Tumultartiger Streit mit 50 Bewohnern

Somalier schlug jungem Nigerianer (16) Kaffeetasse auf den Kopf - Festnahme

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EinsatzwagenZwei Bewohner kamen aus medizinischen Gründen in das Inn-Salzach-Klinikum Gabersee, ein 16-Jähriger mit einer Platzwunde in ein weiteres Krankenhaus – und drei Asylsuchende mussten in eine andere Unterkunft verlegt werden: Am Pfingstmontag gegen 13.30 Uhr eskalierte ein Streit in Waldkraiburg in einer Asyl-Erstaufnahmeeinrichtung, was ein Polizei-Großaufgebot erforderte. Ausschlaggebend war wohl eine „unsittliche“ Berührung eines 26-jährigen Asylbewerbers nigerianischer Herkunft an der Brust einer jungen Frau somalischer Herkunft.

Der Streit von etwa 50 Bewohnern dieser beiden Nationalitäten uferte daraufhin – trotz der Anwesenheit der Polizei und Sicherheitsdienstbeschäftigten – aus und verlagerte sich zum Teil auch außerhalb der Unterkunft. Mit Unterstützung weiterer Polizeistreifen des Einsatzzuges, benachbarter Polizeidienststellen und von zwei Diensthundeführern konnte der tumultartige Streit beruhigt und schließlich beendet werden.

Die Beamten nahmen dazu eine gefährliche Körperverletzung auf, da gegen 17.40 Uhr ein 27-jähriger Asylbewerber somalischer Herkunft einem 16-jährigen nigerianischen Asylbewerber mehrfach eine Kaffeetasse an den Kopf schlug. Der Verletzte kam mit einer Platzwunde in die Kreisklinik Mühldorf.

Der Täter wurde in Gewahrsam bei der PI Waldkraiburg genommen, deren Dauer bis zum heutigen Dienstag ein Bereitschaftsrichter bestätigte. Der Richter kam dazu extra aus dem Landkreis Traunstein zur Polizeiinspektion.

Des Weiteren mussten der anfangs genannte 26-jährige Nigerianer sowie ein 23-jähriger Mitbewohner aufgrund des Vorliegens medizinischer Gründe am späten Nachmittag in die Bezirksklinik Inn-Salzach nach Gabersee eingeliefert werden.

In einer – trotz des Feiertages – möglichen und guten Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Erstaufnahmeeinrichtung und dem Landratsamt Mühldorf sowie der Regierung von Oberbayern wurden drei Asylsuchende noch am Abend anderweitig untergebracht, um erneutem Streit entgegenzuwirken.

Die Ermittlungen der Polizei werden fortgesetzt.

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