Jagd nach Monstern am Inndamm

Was machen die da? Wir erklären's: Pokémon-GO-Welle hat Wasserburg erreicht

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IMG_2444Da wird so manch einer gestaunt haben, was am Sonntag auf dem Inndamm los war. Dort, wo sonst Jogger und Hundebesitzer unterwegs sind, waren plötzlich mehrere kleine Gruppen von jungen Leuten anzutreffen. Ihr Erkennungszeichen: Smartphone in der Hand, Blick fest darauf gerichtet. Was machen diese Leute da? Wir haben mal unseren Technik-Chef Alex Rieger gefragt. Der kennt sich mit sowas aus …

IMG_2442„Das ist der neue Trend im Online-Spiel-Bereich“, sagt Alex, unser Technik-Experte von der Wasserburger Stimme. „Das Spiel heißt Pokémon-GO und das Ziel ist es, virtuelle kleine Monster zu fangen, diese dann auszubilden und gegen gegnerische Monster kämpfen zu lassen.“

Es gibt drei verschiedene Fraktionen, die miteinander im Kampf stehen: Rot, Gelb und Blau. „In Wasserburg gibt es mehrere sogenannte Arenen, die von jeweils einer Farbe besetzt werden können und dann natürlich auch gegen feindliche Übernahmen verteidigt werden müssen.“

Aber warum laufen die ‚Spieler‘ dann alle am Inndamm entlang?

„Das ist eigentlich das Interessante an der Spielgestaltung von Pokémon-GO: Es bringt nichts oder nur sehr wenig, wenn man das Spiel zuhause auf der Couch spielt. Um die kleinen Monster einzufangen, muss man rausgehen und umherlaufen, dann begegnet einem ab und an ein ‚wildes’ Monster, das kann man dann einfangen und für sich nutzen. Zusätzlich gibt es noch an interessante Plätze geknüpfte, so genannte Pokéstops, dort kann man Gegenstände einsammeln, die einem im Spielverlauf helfen. Da jedes Kunstwerk am Skulpturenweg am Inndamm solch ein Pokéstop ist, sind da natürlich die Spieler vermehrt anzutreffen.“

Am Sonntag kam es zusätzlich zu einer Häufung von Spielern am Inndamm, da die Facebook-Seite „Pokémon-GO – Tipps und Tricks – WS // RO // TS“ eine Veranstaltung unter dem Motto „Pokéwalk“ ins Leben gerufen hat. So trafen sich etwa 50 bis 60 Spieler in verteilten Gruppen auf dem Inndamm und gingen auf Monsterjagd. Weitere solche Veranstaltungen sind geplant.

Abschließendes Fazit von Alexander Rieger: „Ich finde das Konzept hinter Pokémon-GO recht interessant, weil man – wenn man im Spiel weiterkommen will – raus in die Natur muss und nicht auf der heimischen Couch versauert.

Natürlich kursieren im Internet auch schon die ersten Sensationsmeldungen von Spielern, die auf der Jagd nach den Pokémons irgendwelche Klippen heruntergestürzt sind, aber das halte ich für übertrieben. Im Gegenzug gibt es dann Spieler, die melden, dass sie an einem Tag zehn bis 15 Kilometer zu Fuß zurück gelegt haben. Darüber kann man sich doch in Zeiten von grassierender Faulheit und Bewegungsmangel wirklich freuen.“

In der Redaktion der Wasserburger Stimme ist bisher noch kein solches Pokémon-Monster aufgetaucht, aber wir halten die Augen offen. RED

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