer im Frühjahr im Landtag einstimmig beschlossen. Man wolle damit die besondere Bedeutung dieses Ereignisses würdigen, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU): Es sei auch nur gut, wenn man dann nicht dieses „geistlose Halloween“ begehe, sondern den Reformationstag als Feiertag, so der Minister. Bayern sei und bleibe ein christlich geprägtes Land. Am heutigen Montag wird in Berlin bundesweit das Reformationsjubiläum mit einem Festgottesdienst in der Marienkirche und einem anschließenden Festakt im Konzerthaus am Gendarmenmarkt eröffnet.

Den Gottesdienst mit der Verleihung der Martin-Luther-Medailie an den emeritierten katholische Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann, überträgt die ARD ab 15 Uhr. Der Festakt im Konzerthaus Berlin mit Bundespräsident Joachim Gauck als Hauptredner ist ab 17.10 Uhr live im ZDF zu sehen.

Durch einen ökumenischen Gottesdienst, den der Papst zusammen mit dem Präsidenten des Lutherischen Weltbundes am heutigen Montag in Lund in Schweden feiern wird, beginnt das Jubiläumsjahr weltweit.

Diesen Gottesdienst, dessen Liturgie veröffentlicht ist, wollen auch die Christen in Wasserburg gemeinsam feiern. Prälat Günther Lipok wird dabei den katholischen Part übernehmen, Pfarrerin Cordula Zellfelder den evangelischen. Der Gottesdienst findet – wie bereits berichtet – heute am Montag, 31. Oktober, um 19 Uhr in der evangelischen Christuskirche in Wasserburg statt.

Am 31. Oktober 1517 hatte Martin Luther seine 95 Thesen veröffentlicht und so den Beginn der kirchlichen Erneuerung (Reformation) eingeleitet.

Auch andere Bundesländer, in denen der Reformationstag nicht ohnehin gesetzlicher Feiertag ist, verfahren 2017 wie Bayern.

Ein Antrag der Freien Wähler im Frühjahr im Landtag, den Tag zum jährlich wiederkehrenden Feiertag zu machen, wurde aber von allen anderen Fraktionen abgelehnt.

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