„Greifen Sie nicht zur Selbstjustiz“

Heute ein dringender Appell der Polizei zu den „Grusel-Clowns“ - Besorgte Anrufe

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stop_polizei_1„Grusel-Clowns“ oder „Killer-Clowns“ treiben aktuell ihr Unwesen in ganz Deutschland. Das Phänomen aus Amerika hat sich in Windeseile auch in Bayern verbreitet. Vor der Region hat es bisher glücklicherweise Halt gemacht – Anrufe bei der Polizei Waldkraiburg von besorgten Bürgern gab es aber bereits, meldet diese heute am Freitagmittag. Damit das so bleibt appelliert die Polizei dringend an die Bevölkerung, sich nicht an diesem gefährlichen Treiben zu beteiligen. Es sei nämlich leider das Thema schlechthin, über das kurz vor Halloween jeder spreche: „Grusel-Clowns“.

Die Polizei klärt auf: „Grusel-Clowns“ sind Menschen, die sich bewusst gruselig maskieren, um ihren Mitmenschen aufzulauern und Angst einzujagen. Jedoch reicht das bloße Erschrecken den Protagonisten nicht. Nein, sie müssen ihre Tat auch noch in den sozialen Netzwerken mit Fotos und Videos dokumentieren. Die Täter sind sich der gravierenden Folgen für die Opfer wohl nicht bewusst. Anrufe bei der Polizei Waldkraiburg von besorgten Bürgern gab es bereits. Jedoch gebe es noch keinen Grund zur Sorge, denn es habe bisher keinen gemeldeten Fall eines solchen Clowns im Einsatzgebiet der Polizeiinspektion Waldkraiburg gegeben.
Georg Deibl, Leiter der PI Waldkraiburg, erklärt die Lage folgendermaßen: „Wir gehen davon aus, dass die umfangreiche Berichterstattung in den Medien manchen dazu verführen wird, die Sache selbst auszuprobieren – vor allem zu Halloween. Wir appellieren an die Bevölkerung, sich nicht an Aktionen, sowohl als Clown oder dessen Jäger, zu beteiligen. Bleiben Sie skeptisch, vor allem auch gegenüber Meldungen in den sozialen Medien.“

Falls es jedoch zu einer bedrohlichen Begegnung mit einem „Grusel Clown“ komme, sollte man vor allem Ruhe bewahren und sofort über den Notruf 110 die Polizei verständigen.

Ebenso sollte man den Clown nicht ansprechen und keinesfalls provozieren. Wer von einem Clown überrascht werde, sollte so schnell wie möglich den Ort verlassen. Wenn möglich, sollte man Passanten in der Umgebung ansprechen und um Hilfe bitten.

Eine Trillerpfeife oder ein Taschenalarm können gute Hilfsmittel sein, um einen Angreifer abzulenken, die Umgebung zu alarmieren und somit die Chance zur Flucht zu haben.

Von Pfeffersprays oder ähnlichem rät die Polizei generell ab, da die Gefahr groß sei, dass man sich mit solchen Geräten selbst verletze.

‚Greifen Sie nicht zur Selbstjustiz und versuchen Sie nicht, den Clown zu stellen. Dies ist Aufgabe der Polizei! Verbreiten Sie keine Falschmeldungen zu Horrorclowns über die sozialen Netzwerke. Sie tragen nur zur Verunsicherung bei‘, so der eindringliche Appell der Polizei.

Foto: Polizei

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