„Temperaturen gehen in den Keller“

Wetterexperte Jung prognostiziert leider nichts Gutes fürs Pfingst-Wochenende

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„Es ist wie jedes Jahr: Vor den Eisheiligen (11. bis 15. Mai) sollte man sich nicht vor später Kälte sicher fühlen und selbst im Juni kann die Schafskälte noch mal zuschlagen. Das wissen besonders alle Landwirte und Hobbygärtner. Und so kommt es nun auch.“ Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net hatte bereits vor Wochen darauf hingewiesen, dass man die spätwinterliche Kälte in der Regel nicht vor Juni los ist: Polarluft bringt noch bis Juni Kälte nach Deutschland. Und so kommt es wohl auch jetzt …

„Am Samstag und Sonntag haben uns herrlich warme Tage bereits an den Sommer erinnert. In Nordrhein-Westfalen wurden stellenweise bis zu 29 Grad erreicht.

Nur ein Grad mehr und wir hätten bereits einen Hitzetag bekommen. Noch wenige Tage zuvor war die Polarluft in Deutschland und hat uns eine Verlängerung des Fröstelfrühlings beschert. Und wie es ausschaut wird genau diese Polarluft ausgerechnet zu Pfingsten einen neuen Angriff auf Mitteleuropa starten.

Aus Norden strömt nämlich ab Freitagabend wieder kalte Luft zu uns. Dann gibt es pünktlich zum langen Pfingstwochenende einen massiven Temperatursturz. Die Tageshöchstwerte werden dann statt knapp bei 30 Grad nur noch etwas über 10 Grad liegen- ein Absturz um bis zu 20 Grad. Samstag und Sonntag sinkt die Schneefallgrenze im Süden auf 800 Meter“, erklärt Wetterexperte Jung.

Nachts muss man zudem ab dem Pfingstwochenende wieder verbreitet mit Bodenfrost rechnen, stellenweise sogar mit Luftfrost. Das wird für viele Pflanzen wie Obstbäume oder Weinreben richtig gefährlich. Erst vor 10 bis 14 Tagen gab es dort schwere Frostschäden. Die erneute Kälte könnte somit für weiteren Schaden sorgen.

So geht es in den nächsten Tagen weiter:

Dienstag: 18 bis 26 Grad, im Südwesten sind Wolken unterwegs, dort ist es kaum noch schön, im Nordosten dagegen weiter freundlich, später sind Gewitter möglich

Mittwoch: 20 bis 27 Grad, im Südwesten teils kräftige Gewitter, die sich später auch nach Osten ausbreiten können

Donnerstag: 17 bis 25 Grad, im Süden viele Wolken und Regen mit Gewittern, später auch im Norden Gewitter

Freitag: 15 bis 22 Grad, Schauerwetter

Samstag: 7 bis 13 Grad, viele Wolken und Schauer, im Süden sinkt die Schneefallgrenze auf 800 m

Pfingstsonntag: 8 bis 16 Grad, viele Wolken und immer wieder Schauer, in den höheren Lagen Schneeregen oder Schnee

Pfingstmontag: 8 bis 17 Grad, meist stark bewölkt und immer wieder Regenschauer

Dienstag: 13 bis 18 Grad, Sonne, Wolken und Schauer im Wechsel

 

Nach diesem neuen Kaltluftvorstoß erholen sich die Temperaturen wiederum nur sehr langsam. Wir haben uns mal die bisherige Bilanz des Frühlings 2016 im Vergleich zu den vergangenen 30 Jahren angeschaut und da ist die Sache relativ eindeutig: März und April sind im Vergleich mit dem Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre kälter.

 

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