Michael Trox Top-Scorer der Oberliga

EHC Waldkraiburg holt gestern in Sachsen seinen zweiten Sieg

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troxDer EHC Waldkraiburg konnte am Sonntagabend den zweiten Oberliga-Sieg im vierten Spiel verbuchen. Bei den Wölfen des EHV Schönheide 09 in Sachsen gewannen die Löwen dank eines überragenden Michael Trox, der an allen Treffern beteiligt war, mit 5:3. Trox erzielte drei Treffer selbst, die beiden Torfe seines kongenialen Sturmpartners Fabian Zick bereitete er vor.

Wer schon einmal rund 350 Kilometer mit dem Bus unterwegs war, weiß, dass man nach der Ankunft wohl am wenigsten an Sportmachen denkt. Die Löwen aus Waldkraiburg hatten am Sonntag aber keine andere Wahl, nach ihrer Ankunft in Sachsen stand die Partie gegen die Schönheider Wölfe an, die zwei Tage zuvor sensationell mit 6:2 in Regensburg gewonnen hatten.

Man war also gewarnt, dass in Sachsen nicht nur die schönen Mädchen auf den Bäumen wachsen, sondern auch Gefahr von den Wölfen des EHV Schönheide ausging. Die ersten Minuten gehörte auch klar den Gastgebern, doch EHC-Keeper Björn Linda war trotz der langen Fahrt ab der ersten Sekunde auf Temperatur. In der 7.Minute vergab Fabian Zick dann zunächst einen Alleingang, doch den Rebound erkämpften sich die Löwen. Die Scheibe kam zu Michael Trox und es hieß 1:0 für die Gäste (06:35). Der Auftakt in ein Spiel, das eben dieser Herr Trox besonders prägen sollte. Nach knapp neun Minuten präsentierte sich die Löwen-Abwehr dann aber im Tiefschlaf, Marco Pronath durfte durch den Defensiv-Verbund spazieren und der Ausgleich war perfekt (08:53). Doch es ging Schlag auf Schlag weiter und nach einem Zuckerpass von Daniel Hämmerle fuhren Fabian Zick und Trox allein auf den Schlussmann Patrick Glatzel. Im perfekten Moment spielte Trox ab und Zick musste nur mehr einschieben (12:25). Wenig später der nächste Traumpass- diesmal von Nico Vogl- auf Trox, der seinen Alleingang eiskalt verwandelte und auf den ersten Pausenstand von 3:1 stellte (14:18).

Nach einem starken ersten Drittel des EHC gaben im mittleren Abschnitt dann eher die Gastgeber den Ton an. Ein Befreiungsschlag über die Bande landete dann früh bei Björn Schenkel, dieser ließ die Rakete fliegen und es stand nur noch 2:3 aus Sicht der Wölfe (23:54). Nun brannte es lichterloh bei den Löwen, Linda im EHC-Tor lief aber zur Hochform auf und verhinderte das Schlimmste. Und als dieser einmal geschlagen war und Schönheides Miroslav Jenka das leere Tor vor sich hatte, warf sich Daniel Hilpert in den Schuss und fing den Puck mit dem Oberkörper ab (34. Minute). Kurz vor der Pause geschah es dann aber doch noch und Milan Kostourek konnte nach einem weiteren Abwehrfehler der Löwen seinen Schlagschuss aus kurzer Distanz im Tor unterbringen (39:45).

Nach einer recht deutlichen Kabinenansprache besannen sich die Löwen im Schlussdrittel auf das Wesentliche und spielten wieder Eishockey. Nico Vogl vergab die erste Chance (42.), kurz drauf wurde wieder Michael Trox auf die Reise geschickt, dieser legte quer auf Zick und dass dieser ganz genau weiß, wo das Tor steht, ist inzwischen bekannt (45:24) – mit 6 Toren und 3 Vorlagen in 4 Spielen ist der jungen Mann derzeit übrigens Top-Scorer der Oberliga Süd.

Den Schlusspunkt zum 5:3-Endstand blieb aber dem Mann des Spiels vorbehalten: 46 Sekunden vor Abpfiff versenkte nochmals Michael Trox das Spielgerät im inzwischen verwaisten Tor der Gastgeber (59:14)- für ihn war es das vierte Tor im vierten Spiel, doch passt statt Goalgetter nach dieser Partie eher der Name  des „Schrecken von Schönheide“. MG

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