„Wo Himmel und Erde sich berühren“

20 Jahre Wohngemeinschaften Ramsau mit Sommerfest gefeiert

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GottesdienstDas Jubiläums-Sommerfest der Wohngemeinschaften Ramsau – seit zwei Jahrzehnten besteht die Einrichtung im Kloster Ramsau – startete traditionell mit einem gemeinsamen Wortgottesdienst, dieses Jahr sicherheitshalber und witterungsbedingt im Zelt. Das Fest war durchgehend sehr gut besucht. Diakon Andreas Klein nahm in seiner Predigt Bezug auf das Jubiläum und erläuterte in dem Zusammenhang das Bild „der Ort, wo Himmel und Erde sich berühren, ist immer da, wo ich gerade bin“.


Der Ramsauer Rhythmuschor umrahmte die Feier mit modernen rhythmischen Liedern so gut, dass zum Abschluss spontaner Applaus aufbrandete.

Marianne Osl, die Leiterin der Einrichtung, nahm das Motto des Sommerfestes „Hoamat g´funden“ auf und verdeutlichte es an vielen ganz persönlichen Beispielen, sei es die Einbindung von Bewohnern in die Blaskapelle oder in die DJK-Sportgemeinschaft Ramsau, in die Schule oder in die Pfarrgemeinde oder eben einfach die vielen kleinen persönlichen Begegnungen, Gespräche und Kontakte zwischen Bewohnern und Dorfgemeinschaft. Abschließend führte sie aus „Heimat ist nicht so sehr, wo wir leben, sondern wie wir leben – und so wie wir hier zusammenleben, so haben wir in Ramsau wahrlich „a Hoamat g´funden“.

Auch Bürgermeisterin Annemarie Haslberger blickte auf die Entstehungsgeschichte zurück und lobte die gute Integration in den Ort. Die Wohngemeinschaften Ramsau bieten begehrte Ausbildungs- und Praktikumsplätze, so dass viele nach Ramsau wollen. Das ist vor allem der Leiterin Marianne Osl zu verdanken, meinte Haslberger abschließend „sie ist Kopf und Motor des Ganzen, das ist ihre Lebensaufgabe.“

Die kulinarische Versorgung im und um das Festzelt mit Weißwürsten, Gegrilltem, Salattellern, Steckerlfischen, Jubiläumsspießen, Kaffee, Kuchen und Eis waren eine solide Basis, Anziehungspunkt aber war das vielschichtige Angebot für Kinder, Eltern und alle Besucher:
Die Kinderbetreuung stand dieses Jahr ganz unter dem Motto „Indianer“. Neben dem Basteln von „Magischen Augen“ und Märchen über die Uramerikaner erhielten die Kinder die Möglichkeit, mit echten Indianertrommeln die alten Rhythmen zu spielen. Beim Flohmarkt für Kinder unter dem Motto „Kunst und Krempel“ gab es wieder einige Schnäppchen und Raritäten zu günstigen Preisen.

Weitere Angebote waren die Hüpfburg, „Hau-den-Lukas“, Kinderkarussell, Reiten, Kutschenfahrten sowie ein Verkaufsstand mit Töpferwaren und Förderstättenprodukten.

Trachtenverein

Die Trachtenvereinskinder aus Reichertsheim tanzten Stern-, Kreis- und Kuckuckspolka und boten gelungen Schuhplattler dazu.IMG_5429

Eine ganz besondere Einlage boten eine Kindergruppe und eine aufwändig kostümierte Tänzerin zu Salsa- und Sambamusik, ehe die Ramsauer Kreistanzgruppe zum Mitmachen animierte.
Viele Besucher drängten sich im Theatersaal, in dem das pantomimische Stück „Erinnerungen“ aufgeführt wurde – Erinnerungen an die Geschichte der letzten 20 Jahre. Beeindruckend, wie die Bewohner in der Szenerie und der besonderen Atmosphäre einer Pantomime mitwirken und förmlich darin aufgehen.

Dazwischen bestand ausreichend Gelegenheit beim „Tag der offenen Tür“ durch Führungen einen Einblick in das alltägliche Leben der Wohngruppen und Förderstätte zu nehmen. Eine Stellwand-Präsentation informierte über die zahlreichen Aktionen für die Bewohner: Ausflüge und Urlaubsgestaltung, Theaterspiel und Verkleidung, Natur- und Musikerlebnisse, Reiten, Laufen und sogar ein eigener Stammtisch.

CIMG5117Sinnbildlich dargestellt wurde die Tatsache, dass die Wohngemeinschaften in Ramsau eine „Hoamat g´funden“ haben durch die Collage im Gottesdienst und durch das Jubiläumsherz für alle Besucher, das schon Mitte des Nachmittags vergriffen war.

Johann Grundner

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