Das Abenteuer Oberliga beginnt

Am Freitag erwartet der Bayerische Meister Waldkraiburg keinen Geringeren als den EV Landshut

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ehcbEs wird endlich ernst für die Löwen vom EHC Waldkraiburg. Am Freitag um 19.45 Uhr startet der Bayerische Meister ins Abenteuer Oberliga und erwartet zum Auftakt keinen Geringeren als den zweimaligen Deutschen Meister EV Landshut! Am Sonntag müssen die Mannen von Trainer Rainer Zerwesz zum ERC Sonthofen, Spielbeginn ist um 18 Uhr.

„Der Name EV Landshut spricht schon mal für sich, denke ich“, erklärte EHC-Coach Rainer Zerwesz im Vorfeld der Partie gegen den Altmeister. „Da muss man nicht viel dazu sagen, jedem ist klar, dass der Auftakt gleich mal ein echter Kracher ist, den man sich nicht entgehen lassen darf“, so der 47-Jährige weiter. Von 1963 bis 1999 spielten die Niederbayern ununterbrochen in der ersten Bundesliga und später als Gründungsmitglied in der DEL. Große Namen wie Erich Kühnhackl, Alois Schloder, Hans Zach, die Truntschka-Brüder, Kühnhackls Sohn Tom, der im Frühjahr den Stanley-Cup gewinnen konnte, NHL-Profi Tobias Rieder, Bundestrainer Marco Sturm – die Liste großer ehemaliger Spieler, die der EVL hervorgebracht hat, ist ziemlich lang- und hier wurden nur ein paar genannt.

Eishockey und Landshut, das gehört zusammen und auch, wenn man sich im letzten Jahr etwas überraschend in die Oberliga zurückgezogen hat, der alte Glanz ist sicher nicht verblasst und in diesem Jahr zählt man zum Favoritenkreis. Die letzte Oberliga-Spielzeit schloss man auf Rang 4 ab, in den Ausscheidungs-Playoffs wurde der VER Selb klar mit 3:0 in der Serie besiegt, im Viertelfinale war gegen den späteren Meister Tilburg Trappers Schluss. In diesem Jahr will man mehr und die Experten haben den EVL in jedem Fall auf dem Schirm.

Gut 2600 Zuschauer sahen die Heimspiele der Mannschaft von Trainer Bernie Englbrecht im Schnitt im Vorjahr und diese Begeisterung ist nach wie vor da, auch auswärts: Im Vorfeld der Partie wurden schon mehrere hundert Karten nach Landshut verkauft und auch der Online-Ticket-Verkauf auf der Homepage des EHC lief gut an. Gerüchte, nach denen die Partie bereits ausverkauft sei, sind komplett falsch. Auf der Geschäftsstelle hat man nach wie die Möglichkeit, mittwochs (10 bis 13 Uhr) und donnerstags (18 20 Uhr) Karten zu bekommen, außerdem gibt es Online über die Homepage des EHC weiterhin Tickets.

Zwei Tage nach dem Auftakt-Kracher geht es dann zum ERC Sonthofen. Das Team von Gert Wittmann und Assistent Heiko Vogler belegte im letzten Jahr Platz 9 und verpasste die Playoffs dann nur knapp gegen den EV Weiden. Im Sommer war man im Allgäu auf dem Transfermarkt sehr aktiv, 14 Spieler verließen die Bulls, 17 neue Akteure stießen neu hinzu in die Herde. 2014 stieg Sonthofen als Meister aus der Bayernliga auf, nach zwei Jahren scheint man angekommen zu sein und nicht wenige trauen den Bulls in diesem Jahr den Sprung unter die ersten Acht zu- egal, mit wie vielen Kontingentspielern.

Im Augenblick stehen in Sonthofen nämlich wohl vier unter Vertrag: Der tschechische Verteidiger Vladimir Kames, der kanadische Stürmer Alex Germano, der Amerikaner Charlie Taft und der Kanadier Chris Stanley- letzterer versucht aber gerade, rechtzeitig noch einen deutschen Pass zu erhalten, heißt es. Doch der EHC Waldkraiburg muss auf sich schauen und seine noch leicht stotternde Offensive in den Griff kriegen. Denn in jedem Fall wird auch das zweite Spiel gleich eine echte Bewährungsprobe sein und darum ist die Unterstützung von den Löwen-Fans natürlich unverzichtbar. Wer beim ersten Oberliga-Auswärtsspiel dabei sein möchte, kann sich per Email an fanbus@ehcwaldkraiburg.com oder per Direkt-Nachricht an die Facebook-Seite der Löwen anmelden. Treffpunkt ist am 2. Oktober um 13.15 Uhr am Stadion, der Preis liegt je nach Teilnehmerzahl zwischen 15 und 24 Euro und für das leibliche Wohl an Bord des Busses wird wie gewohnt bestens gesorgt sein. GM

 

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